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10.09.2024 - IGNITE: Tour mit SLAPSHOT im Herbst 2024

Die Hardcore-Band IGNITE geht im November und Dezember 2024 auf Europatour, um einige Konzerte zu spielen. Im Schlepptau hat die Formation SLAPSHOT, THE DROWNS sowie THIS MEANS WAR.
Zur Tournee äußert sich Bassist Brett Rasmussen:
„Das wird der Wahnsinn! 1994 sprangen Ignite und Slapshot zusammen in einen Bus und tourten 2 Monate lang durch Europa, was sich als ein episches Abenteuer herausstellte! Wir haben schon lange mit Slapshot darüber gesprochen, wieder zusammen durch Europa zu touren, und wir wollten beide, dass es etwas Besonderes wird. Das 30-jährige Jubiläum der ersten Europatournee von IGNITE wird eine unglaubliche Feier in einigen unserer Lieblingsstädte in Europa werden! Bei der Tournee 2024 werden zwei weitere großartige Bands dabei sein. The Drowns aus Seattle und This Means War aus Belgien werden dieses herausragende Lineup vervollständigen.“
IGNITE, SLAPSHOT, THE DROWNS, THIS MEANS WAR Tourdaten 2024
28.11.24 (DE) Weinheim – Café Central
29.11.24 (DE) Köln – Essigfabrik
30.11.24 (NE) Eindhoven – Dynamo
01.12.24 (DE) Leipzig – Felsenkeller
02.12.24 (PL) Zdunska Wola – Ratusz
03.12.24 (DE) Rostock – Peter Weiss Haus
04.12.24 (DE) Hamburg – Logo
05.12.24 (DE) Münster – Sputnikhalle
06.12.24 (DE) Berlin – Astra Kulturhaus
07.12.24 (CZ) Prag – Rock Cafe
08.12.24 (DE) München – Backstage
09.12.24 (DE) Schweinfurt – Stattbahnhof
10.12.24 (AT) Wien – Arena
11.12.24 (HU) Budapest – Barba Negra
12.12.24 (SI) Lubljana – Orto Bar
13.12.24 (CH) Aarburg – Musigburg
14.12.24 (FR) Saint Saulve – Salle de Fetes
15.12.24 (BE) Malle – De Notelaar
Source: Vampster
10.09.2024 - SPIRITBOX: neuer Song “Soft Spine” & Europatour im Februar 2024 – u.a. Konzerte in Berlin, Köln, Frankfurt, München, Hamburg

Die Modern Metal-Band SPIRITBOX hat mit “Soft Spine” einen brandneuen Song veröffentlicht.
Für Anfang 2025 haben die Kanadier darüber hinaus ihre erste Headline-Tour durch Europa angekündigt. Dabei spielt das Quartett im Februar Konzerte in Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München. Wie nun bekannt gegeben wurde, konnten PERIPHERY und STRAY FROM THE PATH für das Vorprogramm gewonnen werden.
Im November 2023 veröffentlichten SPIRITBOX die EP “The Fear Of Fear“.
SPIRITBOX, PERIPHERY, STRAY FROM THE PATH Tourdaten 2025
15 FEB – BERLIN, Columbiahalle
16 FEB – TILBURG, Poppodium 013
18 FEB – PARIS, L’Olympia
19 FEB – KÖLN, Palladium
20 FEB – FRANKFURT, Zoom
22 FEB – MÜNCHEN, TonHalle
23 FEB – HAMBURG, Grosse Freiheit 36
Fotogalerie: SPIRITBOX – Ampere, München – 07.06.2022
Source: Vampster
10.09.2024 - News: VOSH announces dates for latest tour of North America

VOSH continues to ride the flaming waves created by the 2023 Vessel debut with a rigorous touring cycle, with the latest run of North American dates to occur from October 2 to November 9. “We are excited to lay waste to North America once again,” says the band [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - News: Beauty in Chaos releases latest music video, featuring fifth collaboration with Ashton Nyte

From the dark alternative collective’s latest album comes the music video for “Made of Rain,” which sees Beauty in Chaos collaborating once again with fellow goth/rocker Ashton Nyte. Shot and directed by Fernando Cordero of Industrialism Films, the video presents a vibrantly colorful accompaniment to the song [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - History of Guns present the short film: ‘Drug Castle’

Today History of Guns present the short film “Drug Castle” which is also accompanied by...
Source: Side Line
10.09.2024 - News: Out of Line Music issues tenth anniversary deluxe edition of fourth album by Lord of the Lost

Out of Line Music has announced the latest entry in its series of anniversary releases from German dark rock group Lord of the Lost with From the Flame into the Fire. The band’s fourth full-length studio record showed a move toward greater stylistic diversity and heavier, more epic compositions [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - ÄERA: ließen sich für neues Atmospheric Black Metal Album “Phantast” von Christian Morgenstern inspirieren

Mit “Phantast” wird am 4. Oktober 2024 via Vendetta Records das neue Album der Atmospheric Black Metal-Band ÄERA erscheinen. Es ist nach “Schein” (2019) das zweite Album der Deutschen.
Inspiriert von Christian Morgensterns Gedicht-Zyklus “In Phanta’s Schloss” nimmt das Album, das erneut von Markus Stock im Klangschmiede E Studio produziert wurde, den Hörer mit auf eine fantasievolle Reise durch innere und äußere Universen, verzerrt Perspektiven und gibt so Einblicke in eine Welt außerhalb gesellschaftlicher Zwänge.
ÄERA Line-Up
Simon Wiedenhöft – guitar (rhythm right, lead), samples
Milan Sikorski – vocals, bass, acoustic guitars
Sven Strefel – guitar (rhythm left, lead)
arin Hahn – drums
ÄERA “Phantast” Tracklist
1. Kosmos (8:54)
2. Empor (9:28)
3. Schattenkreuz (14:56)
4. Fleisch und Knochen (8:19)
Source: Vampster
10.09.2024 - OPETH: neues Album „The Last Will And Testament“, zweite Single “§3”, Konzerte in Hamburg, Köln, Berlin, München

OPETH veröffentlichen ihr 14. Studioalbum, „The Last Will And Testament“ am 11. Oktober 2024. Als ersten Vorgeschmack präsentierten die Schweden bereits Anfang August die Single ‚§1‘ als Stream, außerdem gibt es auch ein Lyrics-Video zu “§1”. Jetzt teilte die Gruppe mit “§3” einen zweiten Track der Platte.
Im Februar 2025 sind OPETH auf Europatour, in Deutschland sind vier Konzerte angekündigt. Wer „The Last Will And Testament“ jetzt vorbestellt, kann sich mit einem Code Tickets für die Tour reservieren, der allgemeine Vorverkauf startet am 9. August um 10 Uhr.
OPETH Sänger/Gitarrist Mikael Åkerfeldt warnt, dass man der neuen Platte vielleicht etwas Zeit geben sollte:
„Ich muss es einfach loswerden: Ich liebe dieses Album. Vielleicht bin ich sogar ein bisschen stolz? Natürlich enthält es einige altbekannte Zutaten, denn die meiste unserer Musik entstammt derselben Quelle. Es dürfte also keine Überraschung sein, dass die Platte nach OPETH klingt. Ich erstarre fast etwas in Ehrfurcht, wenn ich sehe, was wir mit „The Last Will And Testament“ geschaffen haben. Träume ich all das? In gewisser Art und Weise hängt alles auf dem Album irgendwie zusammen und auch musikalisch schimmert hier und da unser Können durch, hoffe ich. Aber was weiß ich schon? Ich neige dazu, das ‚Ungewöhnliche‘ jeglichem ‚Offensichtlichen‘ vorzuziehen, obgleich ich damit einer Minderheit anzugehören scheine, aber damit kann ich leben. Also, eine berechtigte Warnung vorab: Erwartet nicht, dass es sofort ‚klickt‘, aber falls doch, dann geht das selbstverständlich auch in Ordnung!“
„The Last Will And Testament“ ist ein Konzeptalbum über die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und erzählt die Geschichte eines wohlhabenden, konservativen Patriarchen, dessen letzter Wille einige Familiengeheimnisse zutage bringt. Die Songs spiegeln dabei die Geständnisse des Patriarchen wider, zeigen aber auch die Reaktionen seiner Zwillingskinder und eines an Polio erkrankten Mädchens, um das sich die Familie kümmert.
Åkerfeldt berichtet, wie das Album entstand:
„Dies ist die erste Scheibe, auf der Walt am Schlagzeug zu hören ist. Ihm bei seinen Aufnahmen zuzusehen und zuzuhören, war ein außergewöhnliches Erlebnis, weshalb ich mich einfach nur fragte: Wie kann ein Mensch derart gut spielen? Die Alteingesessenen unter uns, Mendez, Fred, Jocke und ich, nahmen unsere Teile fristgemäß auf und ich denke, dass wir ebenfalls gut abgeliefert haben, was sicherlich auch daran liegen mag, dass wir quasi nüchtern waren, wenn die roten Aufnahmelämpchen angingen. Wir sind eben Profis, wie ihr seht! Wir fühlten uns in den Rockfield Studios wirklich wohl, wir lieben sie! Stefan Boman kümmerte sich um die Aufnahmen [er hielt mehr oder weniger alles auf Band fest…] und den gesamten Mix. Miles Showell masterte die Platte anschließend in den Abbey Road Studios, was wir, Stefan und ich, ihm mit einem Curry in Covent Garden dankten. Travis Smith verlieh der Musik mit einem einmal mehr ureigenen Artwork das passende Gewand. Alles in allem hoffen wir, dass wir einen musikalischen Happen geschaffen haben, an dem ihr in der regnerischen Jahreszeit knabbern könnt. Danke für eure Zeit, fürs Lesen und fürs Zuhören. Dank euch können wir eine derart beachtliche Historie vorweisen. Für unsere Zukunft werde ich euch dann in der eigentlichen Zukunft danken. Geht das klar?“
OPETHs 14. Studioalbum wurde von Åkerfeldt geschrieben, während er für die Texte Klara Rönnqvist Fors (THE HEARD, ex-CRUCIFIED BARBARA) mit ins Boot holte. Aufgenommen wurde „The Last Will And Testament“ gemeinsam von Åkerfeldt und Stefan Boman, der mit Joe Jones und OPETH auch für die technische Umsetzung verantwortlich war. Dem Abmischprozess nahmen Boman, Åkerfeldt und die übrigen OPETH-Musiker sich in den Atlantis Studios sowie den Hammerthorpe Studios an. Die Streicherarrangements wurden von Åkerfeldt und Dave Stewart (EGG, KHAN) geschrieben, während Stewart auch deren Aufnahmen in den Londoner Angel Studios leitete.
Travis Smith gestaltete bereits zum elften Mal ein Cover für die Band. Dieses Mal schuf er ein schauriges Bild, das an Stanley Kubricks „Overlook Hotel“-Fotografie erinnert.
Als Gäste sind Flötist und JETHRO-TULL-Frontmann Ian Anderson und EUROPEs Joey Tempest zu hören. Åkerfeldts jüngste Tochter, Mirjam Åkerfeldt, schließt die Gästeliste mit ihrer Stimme auf ‚§1‘ ab.
OPETH „The Last Will And Testament“ Tracklist
01. §1 (Stream) (Lyrics-Video bei YouTube)
02. §2
03. §3 (Audio bei YouTube)
04. §4
05. §5
06. §6
07. §7
08. A Story Never Told
OPETH Line-up:
Mikael Åkerfeldt Gesang, Gitarre
Fredrik Åkesson Gitarre, Begleitgesang
Martín Méndez Bass
Waltteri Väyrynen Schlagzeug, Perkussion
Joakim Svalberg Keyboards, Begleitgesang
OPETH „The Last Will And Testament“ – Europatour 2025
Support: GRAND MAGUS
09.02.2025 FI Helsinki – Helsingin Jäähalli
11.02.2025 SE Stockhom – Cirkus
12.02.2025 NO Oslo – Sentrum Scene
14.02.2025 DK Copenhagen – DR Koncerthuset
15.02.2025 DE Hamburg – Docks
17.02.2025 DE Köln – Palladium
18.02.2025 DE Berlin – Tempodrom
19.02.2025 DE München – Muffathalle
21.02.2025 FR Paris – L’Olympia
22.02.2025 NL Amsterdam – AFAS Live
23.02.2025 BE Brüssel – Ancienne Belgique
Source: Vampster
10.09.2024 - News: History of Guns releases surreal short film for latest single

Having released a supplementary EP for the single on September 6, U.K. electro/goth outfit History of Guns now unveils the music video for “Drug Castle” from the Half Light album. Directed and edited by Howard Gardner, the video is fashioned as a short film [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - ALLT: neues Album “From The New World” – Video zu “Echoes”

Die Progressive Metalcore-Band ALLT präsentiert ihre neue Single “Echoes” in Bild und Ton bei YouTube.
Die Nummer stammt wie “Aquila” und das Musikvideo “Remnant” vom kommenden Debütalbum “From The New World”. “Remnant” kommentiert das Quintett wie folgt:
“‘Remnant’ ist ein sehr persönlicher und thematischer Track, selbst für unsere Verhältnisse. Er markiert den Beginn einer neuen Geschichte, die wir gerne enthüllen möchten. Als wir diesen Song schrieben, wollten wir die Essenz von Radioaktivität und außerweltlichen Kräften einfangen. Der Track ist zutiefst menschlich und hat doch eine unverkennbar fremdartige Qualität. Er ist ebenso melancholisch wie schwer – eine Geschichte über menschliche Schwäche und Überleben.”
Auch die vorherige Single “The Orphan Breed” gibt es in Bild und Ton bei YouTube. Das Stück folgt auf den Track “Emanate”, den die Formation Anfang 2023 mit einem Video vorstellte. Es handelte sich dabei zugleich um den ersten Track unter dem neuen Label Century Media – erst Ende 2022 hatte man einen Vertrag beim Label unterzeichnet.
Alle Stücke sind Teil des Albums “From The New World”, das zehn Songs enthält und am 4. Oktober 2024 via Century Media auf CD, Vinyl sowie digital erscheinen wird.
Im Dezember 2022 tourten die Schweden zudem durch Europa. Wir haben ALLT in München live erlebt:BLEED FROM WITHIN, HUMANITY’S LAST BREATH, ALLT – Konzertbericht bei vampster.
Ab Herbst 2024 sind ALLT wieder auf Tour, dann im Vorprogramm von IMMINENCE:IMMINENCE, AVIANA, ALLT – Tourdaten 2024 bei vampster.
ALLT “From The New World” Artwork
ALLT “From The New World” Tracklist
1. A Flash of Light 2. Remnant (Video bei YouTube)3. Aquila (Video bei YouTube)4. Memory of Light 5. Echoes (Video bei YouTube)6. The Orphan Breed (Video bei YouTube)7. Dissect Yourself 8. Emanate (Video bei YouTube)9. Ephemeral10. Cycles
ALLT Line-up 2024
Robin Malmgren – VocalsOlle Nordström – GuitarAdam Björk – DrumsViktor Florman – GuitarSamuel Mills – Bass
Fotogalerie: ALLT – Hansa 39, München – 12.12.2022
Source: Vampster
10.09.2024 - CORECASS: neues Album “TAR” im Oktober 2024

Das Dark Ambient-Projekt CORECASS veröffentlicht am 18. Oktober 2024 sein neues Album “TAR” via Moment Of Collapse und Sacer Rec. Probe hören ist mittels der Single “Disrupt” möglich.
Hinter CORECASS steckt Musikerin und Produzentin Elinor Lüdde, als Gäste sind auf der Platte unter anderem Colin H. van Eeckhout (AMENRA), Ercument Kasalar (MOOR) und Barabra Lüdde zu hören.
Im Oktober spielt CORECASS zwei Release-Konzerte:
11.10. Leipzig, DE – UT Connewitz
13.10. Hamburg, DE – Hafenklang
CORECASS “TAR” Tracklist
01. Ovar
02. Tar
03. Dol
04. Disrupt (feat. Ercument Kasalar) (Video bei YouTube)
05. Sørunej (feat. Barbara Ludde)
06. Glijd Mee (feat. Colin H. van Eeckhout)
07. Albedo
08. Fin
Source: Vampster
10.09.2024 - MASTER BOOT RECORD: erste Single vom neuen Electro Album “Hardwarez” und Tour im Herbst 2024
MASTER BOOT RECORD haben mit “CPU” einen ersten Track ihres kommenden Albums “Hardwarez” veröffentlicht. Es ist das elfte Album des Electro-Projekts von Vittorio D’Amore (VICTOR LOVE, DOPE STARS INC., MY SIXTH SHADOW) und wird am 11. November 2024 via Metal Blade Records erscheinen. Begleitend dazu wird die Band im Herbst 2024 auch durch Europa touren.
MASTER BOOT RECORD “Hardwarez” Tracklist
01. BIOS
02. MOBO
03. CPU (Audio bei YouTube)
04. GPU
05. RAM
06. FDD
07. HDD
08. PSU
09. CASE
MASTER BOOT RECORD Tourdaten 2024
10/18/2024 Le Molotov – Marseille, FR
10/19/2024 Backstage By The Mill – Paris, FR
10/20/2024 Le Ferrailleur – Nantes, FR
10/22/2024 Academy 2 – London, UK
10/23/2024 Satans Hollow – Manchester, UK
10/24/2024 Cathouse – Glasgow, UK
10/26/2024 Grand Social – Dublin, IR
10/28/2024 Exchange – Bristol, UK
10/30/2024 Effenaar – Eindhoven, NL
10/31/2024 Melkweg – Amsterdam, NL
11/02/2024 Club Volta – Cologne, DE
11/03/2024 Neushoorn – Leeuwarden, NL
11/04/2024 Logo – Hamburg, DE
11/06/2024 Stengade – Copenhagen, DK
11/07/2024 Valand – Gothenburg, SE
11/08/2024 Goldie – Oslo, NO
11/09/2024 Kollektivet Livet – Stockholm, SE
11/11/2024 Lacznick – Wroclaw, PL
11/12/2024 Gretchen – Berlin, DE
11/13/2024 Chemiefabrik – Dresden, DE
11/14/2024 Kasarna Karlin – Prague, CZ
11/15/2024 Kabinet Muz – Brno, CZ
11/16/2024 Turbina – Budapest, HU
11/17/2024 Szene – Vienna, AT
11/18/2024 Pont Rouge – Monthey, CH
11/19/2024 Exil – Zurich, CH
Source: Vampster
10.09.2024 - BANTAR: debütieren mit neuem Instrumental Post Rock Album “This Heat is Exhausting”
Mit “This Heat is Exhausting” wird am 8. November 2024 das neue Album der Instrumental Post Rock-Band BANTAR erscheinen. Es ist das erste Album des niederländischen Trios.
BANTAR Line-Up:
Marcel van de Graaf – Drums
Martijn Weyburg – Guitars, Bass, Keys
Frank Weijers – Guitars, Keys
BANTAR “This Heat is Exhausting” Tracklist
We’re Not There Yet
I Am Tired of This Mountain (Audio bei Bandcamp)
White Drone
A Sense of Purpose (Audio bei Bandcamp)
The Wrestler (Audio bei Bandcamp)
Into the Rabbit Hole
Muchos Problemas
Love Drugs Not War
Source: Vampster
10.09.2024 - GOD BULLIES: Video-Clip vom neuen Noise / Punk Rock Comeback Album “As Above, So Below” nach 30 Jahren

Die Noise / Punk Rock-Band GOD BULLIES kehren mit einem neuen Album zurück – und das nach 30 Jahren: “As Above, So Below”, das insgesamt fünfte Album der Band, ist am 4. Oktober 2024 via Reptilian Records erschienen.
“As Above, So Below” wurde von Sanford Parker bei Electrical Audio in Chicago produziert und von Collin Jordan gemastert. Nach “I Am Mighty” gibt es mit “Nice Place To Visit” nun einen weiteren Video-Clip.
GOD BULLIES Line-Up:
Father Hard – vocals
Scott Kodrik – guitar
Pat O’Harris – bass
Cliff Carinci – drums
GOD BULLIES “As Above, So Below” Tracklist
1. I Am Mighty (Video bei YouTube)
2. As Above, So Below
3. Lies (WWG1WGA)
4. Save Me
5. You Never Know
6. Help
7. You Call This Love (Audio bei Bandcamp)
8. Nice Place To Visit (Video bei YouTube)
9. Cops In Plain Clothes
10. We Are The Enemy
11. Fight The Fascist
12. Dem Bones
Source: Vampster
10.09.2024 - News: PIG to release new EP one day before North American tour

Photo Credit: E Gabriel Edvy Disciples of the Dirty and Damned anxiously await the Lard and Savior’s return to North American shores with PIG’s Heroin For the Damned Tour set to begin at Chicago’s ColdWaves on September 28. Commemorating the occasion will be the release of a new EP one day earlier [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - HORIZON IGNITED: neuer Song “Beneath The Dark Waters”
Melodic Death Metal aus Finnland: HORIZON IGNITED legen nach dem Album “Towards The Dying Lands” (2023) mit einer brandneuen Single nach: Zu “Beneath The Dark Waters” gibt es auch ein Musikvideo bei YouTube.
Die Formation erklärt zum Stück:
„’Beneath The Dark Waters’ ist für uns der erste Song, der seit über zwei Jahren veröffentlicht wird, was die Sache sehr aufregend macht! Auch wenn wir uns darüber sehr freuen, ist der Song selbst alles andere als fröhlich. Er ist dunkel, traurig und heftig, wenn es sein muss.
Der Song unterscheidet sich ziemlich von dem, was wir auf den ersten beiden Alben gemacht haben, aber ich denke, er klingt immer noch nach Horizon Ignited. Der Song ist nicht nur düsterer als das, was unsere Hörer vielleicht gewohnt sind, sondern er ist auch tiefer gestimmt und enthält im Bridge-Teil etwas finnische Sprache, was für uns eine Premiere ist. Keine Ahnung, ob wir das in Zukunft noch einmal machen werden, aber für diesen Song, der voller finnischer Melancholie ist, schien unsere Muttersprache hervorragend zu passen.
Ein neues Kapitel für die Band ist angebrochen und dies ist nur ein erster kleiner Vorgeschmack auf die Dinge, die da kommen!“
Produziert wurde “Beneath The Dark Waters” von Juho Räihä, Mix und Mastering übernahm Chris Clancy.
HORIZON IGNITED Line-up 2024
Okko Solanterä – Vocals
Johannes Mäkinen – Gitarre
Vili Vottonen – Gitarre
Miska Ek- Keyboards
Jiri Vanhatalo – Drums
Jukka Haarala – Bass
Source: Vampster
10.09.2024 - Bryan Zentz – Barada Trax Six (EP – Digital/Vinyl – Sonic Groove)

Bryan Zentz has been a dynamic force in the music scene for over 20 years,...
Source: Side Line
10.09.2024 - SNAKES IN THE PIT: neue Punk / Hardcore Single “Brothers’ Inn” mit Stevie Williams (CLOWNS)
Die Punk / Hardcore-Band SNAKES IN THE PIT hat mit “Brothers’ Inn” eine neue Single veröffentlicht. Der Song, bei welchem Stevie Williams (CLOWNS) mitwirkt, folgt auf das heurige Debütalbum der Hamburger “Hamburg City Hardcore”.
“”Brothers’ Inn” ist ein Song über das Wiederaufleben großartiger Erinnerungen und verrückter Zeiten mit deinen besten Freunden. Wir hätten keinen besseren Feature-Künstler als Stevie finden können, der für seine energiegeladene Performance mit der australischen Hardcore-Band CLOWNS bekannt ist. Wir freuen uns sehr, dass Stevie diesen Banger mit seinen charmanten Melodien und brutalen Schreien bereichert hat”, erklärt die Band.
SNAKES IN THE PIT “Brothers’ Inn” (Audio bei YouTube)
Source: Vampster
10.09.2024 - TR/ST Takes the Stage Once More in His Spellbinding Video for “Performance”

There’s a vulnerable beauty in stepping onto the stage and letting your heart lay bare, and with the title track “Performance,” TR/ST captures that very essence. Robert Alfons opens himself up to the audience, exposing a delicate balance of earnestness and heartbreak that resonates deeply. This single, a tantalizing glimpse of his upcoming album Performance set for release on September 13 via Dais Records, unfolds like a vivid dream—where raw emotion meets a shimmering synth backdrop. Alfons pulls us into his world, where each beat and breath is charged with profound sincerity, inviting listeners to linger in the bittersweet space between melancholy and euphoria.
In the accompanying video, Directed by Bryan M. Ferguson, Alfons enchants a rough-and-tumble roadhouse crowd with his celestial croon, leaving a trail of awe in his wake. He stumbles into a hostile hole, nerves frayed, facing the steely stares of the no-nonsense locals. Unease clings to him like smoke. But as karaoke kicks off, the icy hostility melts. The room’s mood shifts as the music spins, and the once stern faces soften, drawn into the evening’s entertainment.
With its dimly lit setting, the video is slightly reminiscent of Depeche Mode’s “It’s No Good.” However, here, Alfons croons and swoons with swagger more so like Chris Isaak in “Wicked Game,” his otherworldly vocal delivery adding a haunting layer to the scene. As Alfons navigates the smoky room, his voice cuts through the tension, weaving a spell that transforms the ordinary into the extraordinary, turning a simple performance into an intimate revelation.
Watch the video for “Performance” below:
TR/ST’s vocal delivery remains a piercing arrow shot through a moody mist, evoking the melancholic grandeur of ’80s New Wave but with a sharpened modern sheen. Alfons, who emerged onto the scene in 2010 with a distinctive mix of shadowy electronic pop and a flair for the dramatic, has always drawn deep from a well of influences—Bryan Ferry’s brooding charm, ABC’s glossy finesse, the reflective synths of China Crisis, Style Council’s smooth swagger, and the bright hooks of Scritti Politti. Yet, in Performance, he spins these inspirations into a complex web that captures his evolution—a sophisticated synth-pop saga that is anything but derivative.
Recorded amidst the sprawling, unforgiving landscape of Los Angeles—a city that pulses with both allure and unease—Performance simmers with a sense of dread, lust, and abandonment. Co-produced with Night Feelings, the album’s production is dense and hazy, awash with eerie synths, profound bass, and Alfons’ unmistakably bruised, crooning vocals. The album’s title, born from a friend’s quip about Alfons’ innately performative nature, speaks to the tightrope between beauty and bitterness that he so expertly treads.
In Performance, each track is a crucible of emotional intensity, balancing anthemic pop instincts with a stark, somber undercurrent. Here, the lushness of his melodies is met with an underbelly of turmoil—songs etched with guilt, haunted by ghosts, and stained with the residue of unresolved tensions. Alfons navigates this storm with both grace and grit, a provocateur at once liberated and burdened by the very act of performance.
Performance is a dreamy experience—immersive and intoxicating, constantly balancing between the seductive and the unsettling. Alfons wields his voice like a blade, cutting clean through the haze of his narratives with an unfiltered emotional intensity. In this nocturnal theater, he becomes both playwright and performer, with the masks of comedy and tragedy adorning his face with each song, revealing the dynamic interplay of the human spirit.
Listen to “Performance” below and pre-order the album here.
Performance by TR/ST
The journey continues this month as TR/ST embarks on an international tour that spans Europe, the UK, and North America, including stops at iconic venues like Los Angeles’ Novo, Chicago’s Metro, and Brooklyn Steel in New York. Find the full list of tour dates below and prepare to be enveloped in TR/ST’s atmospheric embrace.
TR/ST Live Dates:
Sep 30: Prague, CZ – MeetFactory
Oct 2: Krakow, PL – Kamienna
Oct 3: Warsaw, PL – Progresja
Oct 5: Bern, Switzerland – Gaskessel Bern
Oct 6: Munich, DE – Rote Sonne
Oct 7: Cologne, DE – Gebaude 9
Oct 10: Antwerp, BE – TRIX
Oct 11: Amsterdam, NL – Melkweg
Oct 12: Paris, FR – L’Olympia
Oct 15: Berlin, DE – Festsaal Kreuzberg
Oct 17: Stockholm, SE – Slaktkyrkan
Oct 18: Oslo, NO – Parkteatret
Oct 19: Copenhagen, DK – Loppen
Oct 22: Brighton, UK – Dust
Oct 23: London, England – Evolutionary Arts Hackney (EartH)
Oct 31: Washington, DC – The Atlantis
Nov 1: Brooklyn, NY – Brooklyn Steel
Nov 2: Boston, MA – The Sinclair
Nov 3: Philadelphia, PA – Underground Arts
Nov 6: Montreal, QC – SAT
Nov 7: Toronto, ON – Phoenix
Nov 8: Chicago, IL – Metro
Nov 10: Minneapolis, MN – Fine Line
Nov 12: Denver, CO – Summit
Nov 13: Salt Lake City, UT – Metro
Nov 15: Seattle, WA – The Crocodile
Nov 16: Vancouver, BC – Rickshaw
Nov 17: Portland, OR – Wonder Ballroom
Nov 20: San Francisco, CA – Regency Ballroom
Nov 21: Santa Ana, CA – The Observatory
Nov 22: Los Angeles, CA – Novo
Nov 23: San Diego, CA – Modernwav
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The post TR/ST Takes the Stage Once More in His Spellbinding Video for “Performance” appeared first on Post-Punk.com.
Source: Post-Punk.com
10.09.2024 - JORDAN RUDESS: neues Album “Permission To Fly” – Video zu “Embers”

JORDAN RUDESS hat eine neue Single veröffentlicht: Den Clip zu “Embers” gibt es via YouTube im Stream, zuvor war die Nummer bereits als Single erhältlich. Auch das Musikvideo “Shadow Of The Moon” steht dort bereit.
Auch den Track “The Alchemist” gibt es in Bild und Ton bei YouTube. Das Stück ist wie “Embers” ein Vorgeschmack auf das kommende Solo-Album des DREAM THEATER-Keyboarders, welches den Titel “Permission To Fly” trägt und am 6. September 2024 via InsideOut Music auf CD, Vinyl sowie digital erscheinen wird.
An “Embers” mitgewirkt haben zudem Schlagzeuger Darby Todd sowie Sänger That Joe Payne. Das Gitarrensolo stammt von Bastian Martinez. Rudess kommentiert:
“‘Embers’, die Initialzündung meines kommenden Albums, gibt den Ton für meine neueste musikalische Solo-Reise an. Ursprünglich für die innovative Plattform von Moises kreiert, fängt dieser Track einen sanfteren Vibe ein, der sich von den restlichen progressiven Stücken des Albums unterscheidet. Für die Prog-Fans da draußen: Keine Angst, dieses Album deckt die ganze Bandbreite meines musikalischen Ausdrucks ab, und ihr werdet eure Polymeter und Snarling Pigs bekommen. Die Inspiration für diesen Track fiel mit einem Projekt zusammen, für das ich gebeten wurde, für die App Moises zu arbeiten, eine Technologie, die Standard-Audiodateien in separate Tracks umwandeln kann und dabei auch Akkorde, Texte und mehr anzeigt. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Anhören von Embers und wenn ihr inspiriert seid, eure eigene musikalische Zusammenarbeit zu diesem Stück hinzuzufügen, könnt ihr es auf Moises ausprobieren.”
JORDAN RUDESS “Permission To Fly” Tracklist
The Final Threshold
Into the Lair
Haunted Reverie
The Alchemist (Video bei YouTube)
Embers (Video bei YouTube)
Shadow of the Moon (Video bei YouTube)
Eternal
Footstep in the Snow
Dreamer
Source: Vampster
10.09.2024 - Suburban Spell premiers ‘When I Die’ video now on Side-Line

Premiering now on Side-Line is the brand new Suburban Spell video for “When I Die”....
Source: Side Line
10.09.2024 - THAW: neues Experimental Black Metal Album “Fading Backwards” erscheint am 25. Oktober 2024

Mit “Fading Backwards” wird am 25. Oktober 2024 via Agonia Records das neue Album der Experimental Black Metal-Band THAW erscheinen.
Vorab gibt es den Opener “The Great Devourer” sowie als zweite Single den Track “Wartenberg Wheel” zu hören.
“Fading Backwards” ist das fünfte Album der Polen und wurde von Synthesizer-Spieler Haldor Grunberg und Gitarrist Krzysztof Kurek bei Satanic Audio gemixt und gemastert. Das Cover-Artwork stammt von Artur Masternak.
THAW “Fading Backwards” Tracklist
1. The Great Devourer (Audio bei Bandcamp)
2. A Place Where Repetition Dwells
3. Wartenberg Wheel (Audio bei YouTube)
4. In the Laughter and the Stride
5. Dissociate Me/Spreader Bar
6. Moral Justification of Selfishness
Source: Vampster
10.09.2024 - NIGHTWISH :: Neue Single „An Ocean Of Strange Islands“

Als Vorgeschmack auf ihr kommendes zehntes Studioalbum „Yesterwynde“ veröffentlichen die finnischen Symphonic Metal-Veteranen NIGHTWISH heute einen neuen Song. „An Ocean Of Strange Islands“ ist die dritte Single von NIGHTWISHs kommendem Studioalbum, das am 20. September das Licht der Welt erblicken wird.
Stream: https://nightwish.bfan.link/an-ocean-of-strange-islands.a02
Album-Order: https://nightwish.bfan.link/yesterwynde.a01
„The song ‚An Ocean Of Strange Islands‘ gives you sheer heaviness with its massive guitars, epic orchestrations and phenomenal vocals by Floor Jansen. Classic NIGHTWISH at its best! ‚An Ocean Of Strange Islands` takes us on the ultimate musical island-hopping adventure, reminding the adventurer that happiness is most joyous when shared.“
Source: Amboss-Mag.de
10.09.2024 - DIABLATION: erster Track vom neuen und letzten Black Metal Album “Irrévérence”
Die Black Metal-Band DIABLATION hat mit “Eternel” einen ersten Track ihres kommenden Albums “Irrévérence” veröffentlicht. Es ist nach “Allégeance” (2021) und “Par le feu” (2023) das dritte Album der Franzosen und soll auch das letzte Album der Band sein.
“Irrévérence” wurde von Sébastien Tuvi (THE ORDER OF APOLLYON) gemixt und gemastert und wird am 27. September 2024 via Osmose Productions erscheinen.
DIABLATION “Irrévérence” Tracklist
1. 144000
2. Eternel (Audio bei YouTube)
3. Purification
4. Par La Haine
5. Chrysanthèmes Au Nouveau Monde
6. Ad Universum
7. Le Dernier Roi
Source: Vampster
10.09.2024 - Aursjoen presents debut single and video: ‘Nytår’ – Out now

(Photo by David Kruschke) San Francisco-based artist Aursjoen presents her debut single “Nytår”. The new...
Source: Side Line
10.09.2024 - BLACK SUN: neues Album “Black Sun” – Lyric-Video “With Them Devils”
Die Melodic Metal-Band BLACK SUN meldet sich mit einem neuen Song zurück: Ein Lyric-Video zu “With Them Devils” ist ab sofort bei YouTube zu sehen.
Auch das Video “Rise” kann man sich bei YouTube anschauen. Der Track ist wie “Drown In Sin” ein Vorgeschmack auf das neue selbstbetitelte Studioalbum “Black Sun”, das am 6. September 2024 erschienen ist.
Die Single “Slay The Queen” kann man ebenso als Video bei YouTube sehen. Es ist der erste Track in neuer Besetzung, wie die ecuadorianisch-finnische Formation erklärt – neben Produzent und Gitarrist Nino Laurenne (THUNDERSTONE) ist auch Sängerin Netta Laurenne neu hinzugestoßen:
“Nachdem ich mit den Jungs als Produzent gearbeitet hatte, wurden wir richtig gute Freunde, was mich schließlich dazu brachte, Gitarrist in der Band zu werden. Der Beitritt zu Black Sun hat mich wirklich dazu gebracht, wieder in einer Band zu spielen, und ich kann es kaum erwarten, mit Santiago, Nicolas und Christopher auf die Bühne zu gehen. Und mit Netta am Gesang wird es der größte Tritt in den Hintern sein!”
BLACK SUN “Black Sun” Tracklist
1 Slay the Queen (Video bei YouTube)
2 With Them Devils (Lyric-Video bei YouTube)
3 The Mercenary
4 Drown In Sin (Video bei YouTube)
5 Reapers Of The Underworld
6 Awake
7 Stars
8 Rise (Video bei YouTube)
9 Revolution Now
10 Man Without A Shadow
BLACK SUN Line-up 2024
Gesang: Netta Laurenne
Schlagzeug: Nicolas Estrada
Bass: Santiago Salem
Gitarre: Christopher Grünberg
Gitarre: Nino Laurenne
Source: Vampster
10.09.2024 - Dero Goi (ex-OOMPH!) offers video single ‘Whistleblower’ ahead new album

Former OOMPH! frontman Dero Goi has released the video single for his latest track “Whistleblower”,...
Source: Side Line
10.09.2024 - News: Nick Cave and The Bad Seeds announce tour of U.S. and Canada in 2025

Hot on the heels of the release of the Wild God album post-punk and alternative rock stalwarts Nick Cave and The Bad Seeds have announced their Spring 2025 tour of the United States and Canada, marking the band’s first North American tour since 2018. The Wild God Tour kicks off on April 15 [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - What SUMMER BREEZE 2024 was like 2/4

You can read about day 1 here. The first “real” day started a little more quietly for many, but it got crowded at the latest during Blind Channel, when the midday sun slowly began to fade. In addition to their own songs, the “German anthem” in the form of Scooter was suddenly playing over the […]
Source: Orkus
10.09.2024 - SUMMER BREEZE 2024: Der Festivalbericht

Summer Breeze 2024 – Navigation
Dienstag, 13. August 2024
Soulprison Fall of Serenity Defocus Shredhead Disbelief Dark Tranquillity
Mittwoch, 14. August 2024
Blasmusik Illenschwang Brothers of Metal Sylosis The Amity Affliction Flogging Molly Emmure Meshuggah Equilibrium Hammerfall Lord Of The Lost Enslaved Aetherian
Donnerstag, 15. August 2024
Ignea Dynazty The Night Eternal Paleface Swiss The Black Dahlia Murder J.B.O. Fixation Blind Channel Jinjer Behemoth Architects Rotting Christ Dark Tranquillity The Ocean Siamese
Freitag, 16. August 2024
Svalbard Future Palace Warkings Voodoo Kiss Neaera Delain Memoriam Motionless In White Feuerschwanz Necrotted Callejon Amon Amarth Tenside Cradle of Filth Lordi Moonspell
Samstag, 17. August 2024
Samurai Pizza Cats Nestor Rise of the Northstar Before the Dawn Eclipse Unearth Orden Ogan Spiritbox Subway To Sally Heaven Shall Burn Unprocessed Cult of Fire Insomnium
Fazit Impressionen
Dienstag, 13. August 2024
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Vertrauen bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss es sich verdienen. Ein Glück also, dass die Veranstalter:innen des SUMMER BREEZE OPEN AIRs bereits in den vergangenen Jahrzehnten kräftig in Vorleistung gegangen sind. Pünktlich zur 25. Auflage geht man in Dinkelsbühl nämlich notgedrungen neue Wege: Ein Anreisekonzept für den vorgeschalteten Dienstag musste her, um gleich zweier Herausforderungen Herr zu werden. Neben einer Großbaustelle in der nahegelegenen Ortschaft waren es die vollkommen überfüllten Straßen aus dem Vorjahr, die vorab für Kopfzerbrechen sorgten.
2024 soll es also anders und hoffentlich besser funktionieren: Mit gedeckeltem Kontingent und gebuchten Zeitslots für die Frühanreise sollen die Blechlawine entzerrt und Stoßzeiten vermieden werden. Den Unmut derjenigen, die bei der Ticketvergabe leer ausgingen, besänftigt dieses System zwar kaum, dafür aber alle anderen Gemüter, die vor zwölf Monaten noch stundenlang in der behäbigen Metallkolonne ausharren mussten. Und tatsächlich: Die Organisation läuft besser an als gedacht, so dass über die offiziellen Kanäle schon vorzeitig die Nachmittagsbuchungen an die Einlasskontrolle gebeten werden können. Ein Erfolg, den wir selbst spüren, hatten wir doch wohl seit der ersten Dinkelsbühler Auflage im Jahr 2006 keine entspanntere Anfahrt.
Das Camp steht somit bereits am Vormittag, was uns in der beißenden Mittagshitze erlaubt, noch einmal in aller Seelenruhe die Eckdaten abzuklopfen, bevor am späten Nachmittag das Aufwärmprogramm den Startschuss setzt für fünf Tage Festivaltreiben voller Höhepunkte und Überraschungen. Wir meinen damit nicht allein die vier großen Headliner AMON AMARTH, ARCHITECTS, HEAVEN SHALL BURN und MESHUGGAH, welche ihren Beitrag leisteten, um insgesamt rund 45.000 Besucher:innen auf das ausverkaufte Gelände zu locken.
Neuer Look zum Jubiläum: Über den Campsite Circus wacht nun ein Horror-Clown
Zum Jubiläum hat sich das SUMMER BREEZE nämlich einige kleine wie unerwartete Kniffe einfallen lassen, welche bereits am heutigen Dienstag ihre Spuren hinterlassen sollen. Dabei sticht zuvorderst natürlich die Neugestaltung der ehemaligen Party Stage auf dem Camping-Areal ins Auge. Nicht nur scheint das Areal gefühlt ein weniger breiter angelegt, auch ein Wellenbrecher trennt nun die Action im vorderen Segment von der Verpflegungsmeile im hinteren Bereich, wo zudem ein überdimensionaler Clown seine Finger nach der Bühne ausstreckt.
Allein bei 34°C unter blauem Himmel macht sich der fehlende Slush-Eis-Stand aus dem Vorjahr schon kurz nach unserer Ankunft schmerzlich bemerkbar, weshalb wir uns nach kurzer Stärkung am Imbiss schnell in Richtung Bühne orientieren, wo die sich gemächlich setzende Sonne zumindest für ein paar schattige Flecken sorgt.
SOULPRISON
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Wie perfekt unser Timing dabei ist, wird uns schon nach wenigen Augenblicken bewusst: Denn allein vor der Sonne ist die Menschentraube vor den Brettern offenbar nicht geflohen. Vielmehr erwartet man bereits den inoffiziellen Festivalauftakt, der auch dieses Jahr in regionaler Hand liegt: Den Stuttgartern SOULPRISON wird diese Ehre zu teil, die sie gleich nonchalant mit einem krachenden Start zu nutzen wissen – um vor der Bühne aufzuräumen und um klarzustellen, was in den kommenden 40 Minuten auf den Campsite Circus zukommen wird.
Das brachiale „Resurrect“ spricht eine deutliche Sprache, der das Publikum offensichtlich gleichermaßen mächtig ist. In der Tat haben wir in diesen ersten Minuten keineswegs mit einem derart stattlichen Moshpit gerechnet, den SOULPRISON im Folgenden mit groovenden und schnellen Stücken gleichermaßen füttern. Der Thrash-Einschlag ihres kompromisslosen Hard- bzw. Metalcores treibt zwischendurch den Circle Pit an, bevor in „True Colors“ die erste Wall of Death des Festivals ineinanderkrachen darf.
Voller Körpereinsatz ist bei SOULPRISON an der Tagesordnung
Dass im Eifer des Gefechts gar ein leerer Bierbecher in hohem Bogen auf die Bühne segelt, sollte man eher als Zeichen vollen Körpereinsatzes denn als Kritik verstehen. Vielleicht legen sich alle Beteiligten in diesen Anfangsminuten sogar zu sehr ins Zeug: Mit einem Stromausfall kapituliert schließlich sogar die Technik vor der geballten Aggression, woraufhin die Show trotz Zugabe-Forderungen zu einem vorzeitigen Schluss kommen muss. Immerhin ist die kleine Tanzeinlage zum Schlagzeug als alternatives Ende nicht minder unterhaltsam.
Fotogalerie: SOULPRISON
FALL OF SERENITY
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Als primäre Leidtragenden dieser Komplikationen müssen sich FALL OF SERENITY anschließend in Geduld und dann Disziplin üben: Eine Dreiviertelstunde später als geplant darf die Melodic Death Metal-Band auf die Bühne und muss sich in der Folge von rund der Hälfte ihres Sets verabschieden. 20 Minuten Vollgas ohne Schnickschnack soll es dafür geben, bei der kleinere Ungereimtheiten im Sound letztlich zur Nebensache werden.
Was zählt, ist die Spielfreude des Quintetts und der Elan, den die aktuellen Stücke auf die Bühne bringen. Das fantastische „Darkness, I Command“ prescht nach vorne, bei „Chaos Reign“ darf der Campsite Circus kollektiv die Fäuste recken und im treibenden „Thy Pathway“ zum Abschluss etwas Staub aufwirbeln. Ein starker, wenn auch viel zu kurzer Auftritt einer sympathischen Band, die mit diesem Circle Pit aber immerhin ein Ende bekommt, das ihrer würdig ist.
FALL OF SERENITY Setlist – ca. 20 Min.
1. To Tear The Flesh2. Chaos Reign3. I Don’t Expect I Shall Return4. Darkness, I Command5. Thy Pathway
Fotogalerie: FALL OF SERENITY
DEFOCUS
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Ähnlich wie das Gesamtprogramm des Festivals ist auch der heutige Vortag stilistisch breit aufgestellt. DEFOCUS in der Mitte des Ablaufplans zu platzieren, scheint uns daher ein kluger Schachzug. Immerhin ist der moderne Metalcore des Quartetts mitsamt seiner groovenden Djent-Anleihen der ideale Eisbrecher, um in den sommerlichen Abendstunden auch diejenigen zu mobilisieren, die zuvor noch durch die erbarmungslose Sonne lahmgelegt waren.
Wie das auszusehen hat, machen DEFOCUS gerne und bereitwillig vor. Vor allem Gitarrist Bambam setzt in aller Regelmäßigkeit zu waghalsigen Sprüngen und Martial-Arts-Demonstrationen an, bis es ihn schließlich in „Let The Bond Be My Grave“ nicht einmal mehr auf der Bühne hält. Von der nahegelegenen Aussichtsplattform heizt der Musiker die Meute an, ohne natürlich die eine oder andere Rockstar-Pose zu vergessen.
Mittels maximaler Intensität empfehlen sich DEFOCUS für das Hauptprogramm
Auf den knackigen Breakdown von „Biased“ folgt schließlich eine beachtliche Wall of Death in „Disease“, für welche die Formation sogar zusätzliche Sicherheitsausrüstung mitgebracht hat: Anders können wir uns die Schwimmnudeln jedenfalls nicht erklären, welche vor der Einlage an die motivierten Fans ausgehändigt werden. Klar, so skurril wie eine GUTALAX-Show ist das nachfolgende Bild nicht, in Erinnerung bleibt uns der Poolpasta-Salat dennoch.
Weil DEFOCUS darüber hinaus mit dem nachdenklichen „Don’t Let It Hurt Me“ auch Zeit für einen Ruhepol finden, nutzt sich der sonst auf maximale Intensität getrimmte Cocktail nicht ab. Klare Sache: Ein besseres Empfehlungsschrieben für einen künftigen Slot auf der Rebel Stage kann man wohl nicht abliefern.
DEFOCUS Setlist – ca. 45 Min.
1. Thoughts Of A Vision2. Biased3. Disease4. Let The Bond Be My Grave5. Consumed By You6. Common Grave7. Don’t Let It Hurt Me8. Flatlines9. Tides10. Crooked Mind
Fotogalerie: DEFOCUS
SHREDHEAD
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So langsam zieht man auf dem Campsite Circus die Daumenschrauben an. SHREDHEAD bringen nicht nur eine kompromisslose Härte nach Dinkelsbühl, auch der unwiderstehliche Groove holt uns binnen Sekunden ab. Obgleich wir uns nach den Strapazen des Tages lieber nicht in die Mitte des Pits wagen, setzt sich unsere Nackenmuskulatur doch wie von Geisterhand in Bewegung, wenn „Burn Your Master“ oder „The Rope“ über das Areal hereinbrechen.
Die Stimmung im Zentrum ist ausgelassen, die Band gut aufgelegt, so dass gerade der harte Kern im Getümmel gar nicht so mitbekommt, was sich über den Köpfen der Besucher:innen abspielt. Blitze und dunkle Wolken am Horizont sorgen hier und da für besorgte Blicke, ob sich des Nächtens nicht doch noch etwas zusammenbraut. Es spricht somit für die energische Darbietung SHREDHEADs, wenn die volle Aufmerksamkeit dem Circle Pit gilt. Dabei warnen die Israelis das SUMMER BREEZE doch höchstselbst vor einer unangenehmen Überraschung: „Risk Of Rain“ quittieren die Fans ob der ausgelassenen Stimmung aber lieber mit ein paar Crowdsurfern.
Fotogalerie: SHREDHEAD
DISBELIEF
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Wir müssen lange überlegen, wann wir DISBELIEF das letzte Mal live erleben durften. Irgendwie hat es nie gepasst, wenn die Death-Metal-Veteranen doch mal in der Stadt waren. Umso freudiger stellen wir nun fest, wie gut sich die Mannen um Frontmann Jagger nicht nur in unserer Erinnerung gehalten haben. Mit fettem Sound und dem bandtypisch unbarmherzigen Groove überrollen uns neue wie alte Songs gleichermaßen.
Ob DISBELIEF in „Killing Karma“ etwas stärker aufs Tempo drücken oder im atmosphärischen „A Leap In The Dark“ ihre klassischen Stärken ausspielen: Sonderlich gut werden unsere Halswirbel am nächsten Morgen sicherlich nicht auf uns zu sprechen sein. Dass abseits fliegender Haarbüschel auf und vor den Brettern relativ wenig Show geboten wird, stört daher nicht im Geringsten. Das inszenatorische Highlight, als sich Sänger Jagger für das genannte „A Leap In The Dark“ kurzzeitig eine weiße Maske im Porzellan-Look übers Gesicht zieht, bleibt wohl auch deshalb im Gedächtnis hängen.
DISBELIEF spielen heute Abend gezielt ihre Stärken aus
Stärker aber noch beeindruckt die Setlist, welche mit „Navigator“ einen Gruß an alle Weithergereisten hinausschickt, bevor Jagger mit dem Klassiker „Sick“ fast 20 Jahre später die „heilige Zeit in Abtsgmünd“ heraufbeschwört. Tatsächlich haben wir seinerzeit 2005 am alten Standort nicht nur DISBELIEF-, sondern auch persönliche Festivalpremiere gefeiert. Ein wenig Nostalgie sei uns in diesen Minuten also vergönnt, welche die Formation als Krönung einer starken Show mit dem wunderbaren „Rewind It All (Death Or Glory)“ ein weiteres Mal zu füttern weiß.
Fotogalerie: DISBELIEF
DARK TRANQUILLITY
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Dark Tranquillity-Sänger Mikael Stanne – Foto vom Donnerstag, 15.08.2024
Eigentlich hätte es das ja sein sollen mit Konzert-Programm für den Dienstag, doch dann kommt doch alles ein wenig anders als gedacht. Dass sich DARK TRANQUILLITY nicht einfach mit einer Frage-Antwort-Session zum neuen Album zufriedengeben würden, sorgte letztlich für eine faustdicke Überraschung auf dem Campsite Circus. Wenn man schon einmal da sei, könne man ja gleich noch ein bisschen mit den eigenen Fans feiern: Aber nicht einfach irgendwie, sondern mit einem speziell zusammengestellten Set, das neben zahlreichen Klassikern und Raritäten sogar mehrere Live-Premieren umfasst.
Von „The Treason Wall“ über “Single Part Of Two” bis hin zu “Format C: For Cortex” tischen uns die Göteborger rund die Hälfte ihres Klassiker-Werks „Damage Done“ (2002) auf und ergänzen diese Auslese bei tollem Soundmix um lange nicht gehörte Kompositionen à la „One Thought“ oder „The Fatalist“. Doch egal, ob DARK TRANQUILLITY nun mit dem wundervollen „Lethe“ einen Ausflug in die Neunziger wagen oder mit dem nie vor Publikum dargebotenen „Remain In The Unknown“ aktuelles Material vortragen, gehuldigt wird in dieser Dienstagnacht jedem Song gleichermaßen.
DARK TRANQUILLITY überraschen mit Klassikern und Live-Premieren
Dark Tranquillity auf dem Summer Breeze 2024 – Fotos vom Donnerstag, 16.08.2024
Das breite Grinsen vieler Anhänger:innen ist auch uns ins Gesicht geschrieben, weil wir hier in vergleichsweise intimem Rahmen einen unserer absoluten Lieblingsacts erleben dürfen; weil die Songauswahl einen besondere Aura in die angenehm kühle Nachtluft zaubert und weil diese Bindung zwischen Band und Publikum irgendwie magisch erscheint. Natürlich ist dieser Eindruck geprägt von subjektiver Wahrnehmung, doch ganz leugnen kann man dieses innige Verhältnis zwischen DARK TRANQUILLITY und dem SUMMER BREEZE OPEN AIR wohl nicht: Bereits zum achten Mal stehen die Schweden hier auf den Brettern, was mit zwei ganz besonderen Aufführungen gefeiert werden soll: Sowohl „Faithless By Default“ als auch das progressiv angehauchte „Empty Me“ feiern heute Live-Premiere – immerhin sei man als Band nun endlich gut genug, den letztgenannten Track vor Publikum umzusetzen, witzelt der immer sympathische Frontmann Mikael Stanne vor dem Show-Finale.
Sicherlich ein Highlight des 60-minütigen Auftritts, dem man aber noch ein kleines Schmankerl im Nachgang zur Seite stellt: Nicht nur Autogramme dürfe man sich im Anschluss bei der Band abholen, auch das brandneue Studioalbum „Endtime Signals“ kann auf dem SUMMER BREEZE bereits vor dem offiziellen Release am Freitag erstehen. Da nimmt man sich doch gerne noch ein paar Minuten mehr Zeit als geplant.
DARK TRANQUILLITY Setlist – ca. 60 Min.
1. The Treason Wall2. One Thought3. The Fatalist4. Nothing To No One5. Single Part Of Two6. Remain In The Unknown7. Format C: For Cortex8. Lethe9. Damage Done10. Cathode Ray Sunshine11. Faithless By Default12. Final Resistance13. Empty Me
Mittwoch, 14. August 2024
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Guten Morgen, Sonnenschein! Wenn selbst die musikalische Morgenuntermalung plötzlich wohlige Gefühle auslöst, dann weißt du, dass du zu Hause bist. Zwar muss der Pavillon nach den nächtlichen Windböen mit etwas Panzertape wieder in Form gebracht werden, der große Regen blieb jedoch glücklicherweise aus. Somit dürfte auch das eigentliche Festivalgelände dem bevorstehenden Ansturm gewappnet sein, wo uns ab 15 Uhr ein abwechslungsreiches und vor allem volles Programm erwartet: Den Headliner MESHUGGAH wollen wir natürlich ebenso mitnehmen wie die Dark-Metal-Größe LORD OF THE LOST und die Folk-Punk-Veteranen FLOGGING MOLLY.
Außerdem erwartet uns neben diversen Künstlern der „Nuclear Blast Label Night“ auch der ominöse „Surprise Act“ auf der Rebel Stage. Gerätselt hat man im Vorfeld viel, zumal schnell die Runde machte, dass auf dem Rücken des offiziellen Festivalshirts ganze drei zusätzliche Namen Platz gefunden haben. Stecken hinter der Ankündigung nun GUTALAX oder MR. HURLEY UND DIE PULVERAFFEN? Und warum haben HAMMERFALL spontan für Mittwochnachmittag ein Meet & Greet angekündigt? Wir haben schon eine leise Vorahnung und es ist leider keine Kollaboration aus allen drei Parteien, obwohl Klobürsten schwingende Krieger in stählerner Rüstung auf der blauen See sicherlich eine gute Figur machen würden.
Als wir jedenfalls schweißgebadet das Infield betreten, fällt uns die Orientierung denkbar einfach. Das leicht abschüssige und daher sehr übersichtliche Gelände bietet mehr als genug Platz für bis zu 45.000 Gäste, die sich je nach Laune auf die drei Bühnen, ebenso viele Einkaufsmeilen und Imbissbuden samt Biergarten verteilen.
BLASMUSIK ILLENSCHWANG
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Zunächst aber drängt die Masse über den T-Square zur zugehörigen Bühne, wo auch 2024 eine liebgewonnene Tradition herbeigesehnt wird. Weshalb die Festivaleröffnung durch die lokale BLASMUSIK ILLENSCHWANG für tausende Besucher:innen ein Pflichttermin ist, erfahren wir unmittelbar nach dem Einmarsch der Musikanten: Es vergehen wortwörtlich Sekunden, bis die ersten Crowdsurfer:innen auf den Händen nach vorne gereicht werden, während sich die stetig wachsende Polonaise einen Weg durch die Menge bahnt.
Textsicher und in Partylaune zeigt sich das SUMMER BREEZE, wenn nach dem obligatorischen „Grüß Gott, ihr Freunde“ so beliebte Evergreens wie „Die Fischerin vom Bodensee“ oder „Auf der Vogelwiese“ angestimmt werden. Dazwischen schwingt man den überdimensionalen Bierkrug zu „Ein Prosit der Gemütlichkeit“, um in der Nachmittagshitze ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen. Die Spritreserven braucht man in Dinkelsbühl schließlich, um zum FÄASCHTBÄNKLER-Cover „Ein Leben lang“ hüpfender Weise eine Art Circle Pit anzutreiben oder mittels Wall of Death und Ruder-Übungen den staubigen Boden vor der T-Stage umzupflügen.
Der traditionelle Auftakt mit der BLASMUSIK ILLENSCHWANG wird erneut zum Fest
Selbst an trockene Kleidung hat das Orchester diesmal gedacht: Alle jene, die es schon zum Auftakt übertrieben haben, können direkt vor Ort frische Klamotten erstehen – diesmal sogar in schwarz, wie uns Dirigent Martin Krauß unter Jubel wissen lässt. Eine Gratis-Kostprobe verteilt der Leiter des Gespanns so denn an eine offenbar nicht adäquat gekleidete Besucherin: Immerhin müsse man sich bei diesen Temperaturen unbedingt vor der unbarmherzigen Sonne schützen.
Der Main Stage hat das SUMMER BREEZE zum Jubiläum ein Upgrade spendiert
Am anderen Ende des Geländes sind die Bedingungen natürlich ähnlich: Schatten ist auf dem sogenannten Battlefield rares Gut, weshalb die wenigen Plätze unmittelbar vor der Main Stage schnell belegt sind. Dort ist man nicht nur von den Sonnenstrahlen bestens geschützt, auch genießt man perfekten Blick auf die Bühne, die zum Jubiläum in neuem Gewand erstrahlt. Die beliebten Gargoyles, die nach der Pandemie nur in animierter Form über die gigantischen Leinwände flimmern durften, rahmen die Aufbaut endlich wieder ein und geben so dem Festivalgelände ein wenig klassischen Charakter zurück.
BROTHERS OF METAL
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Die Show stehlen können die beiden Skulpturen dem ersten Act derweil nicht: BROTHERS OF METAL werden bereits von einer eingefleischten Fangruppe sehnlichst erwartet, die ihrerseits teils in Barbaren-Gewand, teils als Götter verkleidet das Areal unsicher macht. Das bleibt auch der sympathischen Band nicht verborgen, die kurzerhand „Theft Of The Hammer“ dem jungen Mann in Thor-Montur widmet, nachdem das SUMMER BREEZE zuvor in „Njord“ bereits fleißig auf- und abgesprungen war.
Man müsse schließlich etwas gegen die kalten Temperaturen unternehmen, witzelt Erzähler Mats Nilsson, dessen Bühnenpräsenz trotz geringerer Gesangsanteile der seiner Kolleg:innen ebenbürtig ist. Klar, drei Gitarristen sind für die Musik BROTHERS OF METALs eigentlich nicht nötig, die sichtbare Spielfreude des Gespanns, welcher Sängerin Ylva Eriksson zudem die richtige Ladung Power und Emotion zur Seite stellt, triumphiert letzten Endes aber ohnehin über jegliche nüchterne Logik.
BROTHERS OF METAL sind sich ihrer Rolle bewusst und zelebrieren ihren Kitsch mittels eingängiger Hits
Zumal die besten Geschichten ohnehin das Festival selbst schreibt: Dass zu „Powersnake“ etwa ein aufblasbares Gemächt sein Unwesen im Publikum treibt, ist Situationskomik par excellence und in einer kruden Weise auch sinnbildlich für die Philosophie der Schweden. Klischee und Kitsch liegen hier nah beieinander, doch sind sich BROTHERS OF METAL ihrer Rolle stets bewusst, ohne sich als Quatschköpfe zu inszenieren. Das beweist die Truppe spätestens mit eingängigen Hits à la „The Other Son Of Odin“ oder der beliebten Powerballade „Yggdrasil“, die auch heute nicht im Set fehlen darf.
BROTHERS OF METAL Setlist – ca. 60 Min.
1. The Death Of The God Of Light2. Prophecy Of Ragnarök3. Njord4. Ride Of The Valkyries5. Powersnake6. Theft Of The Hammer7. Yggdrasil8. The Other Son Of Odin9. The Mead Song10. One11. Defenders Of Valhalla
Fotogalerie: BROTHERS OF METAL
SYLOSIS
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Ernste Mienen statt lachender Gesichter begrüßen uns indes an der T-Stage, wo SYLOSIS um Gitarrist und Sänger Josh Middleton (ex-ARCHITECTS) die „Nuclear Blast Label Night“ mit einem regelrechten Sturm einläuten. Folglich dreht sich der Circle Pit in „Poison For The Lost“ bereits nach wenigen Sekunden und das nicht zum letzten Mal in den kommenden Minuten.
Dafür sorgen moderne Thrash-Knaller à la „I Sever“, welchen die Band in gleichen Teilen groovende Brecher zum Haareschütteln zur Seite stellt. Wie gut das vor der T-Stage ankommt, zeigen die zahllosen Fäuste, die „Pariahs“ bzw. „The Blackest Skyline“ begleiten und nur für die Wall of Death in „Stained Humanity“ anderweitigen Einsatz finden. Dank sauber gespielter Soli und eines gewohnt tighten Ali Richardson (BLEED FROM WITHIN) hinter dem Schlagzeug überzeugen SYLOSIS das SUMMER BREEZE im Handumdrehen von den Vorzügen ihres größtenteils aktuellen Materials.
SYLOSIS Setlist
1. Poison For The Lost2. Pariahs3. I Sever4. Stained Humanity5. The Blackest Skyline6. Altered State Of Consciousness7. A Sign Of Things To Come8. Worship Decay9. Deadwood
Fotogalerie: SYLOSIS
THE AMITY AFFLICTION
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Während THE AMITY AFFLICTION derzeit ihre Club-Konzerte zum Zehnjährigen ganz im Zeichen ihrer Platte „Let The Ocean Take Me“ (2014) halten, spendieren die Australier den europäischen Festivals eine bunt gemischte Platte aus bewährten Hits und erlesenen Klassikern. Doch egal, was letztendlich auf der Setlist geschrieben steht, kennen die zahlreich erschienenen Fans ohnehin jede Silbe des umfassenden Backkatalogs auswendig – selbst wenn der Sound wie heute aufgrund des präsenten Basses so manches Detail verschluckt.
Dafür gibt es in 60 Minuten quasi das Maximum an Musik: Statt langer Ansagen folgt ein Track auf den nächsten, so dass die Ausdauer der enthusiastischen Anhänger:innen auf die härteste aller Proben gestellt wird. Dass dem Circle Pit in „All My Friends Are Dead“ darüber hinaus durch meterhohe Flammenwerfer zusätzlich Feuer unterm Hintern gemacht wird, ist diesbezüglich sicherlich nicht hilfreich.
Zwischen Crowdsurfern und Hochzeitsantrag haben die Grabenschlampen im Fotograben alle Hände voll zu tun
Schlapp machen will trotzdem niemand, zumal der Strom an Crowdsurfern während „Death’s Hand“ und „My Father’s Son“ gar nicht mehr abzn scheint – sogar der eine oder andere Rollstuhlfahrer versucht hier sein Glück und sorgt bei den unermüdlich rackernden Grabenschlampen für Überstunden im Fotograben. Dabei war es dort nur wenige Minuten vorher noch zu einem ganz besonderen Augenblick gekommen, als ein Mitglied der Security seiner nun bald besseren Hälfte die Frage aller Fragen stellte. So viel Romantik blieb selbst Shouter Joel Birch nicht verborgen, der das überwältigte Pärchen kurzerhand in den Arm nahm.
Auszusetzen gibt es an dieser Vorstellung somit eigentlich rein gar nichts, zumal Aushilfsbassist und Sänger Tim Beken (TRUE NORTH) in Vertretung für Ahren Stringer eine ausgezeichnete Performance abliefert.
THE AMITY AFFLICTION Setlist – ca. 60 Min.
1. Pittsburgh2. All My Friends Are Dead3. Drag The Lake4. Show Me Your God5. Death’s Hand6. My Father’s Son7. It’s Hell Down Her8. I See Dead People9. Like Love10. Open Letter11. Lost & Fading12. Give It All13. Don’t Lean On Me14. Soak Me In Bleach
Fotogalerie: THE AMITY AFFLICTION
FLOGGING MOLLY
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„That’s alcohol abuse for God’s sake!” Bei Guinness hört für Sänger Dave King der Spaß offensichtlich auf. Der augenzwinkernde Tadel jedenfalls galt einem Fan in den vorderen Reihen, dem zum Auftakt der Show die ihm zugeworfene Bierdose unglücklich durch die Finger glitt. Dass es der Frontmann mit der gespielten Empörung nicht ganz so ernst meint, ist freilich keine wirkliche Überraschung, gilt für FLOGGING MOLLY in den nächsten 80 Minuten doch vornehmlich eine Devise: Dinkelsbühl soll trinken, feiern und die Sorgen vergessen.
Ein Kredo, das man auf dem Battlefield nur zu gerne beherzigt: Zum Opener „Drunken Lullabies“ geht es vor der Bühne recht gedrängt zu, während man den Platz am Rand gerne nutzt, um das Tanzbein zu schwingen. Dass bei so viel Unbeschwertheit auch der eine oder andere Tropfen Gerstensaft auf der trockenen Erde landet, behalten wir aus Sorge um Kings Nerven lieber für uns. Anders als bei der Guinness-Dose zu Beginn ist hier nämlich nichts mehr zu retten.
FLOGGING MOLLY trotzen den Regentropfen mit guter Laune
Dass der Alkohol auch sonst in Strömen fließt – nur eben vornehmlich die Kehlen der feierwütigen Fans hinab -, ist dem belebenden Folk Rock FLOGGING MOLLYs zu verdanken, der in „Whistles The Wind“ zum Schunkeln einlädt, in „The Hand Of John L. Sullivan“ das Taktgefühl der Meute auf die Probe stellt und sich in „Devil’s Dance Floor“ schließlich dank Whistle-Begleitung und einer Menge Elan nicht mit bloßem Stillstehen zufriedengibt. Gut gekleidet und lebenslustig trotzen die Iren schlussendlich sogar dem unerwarteten Wetterumschwung, so dass nicht einmal die fallenden Regentropfen unserer guten Laune etwas anhaben können.
FLOGGING MOLLY Setlist – ca. 80 Minuten
1. Drunken Lullabies2. The Hand Of John L. Sullivan3. (Try) Keep The Man Down4. Whistles In The Wind5. Life In A Tenement Square6. A Song Of Liberty7. Tobacco Island8. The Croppy Boy ‘989. Float10. Rebels Of The Sacred Heart11. Devil’s Dance Floor12. Crushed (Hostile Nations)13. If I Ever Leave This World Alive14. These Times Have Got Me Drinking / Tripping Up The Stairs15. What’s Left Of The Flag16. Seven Deadly Sins
Fotogalerie: FLOGGING MOLLY
EMMURE
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Wir müssen zugeben: So richtig warm geworden sind wir mit EMMURE bislang nie. Die pure Mosh-Maschine aus tief gestimmten Gitarren und Bollo-Riffs wird uns auf Platte schnell eintönig, weshalb wir eher mit gedämpften Erwartungen zur T-Stage eilen. Dort hat sich um kurz vor acht und zu unserer Überraschung allerdings eine durchaus stattliche Hörerschaft eingefunden, die ihrerseits gar nichts anderes erwartet als den puren Abriss.
Eben jenen liefert die Metalcore-Band auf kompromisslose und brettharte Weise, obgleich Shouter Frankie Palmeri zumindest anfangs mit der Resonanz noch nicht ganz zufrieden scheint. Abseits der engagierten Mitte ist die Rückmeldung zunächst noch verhaltener, auch wenn „Shinjuku Masterlord“ oder das zum Springen einladende „(F)inally (U)nderstanding (N)othing“ im Live-Kontext eine Menge Dampf machen. Somit bekommt der harte Kern exakt das, was er verlangt – nur uns holen die gut aufgelegten EMMURE mit ihrer recht gleichförmigen Masche leider auch heute nicht ab, weshalb wir es bei einem kurzen Abstecher belassen und uns programmtechnisch bald wieder neu orientieren.
Fotogalerie: EMMURE
MESHUGGAH
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Wie sehr bei MESHUGGAH jede Kleinigkeiten absolut akribisch durchgeplant ist, bekommen die zahlreichen Fotografen zu spüren, die eben nicht wie üblich während der ersten drei Songs den Auslöser bedienen dürfen, sondern einen Zeitslot inmitten des Sets zugeteilt bekommen. Eigentlich also exakt so, wie während der identischen Headline-Tournee im Frühjahr.
Ein Grund für diese Entscheidung liegt auf der Hand: Das eröffnende „Broken Cog“ spielt sich als überlang inszeniertes Intro überwiegend in Dunkelheit ab, wobei die Musiker rhythmisch von ihrer Rückseite aus beleuchtet werden. Die mannshohen Aufsteller, die hier als Lichtspender dienen, sind nur ein Teil der perfekt ausgeklügelten Lightshow, welche jeden Rhythmuswechsel und jede noch so kleine Akzentuierung von Drummer Thomas Haake miteinkalkuliert.
MESHUGGAH spielen ein makelloses und akribisch durchgeplantes Set
Polyrhythmik und vertrackte Grooves gehören ebenso zur Grundausstattung wie die steril-kalte Atmosphäre, welche durch lange Interludes und eine massive Soundwand verstärkt werden. Liebhabern des charakteristischen Sounds der Schweden kredenzen MESHUGGAH ein makelloses, wenngleich routiniert heruntergespieltes Set, das Aktuelles („Kaleidoscope“) und Althergebrachtes („Perpetual Black Second“) gleichermaßen in Betracht zieht und mit dem abermals aufwühlenden Doppel „In Death – Is Life“ sowie „In Death – Is Death“ den Szenenwechsel auf der Stage mit einem Paukenschlag vollzieht.
Einzig der Blick über das Areal bestätigt unsere vorausgehende Skepsis: So erfolgreich die Skandinavier für eine Extrem-Metal-Band sein mögen, als Headliner der Main Stage sind MESHUGGAH bei allem Respekt offenbar nicht die populärste und somit perfekte Wahl. Für einen Hauptact jedenfalls steht gerade im hinteren Bereich des Battlefields noch reichlich Raum zur Verfügung.
Fotogalerie: MESHUGGAH
EQUILIBRIUM
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Das genaue Gegenteil erleben wir gegenüber an der T-Stage, wo das Publikum weit bis in den eigentlichen Durchgangsbereich steht. Ist es das musikalische Kontrastprogramm oder die besondere Stellung, die EQUILIBRIUM hier im Süden Deutschlands genießen? Die Wertschätzung jedenfalls gibt die Formation gerne zurück, als Sänger Fabian Getto von der „schönsten Heimat, die man sich vorstellen kann“ spricht. Bevor jedoch zum damit angekündigten „Heimat“ gesprungen werden darf, recken die Anhänger:innen vor der Bühne zu tausenden die Smartphone-Lichter, um der Single „Cerulean Skies“ das passende Ambiente zu schenken.
Obgleich EQUILIBRIUM ihre Show hier und da mittels einiger Spezialeffekte untermalen, ist es aber wie schon auf dem WISDOM TOOTH FESTIVAL der neue Frontmann selbst, der uns am meisten beeindruckt. Nicht nur stimmlich verschmelzt Getto moderne Klangfarben mit den aggressiven Screams alter Klassiker, auch sonst wirkt die explosive Bühnenpräsenz des Shouters ungemein aufrüttelnd. Die Wall of Death zum Evergreen „Blut Im Auge“ ist allein aus diesem Grund quasi Ehrensache. Den einzigen kleinen Dämpfer versetzten uns derweil MESHUGGAH: Durch deren Extrawurst schafften wir es am T-Square nicht mehr rechtzeitig in den Fotograben – C’est la vie.
HAMMERFALL (Surprise Act)
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Meine Güte, was ist denn hier los? Uns schwant schnell Übles, als wir uns durch die Mengen in Richtung der nahegelegenen Rebel Stage durchschlagen. Regelrechte Zuschauerhorden blockieren das gesamte Areal, um irgendwie einen Blick auf die kleine Stage zu erhaschen, wo für dreiviertel elf ein Überraschungsgast angekündigt ist. Über zwei Dekaden soll jener schon auf dem Buckel haben und eigentlich deutlich größere Bühnen unsicher machen. Von eher abstrusen Tipps wie BÜLENT CEYLAN bis hin zu GUTALAX und MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN reicht die Fantasie der Anwesenden, bei denen sich der wahrscheinlichste Kandidat offenbar doch noch nicht herumgesprochen hat.
Dass es letztendlich HAMMERFALL sind, die ihr neues Album „Avenge The Fallen“ (2024) vorstellen, war angesichts der spontan angekündigten Meet-and-Greet-Session nebenan ein offenes Geheimnis. Mächtig feiern lassen sich die Schweden nach dem Auftakt „Heeding The Call“ dennoch – fehlenden Spaß an der Sache kann man Joacim Cans und seinen Mannen auch heute nicht vorwerfen. In eine Dreiviertelstunde packt das Quintett diesmal zwar keine aufwendige Pyroshow, dafür aber sogar mit „Hail To The King“ und „The End Justifies“ zwei brandneue Stücke, die durch solche bewährten Live-Hits wie „Any Means Necessary“, „Last Man Standing“ oder natürlich „Hearts On Fire“ komplettiert werden.
Durch den hohen Andrang verstopfen HAMMERFALL zwischenzeitlich die Laufwege
Alles in allem eine kurzweilige Angelegenheit, die aber unter den Rahmenbedingungen zu leiden hat: Einen solchen Act während der Stoßzeit auf die kleinste der drei Infield-Bühnen zu packen, entpuppt sich leider schnell als gut gemeinte Schnapsidee. Wäre an der T-Stage ein vergleichbarer Publikumsandrang an den wichtigsten Laufwegen vorbei gelenkt worden, ist auf dem zentral gelegenen Feld nun kaum noch ein Durchkommen möglich – fatal auch, weil zu jener Stunde immer noch das Mainstage-Publikum nach dem Headliner in Richtung Campingplatz strömt.
Fotogalerie: HAMMERFALL
LORD OF THE LOST
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So richtig weiß man vorab nie, was mein bei LORD OF THE LOST bekommt. Ihren Backkatalog halten die Hamburger für gewöhnlich in Ehren: Auch die großen Hits müssen mal pausieren, um einem seltener gespielten „Deep Cut“ zu weichen. Eine ganze Reihe Evergreens hat man sich für das SUMMER BREEZE dennoch aufgespart, um das wirklich breitgefächerte Set aus Alt und Neu auszuschmücken. Dabei heißt es visuell klotzen statt kleckern, wenn bereits im eröffnenden „The Curtain Falls“ die erste Reihe im Flammenschein gegrillt wird.
Als Fan wird man unterdessen gerne Teil des Barbecues, wenn im Gegenzug die Band zum Greifen nah scheint. Zumal Frontmann Chris Harms sich heute erstaunlich demütig zeigt. Man habe in Dinkelsbühl noch nie vor einer solch großen Zuschauerschaft gespielt, teilt er uns mit, um wiederholt die Dankbarkeit der Band für dieses Privileg zum Ausdruck zu bringen.
LORD OF THE LOST halten heute nicht zurück
Noch erhebender als diese Worte ist allerdings die nahezu makellose Performance des Sextetts, das uns heute dank des klaren Soundmix vor allem hinsichtlich der Keyboard-Arrangements beeindruckt. Hier merken wir erst den Zugewinn, den Neuzugang Benji für LORD OF THE LOST darstellt. In Zusammenspiel mit Kollege Gared Dirge erlangen Stücke wie eben „The Curtain Falls“ oder „Seven Days Of Anavrin“ eine völlig neue Dimension.
Glück haben wir zudem mit dem größten Teil der Setlist: Statt Cover-Nummern dreht die Formation für ihren Diskografie-Querschnitt an der Härteschraube, um mittels „The Future Of A Past Life“, „Fists Up In The Air“ oder „Full Metal Whore“ den moshfreudigen Besucher:innen mehr als nur eine Steilvorlage zu bieten. In Verbindung mit bewährten Hits der Marke „Lorelei“ oder „Drag Me To Hell“ laden LORD OF THE LOST alle Ecken ihres bunten Fanlagers mit ins Boot.
Sänger Chris Harms geht im Fotograben auf Tuchfühlung
Dass sich in selbigem nicht einmal der Kapitän zu schade ist, auf Tuchfühlung zu gehen, erfahren wir in „Raining Stars“, wo sich Harms plötzlich an der Absperrung einfindet, um den Refrain des Songs gemeinsam mit der enthusiastischen Menge zu intonieren. Dafür nehmen wir am Ende sogar den schon jetzt totgespielten ESC-Song „Blood & Glitter“ hin, auch wenn uns das humorvolle Outro im „YMCA“-Stil dann doch länger im Gedächtnis bleibt.
LORD OF THE LOST Setlist – ca. 70 Min.
1. The Curtain Falls2. The Future Of A Past Life3. Full Metal Whore4. Loreley5. Destruction Manual6. For They Know No What They Do7. Fists Up In The Air8. Seven Days Of Anavrin9. Born With A Broken Heart10. Six Feet Underground11. Drag Me To Hell12. Raining Stars13. Blood For Blood14. We’re All Created Evil15. Blood & Glitter
Fotogalerie: LORD OF THE LOST
ENSLAVED
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Es ist schon eine Weile her, dass wir ENSLAVED live gesehen haben. Ganze zwei Studioalben haben die Norweger seitdem herausgebracht, was sich auch in ihrem Late-Night-Set auf der Hauptbühne widerspiegeln soll. Über die Hälfte des heute dargebotenen Materials stammt aus der jüngeren Phase der Band, was für uns im Gegenzug den Auftritt durchweg frischhält. Neue Eindrücke sammelt die Progressive Black Metal-Band ihrerseits, schließlich war man zuletzt 2019 auf der kleineren T-Stage zugange.
Unsere Zweifel, ob ENSLAVED aufgrund der spartanischen Lightshow und eher dezent untermalenden Visuals dort vielleicht besser aufgehoben wären, räumt indes Gitarrist Arve Isdal binnen Minuten aus. Mit freiem Oberkörper und unverkennbarem Rockstar-Gen mimt der Musiker nicht einfach nur die Rampensau, er lebt sie mit Haut und Haaren. Kein Solo, kein Riff vergeht ohne irgendeine dramatische Pose Isdals, wodurch auch unser Blick des Öfteren auf die rechte Seite der gigantischen Stage wandert.
Zu später Stunde können wir uns umso besser in ENSLAVEDs progressivem Sog verlieren
Obwohl ja eigentlich auch sonst genug los ist: Den leidenschaftlichen Klargesang teilen sich Keyboarder Håkon Vinje und Drummer Iver Sandoy in etwa gleichen Teilen. Von diesen melodischen Parts profitieren nicht nur das erhabene „Homebound“, sondern letzten Endes auch wir vor der Bühne, die zu später Stunde langsam gegen die Müdigkeit ankämpfen und uns dadurch noch mehr in dem progressiven, teils gar psychedelischen („Heimdal“) Sog ENSLAVEDs verlieren können.
Das eigene Rechenzentrum fahren wir auf Sparflamme herunter, sodass wir uns bald in einer Art Trance wiederfinden. Das mag esoterisch klingen, ist gegen Ende des Festivaltages für uns jedoch der ideale Kontext, um die fordernden und doch packenden Tracks à la „Forest Dweller“ oder „Ruun“ vollends aufsaugen zu können.
ENSLAVED Setlist
1. Kingdom2. Homebound3. Ruun4. Congelia5. Forest Dweller6. Heimdal7. The Dead Stare8. Havenless
Fotogalerie: ENSLAVED
AETHERIAN
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Immer wieder schön, Gleichgesinnte zu treffen: So recht wissen wir auch nicht, wie wir uns gegen halb drei noch auf den Beinen halten können, doch stehen wir glücklicherweise nicht alleine vor der Rebel Stage. Zum Abschluss haben AETHERIAN vor der überdachten Bühne nochmal eine hartgesottene Schar an Melodic Death Metal-Liebhabern um sich versammelt, welche die Griechen feiert, als gäbe es am nächsten Morgen kein SUMMER BREEZE mehr. Klar, die größte Menschentraube des Tages sehen wir zu dieser Uhrzeit nicht mehr, doch dafür ist allen Anwesenden die Freude über die Show richtig anzusehen.
Der Klang ist gut, die Band motiviert, das Songmaterial wie erwartet auch live eine Wucht: „Army Of Gaia“ setzt ein mächtiges Ausrufezeichen zu Beginn, bevor das SUMMER BREEZE in „ΠΥΡ ΑΕΝΑΟΝ“ die geballten Fäuste reckt. Den gewünschten Circle Pit bekommt Sänger Panos Leakos hier zwar nicht zu sehen, an fehlendem Enthusiasmus kann das ob der sonst gezeigten Reaktionen jedoch kaum liegen.
Trotz der späten Stunde geben AETHERIAN alles
Schließlich sind auch unsere eigenen Beine nach vielen Stunden Festivaltreiben schlicht schwerer, als uns lieb ist. Solche Entschuldigungen will Leakos indes gar nicht hören, als er sich zu „Starlit Shores“ immer wieder wie wild im Kreis dreht und der Zuschauerschaft demonstriert, wie das Ganze auch aus seiner Perspektive aussehen könnte.
Sodann bekommt auch die Fangemeinde nochmal die oft zitierte zweite Luft, woraufhin der herbeigesehnte Pit in „The Rain“ doch noch Gestalt annimmt. Gerne würden wir sagen, dass das Ende dieser mitreißenden Show schlussendlich viel zu früh kommt, doch uns selbst belügen hat ja auch keinen Sinn – wenn wir jetzt nicht schnurstracks ins Bett fallen, verschlafen wir womöglich das morgige Programm komplett.
AETHERIAN Setlist – ca. 40 Minuten
1. Army Of Gaia2. ΠΥΡ ΑΕΝΑΟΝ3. Starlit Shores4. Soulriver5. The Rain6. Primordial Woods
Fotogalerie: AETHERIAN
Donnerstag, 15. August 2024
Klar, die Nacht war kürzer als erhofft und trotzdem klettern wir guter Dinge aus den Federn. Für die restlichen Festivaltage soll es zwar durchgehend heiß und weitgehend wolkenlos werden, doch ziehen wir das einer Schlammschlacht wie 2022 jederzeit vor. Falls wir es also ohne Sonnenstich in die Abendstunden schaffen, dürfen wir uns über die sicherlich spektakulär inszenierten Headline-Gigs der so verschiedenen BEHEMOTH und ARCHITECTS freuen. Zudem haben DARK TRANQUILLITY im Anschluss ein weiteres besonderes Set in Aussicht gestellt.
Auf dem Weg ins Infield – zur Mittagszeit zieht es uns gemächlich in Richtung Musik – kommt derweil eine weitere Neuerung zum Tragen. Erstmals wurden alle Festivalbänder mit RFID-Chip ausgestattet. Was vielerorts in Europa bereits üblich ist, erhält nun schrittweise auch auf dem SUMMER BREEZE Einzug. Bezahlen kann man mit dem neuen System an den Verpflegungsposten dieses Jahr noch nicht, die Flatrate für Spülklos und Duschen sowie der Zugang zum Konzertgelände werden aber schon jetzt über das neue Gimmick geregelt. Das funktioniert in unserem Fall stets schnell und reibungslos, weshalb wir die so gesparte Zeit vor Showbeginn noch für einen kleinen Bummel über die Einkaufsmeile nutzen.
IGNEA
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Was 2023 aufgrund fehlender Ausreisegenehmigungen ins Wasser fallen musste, kann heute endlich nachgeholt werden. Der Situation im Heimatland gedenken die Ukrainer derweil anhand der gut sichtbar montierten Nationalflagge am zentralen Mikroständer, während das eröffnende „Dunes“ zunächst mit dezent orientalischen Klängen aufhorchen lässt. Facetten wie diese sind es, die den symphonischen Modern Metal mindestens so sehr prägen wie der Gesang Helle Bohdanovas. Die Sängerin wechselt zwischen markigen Growls und hellem Gesang, während sie in „Daleki Obriyi“ auch mal grazil über die Bühne tanzt.
Hier darf Kollege Yevhenii Zhytniuk direkt ein schmissiges Keytar-Solo aus dem Ärmel schütteln, bevor „Gods of Fire“ dem Titel entsprechend einen Tribut fordert: Die Verwunderung ist zunächst groß, als zur Hälfte des Songs plötzlich der komplette Backing Track wegbricht – der bandeigene Laptop kapitulierte unerwartet vor der Hitze. Glücklicherweise nichts, was ein klassischer Neustart nicht beheben könnte, sodass mit dem zweiten Anlauf die Maschine wieder ohne zu stottern weiterlaufen kann. Das einzige Manko an der nachfolgenden Geschichte: Die großen Höhepunkte können wir in dieser halben Stunde leider nicht entdecken.
Fotogalerie: IGNEA
Die Mittagsglut bekämpft das SUMMER BREEZE in diesem Jahr mit nagelneuen Wasserkanonen
Musikalisch unterschiedlicher können MENTAL CRUELTY und DYNAZTY nicht sein, gesehen hätten wir dennoch beide gerne. Da wir Erstere aber erst im Frühjahr auf dem IMPERICON FESTIVAL erlebt haben, entscheiden wir uns letzten Endes für die schwedische Melodic Metal-Band, die mit ihren fröhlichen Melodien ja auch ganz gut zum strahlend blauen Himmel passt.
Kurz vor Showbeginn überrascht uns das SUMMER BREEZE dann mit einem brandneuen Lebensretter: Um der Mittagsglut Herr zu werden, wirft man jeweils links und rechts der Bühne nagelneue Wasserwerfer an (Foto: T-Stage), welche das kühle Nass fein zerstäubt auf die Festivalbesucher:innen niedernieseln lässt. Tatsächlich haben wir schon lange nicht mehr so viele glückliche Gesichter auf einen Haufen gesehen, als sich die Metalheads scharenweise unter der künstlichen Regenwolke die Arme ausbreiten. „Da hätte man sich die Dusch-Flatrate ja sparen können“, witzelt es aus dem Pulk, bevor die Aufmerksamkeit schnurstracks zurück auf die Main Stage gelenkt wird.
DYNAZTY
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An Energie mangelt es den zuckrigen und melodieverliebten Songs DYNAZTYs sicherlich nicht. Wenn eine Band also selbst bei unmenschlichen Temperaturen Bewegung in die Massen bringen kann, dann ist es das Quintett um Ausnahmesänger Nils Molin (AMARANTHE). Dass ausgerechnet dieser in „Power Of Will“ noch den einen oder anderen Wackler zeigt, könnte auch an soundtechnischen Ungereimtheiten liegen, wie seine kurzen Gesten in Richtung Mischpult nahelegen.
Mit dem folgenden „Firesign“ gehören diese Komplikationen aber der Vergangenheit an, so dass selbst das Publikum nun Feuer und Flamme scheint. Fäuste schießen nach oben, es wird geklatscht und gesprungen, während auf den Brettern nicht weniger Bewegung herrscht.
Zum Ende übertreiben es DYNAZTY mit dem Mitsing-Theater
Dass die Grabenschlampen im Fotograben schließlich beim eingängigen „Waterfall“ den Wasserschlauch auspacken, ist entweder der größtmögliche Zufall oder das vielleicht erfrischendste Showelement der Festivalwoche. Dankbar ist das Publikum für die Abkühlung in jedem Fall, schließlich folgen mit dem fantastisch gesungenen „The Human Paradox“ und dem finalen „Heartless Madness“ noch die zwei größten Hits der Band.
Während sich in Letzterem die fleißigen Crowdsurfern auf dem Weg zurück noch ein High Five von der Stagesecurity abholen, schlachten DYNAZTY ihren Closer bis zum Äußersten aus. Minutenlang lässt Nils Molin die Anhänger:innen den Refrain durchexerzieren; von links nach rechts, von vorn nach hinten und dann noch mit allen zusammen. Das ist nicht nur uns irgendwann zu viel des Guten, weshalb wir unser nächstes Ziel ein bisschen früher ins Auge fassen als geplant.
Fotogalerie: DYNAZTY
THE NIGHT ETERNAL
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Mit klassischem Heavy Metal zählt man auf dem SUMMER BREEZE in diesem Jahr zu den Exoten. Allein deshalb erscheint uns THE NIGHT ETERNAL als eine Art Pflichttermin – die Rebel Stage mit ihrem schattenspendenden Dach ist als Location natürlich ein netter Bonus, der so manchen zusätzlichen Metalhead anzuziehen scheint. Der überwältigende Großteil des Publikums hat sich aber eindeutig wegen der Essener Band vor der Bühne versammelt, wie die überwältigende Resonanz vermelden lässt.
Wir können das gut nachvollziehen, denn obwohl wir mit dem Material der Formation bislang kaum vertraut sind, holt uns die leidenschaftliche Performance binnen Sekunden ab. Der Sound ist hervorragend, die Musiker voll bei der Sache und Frontmann Ricardo Baum eine Rampensau im bestmöglichen Sinne. Der Sänger besticht in „Between The Worlds“, „Prince Of Darkness” und „In Tartarus“ nicht nur durch seine hervorragende Stimme, auch das Stageacting gehört eigentlich auf größere Bühnen, als es heute der Fall ist.
THE NIGHT ETERNAL sind mit Leidenschaft bei der Sache
Vielleicht zieht es Baum deshalb immer wieder nach vorne auf die großen Lautsprecher, wo er allerdings nur kurzzeitig innehält, bevor wieder jeder Quadratmeter der restlichen Spielfläche beackert wird. Weil es ihm seine Mitmusiker gleichtun und die Haare bald in ähnlich großen Bogen umherfliegen wie die Schweißtropfen von der Stirn, sind sowohl der lautstarke Jubel als auch die sichtbare Hingabe der Zuschauerschaft letzten Endes hart und ehrlich verdient.
Fotogalerie: THE NIGHT ETERNAL
PALEFACE SWISS
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Schwer zu sagen, ob es am vollen Körpereinsatz liegt oder ob Marc Zelli zu viel Sonne abbekommen hat. Aus der Entfernung sieht die rote Farbe im Gesicht jedenfalls nicht ganz gesund aus. Schonen will sich der Shouter indes nicht, schließlich haben PALEFACE SWISS einen Ruf zu verlieren. Vielleicht scheint der Frontmann auch deshalb nie ganz zufrieden mit dem Publikum vor der T-Stage: Obwohl der Pit mit jedem Song neue Dimensionen annimmt, obwohl sogar die aufblasbaren Einhörner zum Crowdsurfen angetanzt sind, scheint es irgendwie nie genug zu sein.
Klar, das gehört zur Bühnen-Persona und ist im Metal- und Deathcore alles andere als unüblich. Ein bisschen weniger Macho und ein Quäntchen mehr Anerkennung für den Circle Pit in „The Orphans“ scheint uns angesichts der prügelnden Hitze dennoch angebracht. Vollen Einsatz zeigen die Fans sogar über die komplette Distanz, wo sie in „Best Before: Death“ zwischendurch zu Tausenden ihre Stimmgewalt unter Beweis stellen. Sommer, Sonne, Moshpit und Gangshouts – anhand der roten Backen erkennen wir im Anschluss auf den ersten Blick, wer bei PALEFACE SWISS nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Pit alles gegeben hat.
Fotogalerie: PALEFACE SWISS
THE BLACK DAHLIA MURDER
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„Falls ihr Langos wollt, die sind dort hinten. Falls ihr einen Eimer Hähnchenkeulen wollt, die gibt es hier drüben.“ Frontmann Brian Eschbach zeigt sich nicht nur besorgt um das Wohlergehen seiner Zuhörerschaft, sondern durchaus ortskundig. Abseits kulinarischer Tipps liefert der Frontmann zwar nicht die vereinnahmende Bühnenpräsenz vieler seiner Kollegen, dafür jedoch eine überaus bodenständige und sympathische Art, durch das Programm zu führen.
Dass er seinen verstorbenen Vorgänger Trevor Strnad stimmlich nicht gänzlich ersetzen können würde, war uns im Vorhinein klar. Über eine blitzsaubere und durchweg gute Performance dürfen wir uns trotzdem freuen, obschon der Soundmix den Fronter arg in den Hintergrund drängt. Generell scheint der Bass auf der Main Stage während THE BLACK DAHLIA MURDER zu dominant, so dass neues Material wie „Aftermath“ und Evergreens à la „What A Horrible Night To Have A Curse“ nur mit vorheriger Songkenntnis wirklich genossen werden können.
Auf ihre Evergreens wollen THE BLACK DAHLIA MURDER nicht verzichten
Firm ist die Meute im Zentrum derweil allemal, weshalb sie den Komparsen im Gorilla-Kostüm im Anschluss unter großem Jubel willkommen heißt, wohlwissend, dass mit „Statutory Ape“ nun ein weiterer Klassiker folgen soll. Davon gibt es in Form von „Everything Went Black“ bald noch einen weiteren, nachdem Eschbach das Battlefield in „Nightbringers“ der Hitze trotzend zum Mitspringen animiert hatte. Natürlich könnte man monieren, dass auf der Bühne ansonsten nicht allzu viel vor sich geht. Doch ehrlich gesagt ist ein schnörkelloser und erfrischender Auftritt wie dieser zwischen all dem Brimborium ungemein erfrischend.
THE BLACK DAHLIA MURDER Setlist
1. Aftermath2. Kings Of The Nightworld3. Mammoth’s Hand4. What A Horrible Night To Have A Curse5. Statutory Ape6. Nightbringers7. Everything Went Black8. I Will Return9. Deathmask Divine
Fotogalerie: THE BLACK DAHLIA MURDER
J.B.O.
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Brian Eschbach möge uns nachsehen, dass wir seiner Aufforderung, nach THE BLACK DAHLIA MURDER schnurstracks zu ABORTED zu eilen, nicht nachgekommen sind. Hatten wir die Pause im Anschluss dringend nötig, so gibt es jetzt ohnehin kaum noch ein Durchkommen. Was J.B.O. an diesem Nachmittag an Publikum anziehen, könnte tatsächlich den gestrigen Headliner MESHUGGAH in den Schatten stellen. Wie groß die Fangemeinde der Franken auf dem SUMMER BREEZE ausfällt, verrät ein kurzer Blick über das Battlefield, wo das markante Pink als angesagteste Modefarbe nur hinter dem klassischen Schwarz zurückstecken muss.
Dementsprechend ausgelassen und unverkrampft geht es vor der Bühne zu, sobald „Im Verkehr“ den Startschuss zur nächsten Stunde Blödelei setzt. Schon früh legt der Evergreen „Bolle“ das Tempo vor, bevor „Mach noch eins auf!“ demonstriert, wie die Widerstandshymne „Bella Ciao“ durch die rosarote Brille aussieht.
J.B.O. sorgen wohl durch ihre bloße Existenz für Rekordumsatz an der Bar
Visuell untermalen J.B.O. ihr Partyprogramm durch viele kleine Gimmicks, angefangen von Vitos Gitarre im Look des Bandlogos, über die eigens gestalteten Etiketten der Bierflaschen bis hin zu den pinken Luftschlangen, die zu Beginn auf die Zuschauerschaft niederregnen. Animiert wird selbige durch Band wie Backgroundsänger gleichermaßen, sodass wir uns bald nicht einmal mehr sicher sind, wer bei dieser Show nun den Ton angibt: Die Künstler auf der Bühne oder ihre feucht-fröhliche Fanschar. Da wird vor „Geh mer halt zu Slayer“ der Bandname stilecht und in einer Lautstärke gebrüllt, die Tom Araya noch auf der anderen Seite des großen Teichs hören dürfte.
Nach der ungeplanten Late-Night-Show vor zwei Jahren sind die „Verteidiger des Blödsinns“ diesmal ohne technische Komplikationen wieder da, wo sie das SUMMER BREEZE am liebsten haben dürfte: Denn welche andere Band sorgt wohl durch ihre bloße Existenz für potenziellen Rekordumsatz an der nahegelegenen Bar?
Fotogalerie: J.B.O.
FIXATION
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Exzentrisch geht es zur gleichen Zeit auf der Rebel Stage zu, wo FIXATION-Frontmann Jonas W. Hansen mit komplett verschleiertem Haupt vor sein Publikum tritt. Ein blutrotes Tuch hat sich der Sänger um den Kopf geschlungen und mit einem goldenen Reif um den Hals fixiert. Den Opener „Stay Awake“ bestreitet Hansen also möglicherweise sogar, ohne eine klare Vorstellung seiner Zuhörerschaft zu bekommen, welche zahlenmäßig allerdings durchaus respektabel vertreten ist.
Der Alternative Metal mit Rock-Einschlag und teils großen Gesangslinien wirbelt an diesem Nachmittag zwar keinen Staub auf, zum introspektiven Dahinschwelgen und Genießen eignet sich der Stilmix der Norweger dafür ganz vorzüglich – und eignet sich im naheliegenden und überaus gut besuchten Biergarten wohl auch ganz gut als Soundtrack zum verspäteten Mittagessen.
Fotogalerie: FIXATION
BLIND CHANNEL
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Ähnlich modern, doch deutlich explosiver verwandeln BLIND CHANNEL das Areal vor der T-Stage in eine gewaltige Party. Man kann zum ultra-catchy Modern / Nu Metal der Finnen stehen, wie man möchte, die Spielfreude der ehemaligen ESC-Teilnehmer sucht an diesem Donnerstag wohl ihresgleichen. Nicht nur vor der Bühne geht es drunter und drüber, auch die Band selbst hält keine Sekunde still, um ihrem erklärten Ziel einen Schritt näher zu kommen.
Die großen Arenen sollen es irgendwann sein und damit auch die attraktiven Slots auf der Main Stage – gemessen am Einsatz und der Hingabe ihrer Fans sind BLIND CHANNEL auf einem guten Weg. Der US-Rock von „Deadzone“ animiert ebenso zum Mitspringen wie das rastlose „Where’s The Exit“, für das Sänger Joel das SUMMER BREEZE kurzer Hand in die Hocke beordert, um danach springend noch das letzte Eis brechen.
Bei BLIND CHANNEL wuselt es nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne
Ein bewährter Trick, der sich auch heute bezahlt macht: Vor der Bühne gibt es ab da kein Halten mehr, egal ob das Sextett nun ihren großen Hit „Dark Side“ zückt oder das SYSTEM OF A DOWN-Cover „B.Y.O.B.“ anstimmt. Bisweilen scheint es gar so, als versuchten sich Fans und Musiker gegenseitig zu überbieten. Während Drummer Tommi Lalle wie immer bis über beide Ohren strahlt, fegt DJ Aleksi bei der erstbesten Gelegenheit über die Bühne, um Kollege Joonas an der Gitarre die Frisur geradezurücken. Energielevel: über 9.000; Ausdauer: 0. Unverständlicherweise streichen BLIND CHANNEL nämlich schon nach einer halben Stunde die Segel und lassen so ein Drittel ihrer Spielzeit ungenutzt. So wird’s wohl nichts mit der großen Bühne.
Fotogalerie: BLIND CHANNEL
JINJER
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Es ist noch gar nicht so lange her, dass Sängerin Tatiana Shmayluk über fehlende Inspiration klagte. Die mentale Durststrecke scheint jedenfalls überwunden, denn für ihr drittes Gastspiel in Dinkelsbühl haben JINJER nicht nur einen, sondern völlig unerwartet zwei brandneue Stücke im Gepäck. Abseits der starken Single „Someone’s Daughter“ packen die Ukrainer für das erbarmungslose „Fast Draw“ den Knüppel aus und überraschen uns damit ein weiteres Mal.
Überhaupt findet das Quartett nach wie vor Gefallen an ihrer härteren Seite: „Just Another“, „Sit Stay Roll Over“ und „Call Me A Symbol“ sind nur eine Auswahl der fordernden und zumeist extremen Tracks, die heute den Moshpit befeuern. Ein wenig basslastig fällt der Sound zwar aus, dafür bleibt das Zusammenspiel der Band gewohnt schlüssig, was letztendlich einem progressiven Schmuckstück wie „I Speak Astronomy“ besonders zugutekommt.
Groovend, sperrig und fordernd – JINJER machen es ihrem Publikum nicht immer einfach
Ihre Premiere auf der Main Stage feiern JINJER natürlich auch mit einigen Klassikern: Der virale Hit „Pisces“ gewährt uns eine Verschnaufpause, bevor „Perennial“ die verschiedenen Facetten der Band geschickt zusammenführt. Mal groovend, mal technisch fordernd und bewusst sperrig sagt die Truppe dem Easy Listening auf elegante und doch unverhohlen direkte Art den Kampf an.
Rückendeckung erhalten JINJER wie selbstverständlich durch das Publikum, das wie schon vor zwei Jahren der charismatischen Frontfrau und Stilikone Tatiana an den Lippen hängt – sogar wenn sich zwischen diesen im abschließenden „Vortex“ der abgrundtief grollende Schlund der Hölle zu öffnen scheint.
JINJER Setlist – ca. 60 Min.
1. Just Another2. Sit Stay Roll Over3. Ape4. Retrospection5. Someone’s Daughter6. I Speak Astronomy7. Pisces8. Perennial9. Fast Draw10. On The Top11. Call Me A Symbol12. Vortex
Fotogalerie: JINJER
BEHEMOTH
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Herzlichen Glückwunsch, BEHEMOTH sind nun offiziell älter als Jesus. Freilich ist das Motto des heutigen Abends ein bisschen dick aufgetragen, doch angesichts des inszenatorischen Aufwands, welchen die Polen für ihre Shows betreiben, spielen wir doch gerne mit. Zumal Mastermind Nergal genau weiß, wie man die Spannung schürt: Das große weiße Leintuch, das zunächst den Blick auf die Bühne verwehrt, nutzt der Frontmann während des Intros für ein besonderes Schauspiel. Erst die Hände, dann das ganze Gesicht zeichnen sich auf dem Laken ab, bevor „Once Upon A Pale Horse“ den Beginn des audiovisuellen Spektakels markiert.
Von da an präsentieren uns BEHEMOTH quasi im Minutentakt neue Schauwerte, wenn etwa in „Ora Pro Nobis Lucifer“ breit gefächerte Flammensäulen aufsteigen und schließlich gar das Drumset von Aushilfe Jon Rice hinter lodernden Feuerzungen zu verschwinden droht. Heiß wird es überdies im Intro von „Christian To The Lions“, wo Bassist Orion mit Fackel in der Hand zum Feuerspucker wird. Zwischendurch schneidet Bandchef Nergal wahlweise groteske Fratzen oder wirft sich für Stücke wie das okkulte „Bartzabel“ in eines seiner vielen Outfits, um das Publikum mit durchdringendem Blick zu mustern. Neben Bischofsmütze, Robe und blutgetränktem Gesicht weiß der Sänger und Gitarrist allerdings auch anderweitig zu unterhalten.
BEHEMOTH sind Meister der Inszenierung, füllen ihren Slot aber nicht aus
So stimmen BEHEMOTH mit „Cursed Angel Of Doom” zur Feier des morbiden Jubiläums ihren allerersten Song an. Feste Eckpfeiler gibt es dennoch: Wie selbstverständlich liefert die Formation zum Schluss mit „Chant For Eschaton 2000“ einen echten Dauerbrenner, bevor sie sich nach rund einer Stunde überschwänglich verabschiedet. Plektren werden verteilt und Danksagungen verkündet, nur um nach drei Sekunden Bedenkzeit für die Zugabe „O Father O Satan O Sun!“ auf die Main Stage zurückzukehren. Ein seltener inszenatorische Fauxpas BEHEMOTHs, den man sich gerade auf der Festivalbühne hätte sparen können. Letzten Endes reicht diese Zäsur, die keine war, nämlich nicht einmal zum Zeitschinden, lässt die Band trotz allem gute acht Minuten liegen. Schade, denn selbst bei Tageslicht eine derart okkulte Atmosphäre heraufzubeschwören, ist durchaus eine Leistung für sich.
BEHEMOTH Setlist – ca. 70 Min.
1. Once Upon A Pale Horse2. Ora Pro Nobis Lucifer3. Conquer All4. Ov Fire And The Void5. Cursed Angel Of Doom6. Christians To The Lions7. Demigod8. The Deathless9. Blow Your Trumpets Gabriel10. Bartzabel11. No Sympathy For Fools12. Chant For Eschaton 2000—————————-13. O Father O Satan O Sun!
ARCHITECTS
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Mit vier Jahren Verspätung klappt es endlich doch: Eigentlich hätten ARCHITECTS im Jahr 2020 das Line-up anführen sollen, bevor die Pandemie dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung machte. Seither ist viel passiert bei den Briten. Besetzungswechsel, ein musikalischer Stilbruch mit zwei neuen Alben und sogar ein kleiner Skandal um Gitarrist Adam Christianson. Anhaben konnte das der Popularität der einstigen Metalcore-Avantgarde nichts; im Gegenteil erschloss die Umorientierung in Richtung modernem Alternative mit simpleren Riffs, Synthesizern und beizeiten gar etwas Industrial-Einschlag eine ganz neue Hörerschaft.
Dass ARCHITECTS anno 2024 quasi der kleinste gemeinsame Nenner des hiesigen Publikums sein dürften, verrät der rege Andrang vor der Main Stage. Das sogenannte Battlefield gleicht bis in die hinteren Ecken einem Menschenmeer, das gleichzeitig Feuer und Flamme für die Hits der vier Musiker scheint. Untermalt von einer eindrucksvollen Lightshow, deren Hauptattraktion die gigantischen Videotafeln im Hintergrund sind, ist selbst aus dem Augenwinkel zu erkennen, dass hier gerade das Hauptevent des Tages die Bretter beackert.
ARCHITECTS schnüren ein eindrucksvolles Gesamtpaket
Während über die LED-Displays allerlei animierte Artworks oder Textzeilen flackern, festigt Frontmann Sam Carter den Draht zum Publikum. Nicht nur berichtet er von seiner eigenen Nervosität, die vor der Show fast schon zur Panikattacke hätte umschlagen können, auch das Animationsprogramm lässt er während der knapp anderthalbstündigen Show nicht zu kurz kommen. Aus der Hocke kollektiv in die Luft springen? Das geht zu „Black Lungs“ hervorragend. Crowdsurfen als Volkssport? Warum nicht bei „A New Moral Low Ground“? Wall of Death? Aber sicher doch, dafür ist „These Colours Don’t Run“ als ältester Track des Sets doch wie geschaffen, zumal der markante Breakdown zum Ende des Stücks mit gigantischen Pyroeffekten garniert wird.
Gerade von Stücken dieses Schlags hätten wir persönlich gerne mehr gehört. Erwartungsgemäß konzentrieren sich ARCHITECTS auf ihre letzten beiden Alben, schieben mit den famosen „Gravedigger“ und „Nihilist“ nur punktuell Material ihrer kreativen Hochzeit dazwischen. Zugegeben, der allgemeinen Stimmung tut das keinerlei Abbruch, solange Hits à la „Herafter“ oder „Doomsday“ sich mit dem Punch eines „When We Were Young“ die Klinke in die Hand geben. Sogar Sam Carter ist heute stimmlich wieder fit und auf der Höhe, obwohl – und das ist schon auffällig – er die ganz hohen Noten oftmals an das Publikum oder Background-Sänger Ryan Burnett abtritt. Eindrucksvoll bleibt das Gesamtpaket dennoch, so dass selbst größte Skeptiker anerkennen müssten, dass das Bandlogo in der ersten Reihe des Festivalplakats mittlerweile durchaus seine Berechtigung hat.
ARCHITECTS Setlist
1. Seeing Red2. Giving Blood3. Deep Fake4. Impermanence5. Black Lungs6. These Colours Don’t Run7. Hereafter8. Gravedigger9. A New Moral Low Ground10. Curse11. Royal Beggars12. Doomsday13. Meteor14. When We Were Young————————-15. Nihilist16. Animals
ROTTING CHRIST
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Gleicher Ort, andere Uhrzeit: Mussten ROTTING CHRIST 2019 noch bei Tageslicht ran, ist den Griechen nun der atmosphärische Bonus, den die Nacht mit sich bringt, sicher. Der in warme Farben getauchte Wald hinter der Bühne schafft eine ursprünglich wirkende Kulisse für das oft okkult angehauchte Material der Dark / Black Metal-Band. Auf Feuer und andere Showeffekte verzichtet das Quartett diesmal, bringt jedoch allein schon dank Frontmann Sakis Tolis eine dennoch vereinnahmende Bühnenpräsenz nach Dinkelsbühl.
Die nutzen ROTTING CHRIST für ein teils überraschend melodisches Set, bei dem in „P’unchaw Kachun – Tute Kachun“ die markante Leadgitarre die Marschrichtung vorgibt, bevor das aktuelle Werk „Pro Xristou“ (2024) mit der nicht minder eingängigen Single „Like Father, Like Son“ bedacht wird.
Zwischendurch beziehen ROTTING CHRIST gezielt das Publikum mit ein
Autoritär und bestimmt wirkt indes das Auftreten der Formation, ohne jedoch unnahbar zu wirken. Nicht nur sucht Tolis regelmäßig den Blickkontakt zu den vorderen Reihen, das rituelle „Apage Satana“ zelebriert die Band gar mit ausgiebiger Unterstützung der Fans. Jene freuen sich zudem in gleicher Weise über das härtere Material der Europäer, obgleich die Kräfte nach zwei Tagen Freiluftsauna nicht mehr für durchgehende Mosh- oder Circle Pits auszureichen scheinen. Quittiert werden die Blastbeats in „Kata Ton Daimona Eaytoy“ dafür mit gereckten Fäusten und anschließendem Jubel. Wir werden ja alle nicht jünger.
ROTTING CHRIST Setlist – ca. 60 Min.
1. Χ Ξ Σ (666)2. P’unchaw Kachun – Tuta Kachun3. Fire, God And Fear4. Kata Ton Daimona Eaytoy5. Apage Satana6. Dies Irae7. Like Father, Like Son8. Non Serviam9. Societas Satanas (THOU ART LORD-Cover)10. Grandis Spiritus Diavolos11. The Raven
Fotogalerie: ROTTING CHRIST
DARK TRANQUILLITY
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Mit dem Überraschungsgig am Dienstag haben DARK TRANQUILLITY die eigene Messlatte ordentlich hochgelegt. Doch auch für das eigene Hauptevent auf der Main Stage habe man sich weitere Kniffe einfallen lassen, so die Band im Vorfeld. Zunächst allerdings müssen wir uns einen Augenblick gedulden, denn kleinere Komplikationen erzwingen einen leicht verspäteten Auftakt, welcher mit „The Wonders At Your Feet“ vom 2000er „Haven“-Album dafür umgehend für Zug nach vorne sorgt.
Klammern wir den Track aus, halten sich die Göteborger zunächst jedoch eher an ihr derzeitiges Tourprogramm: „Hours Passed In Exile“, das immer wieder wunderbare „Atoma“ und der mitreißenden Energieschub „Lost To Apathy“ haben sich schließlich bewährt und erfüllen auch in Dinkelsbühl ihren Zweck. Untermalt von Visuals auf der LED-Tafel und kleineren grafischen Spielereien auf den gigantischen Videoscreens am Bühnenrand, vermittelt die Produktion einen durchdachten Eindruck – sofern denn mal alles wie am Schnürchen läuft.
DARK TRANQUILLITY feiern die Veröffentlichung von “Endtime Signals” mit Live-Premieren
Denn obgleich sich der sympathische und heute wieder einmal völlig sprachlose Mikael Stanne in der zweiten Hälfte der Show über die gelungene Premiere freut, offenbart sich Kennern doch die eine oder andere Ungereimtheit. So hängen etwa die begleitenden Overlays rechts und links der Bühne ab „Terminus (Where Death Is Most Alive)“ einen Song hinterher. Stört das? Natürlich nicht, denn der Soundmix ist klar, die Band gut eingespielt und Stanne heute erstaunlich gut bei Stimme, wie nicht nur das fabelhafte „ThereIn“ unterstreicht.
Der warme und volle Klargesang setzt punktuell Akzente, wohingegen die rohen Screams des Frontmanns alte wie neue Stücke veredeln. Von Letzteren gar ein halbes Dutzend, um die Ankündigung der Schweden einer „verrückten“ Setlist in die Tat umzusetzen. Pünktlich zum Album-Release – mittlerweile hat man auch in Dinkelsbühl den nächsten Kalendertag erreicht – präsentieren DARK TRANQUILLITY neben den drei bereits bekannten Singles ebenso viele weitere Stücke von „Endtime Signals“ (2024). Live- und Weltpremiere in einem heißt es somit für „Shivers And Voids“, „Our Disconnect“ sowie „Neuronal Fire“, während ein zusätzliches Set an Scheinwerfern den Nachthimmel absucht.
Das Finale krönen DARK TRANQUILLITY mit einem Klassiker
Was genau sich dort verstecken soll, erläutern die Melodeath-Urgesteine nicht, doch untermalt man damit die Grundstimmung der neuen Platte, die Mischung aus Sehnsucht, Melancholie, Neugier und Zuversicht, in nahezu idealer Weise. „We Are Not Nothing“ heißt es im gleichnamigen Track und Höhepunkt selbstbewusst. Ein Echo, das im abschließenden „Misery’s Crown“ zehntausendfach widerhallt. Denn wenn so viele Menschen vereint ihrer Leidenschaft Ausdruck verleihen, dann ist das allein in unseren Augen bereits sinnstiftend genug.
DARK TRANQUILLITY Setlist – ca. 70 Min.
1. The Wonders At Your Feet2. Hours Passed In Exile3. Terminus (Where Death Is Most Alive)4. Atoma5. Phantom Days6. ThereIn7. Lost To Apathy8. The Last Imagination9. Shivers And Voids10. Unforgivable11. Not Nothing12. Our Disconnect13. Neuronal Fire14. Misery’s Crown
Fotogalerie: DARK TRANQUILLITY
THE OCEAN
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Mindestens eine bittere Pille gibt es erfahrungsgemäß jedes Jahr zu schlucken. In unserem Fall ist es die Überschneidung der Göteborger Veteranen DARK TRANQUILLITY und THE OCEAN, die wir beide zu unseren liebsten Acts zählen. Dementsprechend ist die Post Metal-Band bereits gute 20 Minuten am Werk, als wir zu den Klängen von „Bathyalpelagic III: Disequilibrated“ auf dem T-Square eintreffen.
Dort lassen sich die Anhänger:innen sogar in den hinteren Reihen vom charakteristischen Sound der Berliner gefangen nehmen, indem sie sich wahlweise im heavy Groove verlieren oder zu den entrückten Arrangements von „Miocene Pliocene“ davonschweben. Ausgestaltet wird das Set von einer spärlichen doch natürlich hochgradig stimmungsvollen Lichtuntermalung: Viel Nebel, kräftige Farben und Strobo zeichnen die Silhouetten der Musiker als harte Kontraste gegen den Hintergrund.
THE OCEAN beenden ihr Set auf geradezu monumentale Weise
Weil der Klang vor der T-Stage zudem in gleichen Teilen massiv wie differenziert ausfällt und Sänger Loic Rossetti zumindest seit unserer Ankunft eine regelrecht herausragende Leistung zeigt, finden auch wir in Windeseile den Draht zu dieser ergreifenden Vorstellung, welche THE OCEAN mit dem monumentalen „Jurassic Cretaceous“ krönen – einen Ausflug Rossettis in den Graben bis zur Absperrung inklusive.
SIAMESE
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Auf dem Weg zurück trauen wir unseren Augen kaum. Viel haben die Mannen auf der Bühne nicht mit der Band gemeinsam, die uns 2022 durch ihren humorvollen und spontan wirkenden Auftritt begeisterte. Statt knapper Shorts und Hawaiihemd trägt Sänger Mirza nun im Vergleich fast schon elegante Garderobe. Seriös und ehrgeizig vernehmen wir SIAMESE auf den ersten Blick: Als stehe hier eine Truppe vor uns, die es nun endlich wissen will; die nicht länger auf den Durchbruch warten möchte. „We’re not here to play around!“, fügt Mirza passenderweise hinzu.
Unverändert ist seit vorletztem Jahr glücklicherweise auch das stimmliche Potenzial des Fronters, dessen Singstimme „Sloboda“ und „Home“ so souverän wie kraftvoll intoniert. Leider spüren wir dieselbe Hingabe im Folgenden nicht immer. Zwar haben die Dänen anders als beim vorherigen Gastspiel diesmal Violinist Christian Hjort Lauritzen im Schlepptau, doch fehlt uns im überwiegend neuen Material der eigene Charakter. Nie schlecht, doch stets ein wenig generisch bis beliebig erleben wir die Songs von „Elements“ (2024). Der Konsens vor der Rebel Stage sieht derweil ein wenig anders aus: Ihre Fans begeistern SIAMESE durch einen fast perfekt inszenierten Auftritt, so dass wir am Ende des Tages ohne schlechtes Gewissen ein wenig früher in Richtung Campingplatz aufbrechen können.
Fotogalerie: SIAMESE
Freitag, 16. August 2024
Mehr als 14 Stunden Dauerprogramm haben wir uns für den Freitag vorgenommen. Angesichts der anhaltenden Hitzewelle möge man uns für verrückt erklären, doch wollen wir weder den Auftakt mit SVALBARD noch die späte Show MOONSPELLs verpassen. Dazwischen erwarten das SUMMER BREEZE überdies eine bunte Mischung aus Kitsch (WARKINGS), angesagtem Modern-Sound (MOTIONLESS IN WHITE) und natürlich ein Traditionsheadliner wie AMON AMARTH. Weil zudem NEAERA-Frontmann Benny Hilleke zudem nach dem Sommer auf unbestimmte Zeit pausieren will, dürfen wir auch deren Auftritt keinesfalls verpassen.
Sicher ist also vor allem eines: Die kostenlosen Wasserstationen im Infield werden ständiges Nebenziel auf unserem Weg zwischen den Bühnen sein, während Sonnencreme und Kopfbedeckung am dritten offiziellen Festivaltag schon längst zu unseren treuesten Begleitern geworden sind.
SVALBARD
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Der Freitag startet für uns mit einem indiskutablen Pflichttermin. SVALBARD durften wir zwar bereits vor zwei Jahren erleben, doch wollen wir nun das aktuelle Studiowerk „The Weight Of The Mask“ auch live durchleben; schließlich schaffte es die Platte 2023 an die Spitze unserer persönlichen Bestenliste. Dass die Briten noch keine sogenannten Heavy-Hitter der Szene sind, zeigt sich derweil bei unserer Ankunft am noch überschaubaren Andrang vor der T-Stage.
Zu viel Underground, zu wenig Massenappeal womöglich – auf Show und Opulenz pfeift das Quartett ohnehin, wie das fehlende Backdrop vermuten lässt. Was zählt, ist die Musik und die ist Falle SVALBARDs eine ungemein intensive Erfahrung, egal ob uns die Band nun älteres Material oder aktuelle Stücke à la „Faking It“ oder das bewegende „To Wilt Beneath The Weight” präsentiert. Aufwühlend und intensiv gestaltet sich auch der Mix aus zerbrechlichem Klargesang und hysterischen Screams – ein Stilmittel, das die beiden Gitarristen Serena Cherry und Liam Phelan nutzen, um den Charakter der einzelnen Stücke von unmittelbarer Dringlichkeit bis hin zu deprimierender Introspektion zu prägen. Eigentlich ein Fall für die späten Abendstunden, doch in diesem Fall halten wir uns gerne auch vormittags den Terminkalender frei.
Fotogalerie: SVALBARD
FUTURE PALACE
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Wie man die Massen wiederum sofort mitnimmt, haben FUTURE PALACE im Laufe der letzten Jahre ganz genau entschlüsselt. Wohl auch deshalb steht das schmissige „Defeating Gravity“ mit seinem großen Refrain an erster Stelle: Die Parallelen zu SETYØURSAILS scheinen hier deutlich hindurch, wobei das Trio im Folgenden noch häufiger und zielstrebiger seine harte Seite zum Vorschein kommen lassen soll.
Dass weiterhin sowohl Bass als auch Synthesizer vom Band laufen, ist ein kleiner Wermutstropfen, welcher letzten Endes allerdings nicht vom Main-Event des Auftritts ablenken kann: Gerade Maria Lessings Singstimme darf heute völlig zurecht im Rampenlicht stehen. Insbesondere die kraftvollen Passagen meistert die Fronterin mit Volumen und beachtlicher Power, so dass FUTURE PALACE in Windeseile das komplette Battlefield hinter sich wissen.
Mit eingängigen Songs nehmen FUTURE PALACE die Massen mit
Mit so viel Unterstützung kann man sich durchaus etwas trauen, so dass in „Heads Up“ auf Wunsch Lessings sogar ein kleiner Circle Pit seine Kreise zieht, obwohl das Stück tempomäßig dafür nur bedingt geeignet ist. Es ist nicht das einzige Mal, dass wir uns am Kopf kratzen, denn richtige Feierlaune erweckt das als „Partysong“ angekündigte „Decarabia“ nicht wirklich.
Gut ins Ohr geht die Nummer indes genauso wie die anderen Tracks vom brandneuen Album “Distortion” (2024). Beendet wird der kurzweilige Gig aber nicht etwa mit „Uncontrolled“ oder „Malphas“, sondern so etwas wie einem Bandklassiker, den Sängerin Maria auch als „FUTURE PALACE-Soundtrack“ betitelt: In „Paradise“ dürfen die Anhänger:innen sodann selbst die Stimmen erheben – die Formation weiß eben ganz genau, wie man die Massen aktiviert.
FUTURE PALACE Setlist
1. Defeating Gravity2. Flames3. Dead Inside4. Dreamstate5. Decarabia6. Heads Up7. The Echoes Of Disparity8. Uncontrolled9. Malphas10. Paradise
Fotogalerie: FUTURE PALACE
WARKINGS
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Ob es Kalkül hat, dass der einzige Weinstand des SUMMER BREEZE in der Peripherie der Main Stage gelegen ist? Immerhin passt der vergorene Traubensaft doch ganz vorzüglich zum Käse. Leider funktioniert der Witz nur auf Englisch, doch sollte das kein Problem sein. Schließlich adressiert Tribune, Sänger der deutsch-österreichischen WARKINGS, sein Publikum wie auf deren Frühjahrs-Tour ebenfalls nur in der Weltsprache. Nicht ohne Akzent, aber dafür mit vielen platten Witzen, die u.a. einen schwarzen Schwimmreifen kurzerhand zum Penisring eines Drachen erklären. Auf jenem darf eine Zuschauerin während „Warriors“ über die Menge reiten, bevor der im Zentrum errichtete Kriegsbanner in „We Are The Fire“ zum Auge eines Circle Pits wird.
Ansonsten ist alles wie gehabt bei der Heavy / Power Metal-Band: Gitarrist Crusader genießt das Rockstar-Leben, wohingegen Kollege Viking am Bass die Zuschauer:innen regelmäßig mittels eindeutiger Gesten zu noch mehr Einsatz anstachelt. Gesprungen wird sodann in „Maximus“, gemeinsam gesungen wiederum in „Fight“. Natürlich erhält Tribune auch heute für die Hits „Spartacus“ und „Sparta“ stimmliche Unterstützung von Kollegin Morgana, deren harsche Growls einen willkommenen Kontrast zum wunderbar miteinander harmonierenden Gesang des Frontgespanns bilden. Cheesy, aber dennoch spaßig – sowohl mit als auch ohne Weinbegleitung.
WARKINGS Setlist
1. The Last Battle2. Maximus3. Spartacus4. Warriors5. Fight6. We Are The Fire7. Sparta
Fotogalerie: WARKINGS
VOODOO KISS
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Auf einen ganz besonderen Auftritt freuen sich VOODOO KISS, die auf der überdachten Rebel Stage heute nämlich ihr gerade erst aus der Taufe gehobenes Zweitwerk „Feel The Curse“ vorstellen. Den Album-Release feiert das Abtsgmünder Hard Rock- / Heavy Metal-Projekt sodann mit Titeltrack, dem Sängerin Steffi Stuber (MISSION IN BLACK) überraschendweise sogar ein paar pointiert gesetzte Screams beimischt und so den beiden silbernen Hörnchen auf dem Haupt Rechnung trägt.
Während Stuber in „Lords Of Darkness” und “The Prisoner” gar die Führung übernimmt, teilt sie sich sonst die Aufgabe am Mikro mit Kollege Gerrit Mutz, welcher die neue Ära ebenfalls mit frischem Look einläutet. Zylinder, Gehstock und Mantel verleihen dem Fronter zugleich Eleganz und Autorität. Auf diese Weise fungiert das Duo als visueller Fixpunkt des sonst geerdeten Auftritts, wodurch sich Gitarrist Martin Beuther, Bassist Klaus Wieland und Drummer Achim Ostertag im Hintergrund, doch mit sichtlich Spaß bei der Sache, auf ihr Handwerk konzentrieren können.
Sogar die Security schwenkt zum Sound von VOODOO KISS die Arme
Die Chemie zwischen VOODOO KISS und ihrem Publikum jedenfalls scheint von Anfang an zu stimmen, was wohl auch am teils eingängigen Songmaterial wie „Angel Demon“ oder „On Wings Of Serpent Dreams“ liegt, das selbst Neulingen den direkten Zugang zum Bandsound ermöglicht. Nur logisch, dass zum Ende der Show nicht nur die Fans, sondern auch die Security im Fotograben singenderweise die Arme über den Köpfen schwenken lassen.
Fotogalerie: VOODOO KISS
NEAERA
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Es ist eigentlich eine ungesunde Mischung: Nicht nur haben NEAERA nach der ausgefallenen 2020er Ausgabe des SUMMER BREEZE etwas nachzuholen, Sänger Benny Hilleke hat darüber hinaus den offensichtlichen Drang in Vorleistung zu gehen. Ab Mitte September will sich der Shouter nämlich aus familiären Gründen auf unbestimmte Zeit zurückziehen. Wie verabschiedet man sich also würdig von den großen Bühnen? Indem man selbige erstmal komplett ignoriert, natürlich!
Hillekes Antwort scheint kurios, als er bereits die ersten Klänge des Openers „Armamentarium“ nutzt, um der Main Stage den Rücken zuzukehren und den vorderen Wellenbrecher zu überwinden. Ein paar energische Gesten reichen dabei aus, um das Publikum zur Wall of Death zu spalten, in deren Mitte wir alsbald den Sänger selbst erspähen. Pure Eskalation ab Minute eins? Aber selbstverständlich!
Gefühlt verbringt NEAERA-Shouter Benny den halben Auftritt inmitten der Zuschauerschaft
Zwischen Musik, dem Treiben auf den Brettern und dem turbulenten Chaos im Zentrum wissen wir phasenweise selbst nicht, wem oder was nun unsere Aufmerksamkeit gelten soll. Klar, die sauberste Performance ist das wohl nicht, doch das breite Grinsen ist uns dennoch in die Gesichter geschrieben, wenn Benny erst im Pit und später in „Walls Instead Of Bridges“ an der Absperrung das Mikro im Sekundentakt an die Fans weiterreicht.
So viel Einsatz muss entlohnt werden: Wasser fordert der Frontmann für die aufopferungsvolle Meute, bevor er höchstpersönlich den Wasserschlauch bedient. Die Abkühlung kommt vor der nächsten Herausforderung: Crowdsurfen sei zum starken „Torchbearer“ angesagt, während Hilleke – zwischenzeitlich wieder auf der Bühne zu sehen – einen Purzelbaum vollführt. Zum Adrenalinabbau reicht das Kunststück augenscheinlich jedoch nicht, nimmt der Sänger doch wenig später selbst ein Bad in der Menge, aus welchem er gar mit neuer Kopfbedeckung zurückkehrt.
Sogar SUMMER BREEZE-Maskottchen Mikey schicken NEAERA eine Runde crowdsurfen
Überhaupt wuselt es ständig irgendwo und mit irgendwem: Das neue SUMMER BREEZE-Maskottchen Mikey begrüßt man erst mit klassischem High-Five, bevor der Pelzwolf auf den Händen der Fans nach hinten gereicht wird. Kollege BastiBasti (CALLEJON) gesellt sich im Anschluss für „Let The Tempest Come“ zur Band, um den NEAERA-Klassiker mit noch mehr Stimmgewalt auszustatten – Shouter-Kollege Benny reitet in der Zwischenzeit irgendwo im Gemenge Huckepack. Dass sowohl Band als auch wir nach dem finalen „Spearheading The Spawn“ komplett erledigt sind, müssen wir wohl nicht gesondert erwähnen. Vergessen werden wir diesen Wahnsinn jedenfalls nicht so schnell.
NEAERA Setlist – ca. 45 Minuten
1. Armamentarium2. Walls Instead Of Bridges3. Torchbearer4. Pacifier5. Paradigm Lost6. Let The Tempest Come7. All Is Dust8. Spearheading The Spawn
Fotogalerie: NEAERA
DELAIN
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Nach einem solchen Abriss hat es eine Band wie DELAIN zum Einstieg richtig schwer; jedenfalls bei denjenigen, die sich beide Auftritte ansehen und nicht Teil des Personalwechsels sind, welcher sich gerade vor der Main Stage abspielt. Es ist ja auch eine völlig andere Kerbe, in welche der Symphonic Metal der Niederländer schlägt. Den Austausch der kompletten Besetzung im Jahr 2022 hat das Projekt um Keyboarder Martijn Westerholt derweil gut verkraftet.
Spätestens ab dem zweiten Song sitzt Sängerin Diana Leah überwiegend fest im Sattel, brilliert in „Burning Bridges“ und liefert sich in „The Quest And The Curse“ bei klarem Sound so manches Duell mit Bassist Ludovico Cioffi sowie Gitarrist Ronald Landa, deren harsche Backing Vocals den theatralischen Stücken ein rohes Element beimischen. Nur auf den Brettern selbst tut sich abseits fliegender Haarbüschel während der ersten Hälfte des Sets nicht allzu viel. Spaß hat das SUMMER BREEZE mit DELAIN und den leichtfüßigen Strukturen von „Invidia“ dennoch zur Genüge, weshalb wir durchaus ein paar Songs länger geblieben wären, als es der Terminplan zulässt.
Fotogalerie: DELAIN
MEMORIAM
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Die Pflicht jedoch ruft, wenn MEMORIAM auf der anderen Seite des Geländes zum Tanz bitten. Eigentlich fehlt uns ja die passende Haarpracht, um dem walzenden Death Metal der Briten den gebührenden Respekt zu zollen; wobei wir selbst dann wohl noch ein paar Jährchen dranhängen müssten, um zu Frontmann Karl Willets aufzuschließen. Fliegen dessen blonde Strähnen gerade nicht in hohem Bogen durch die Luft, gibt es eigentlich nur zwei Alternativen: Entweder bearbeitet Willets dann das Mikro mit beeindruckender Autorität oder er kümmert sich beispielhaft um die Moral seiner Mitmenschen.
Als würde das sympathische Grinsen des Shouters nicht ausreichen, verlässt Willets in „Surrounded (by Death)“ bald die Bühne, um auf den davor aufgebauten Lautsprecherboxen erst die Metalheads an der Absperrung zusätzlich anzustacheln, bevor er plötzlich selbst in deren Rolle schlüpft und aus kurzer Distanz seine eigenen Mitstreiter anfeuert. Das sorgt für so manchen Schmunzler, die MEMORIAM mit „All Is Lost“ und Tracks vom Schlage eines „To The End“ allerdings schnell wieder aus dem Gesicht wischen. Nicht einmal der kurze Ausfall der PA im Opener „Onwards Into Battle“ kann der guten Stimmung vor der T-Stage etwas anhaben, wie auch MEMORIAM in treffender Weise feststellen: „Das Wetter passt, wir sind hier, ihr seid hier – was kann da schon schiefgehen?“ Amen.
Fotogalerie: MEMORIAM
MOTIONLESS IN WHITE
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Als MOTIONLESS IN WHITE letztes Jahr im Vorprogramm BEARTOOTHs wie der Headliner abgefeiert wurden, war uns klar, dass wir die US-Amerikaner bald schon auf den großen Bühnen wiedersehen würden. Entsprechend hoch ist der Andrang vor der Main Stage, als das Quintett mit „Meltdown“ recht geradlinig durchstartet. Natürlich gilt die Aufmerksamkeit so einiger Besucher:innen Sänger Chris Motionless, der mit eher dezentem Make-up jedoch gar nicht so auffallend ins Auge sticht wie der Joker-Look Justin Morrows.
Der Bassist mit den leuchtend grünen Haaren unterstützt wie Gitarrist Ricky Olson seinen Frontmann beizeiten am Mikro, überlässt die Kommunikation ansonsten aber dem wortkargen, doch nicht unsympathischen Frontmann. Jenem frisst das Publikum ohnehin aus der Hand, springt in „Sign of Life“ auf Kommando auf und ab, heizt im harten „Soft“ den Circle Pit an und singt die Ballade „Masterpiece“ textsicher von vorne bis hinten mit.
MOTIONLESS IN WHITE spielen ganze zwei Balladen auf einem Metal-Festival
Schnell ist offensichtlich, wie gut sich das aktuelle Material – rund die Hälfte der Songs entstammen dem aktuellen Album „Scoring The End Of The World“ (2022) – im Live-Kontext macht, wo die Balance aus Eingängigkeit und Power noch ein wenig mehr Punch mitbringt. So kann nicht einmal das emotionale „Another Life“ die Energie auf dem Battlefield ausbremsen: Plötzlich segeln die Leute in Massen über die Hände der Fans nach vorne. Verständlich, denn was soll man auch sonst machen, wenn MOTIONLESS IN WHITE auf die skurrile Idee kommen, auf einem Metal-Festival eine zweite Ballade anzustimmen?
MOTIONLESS IN WHITE Setlist
1. Meltdown2. Sign Of Life3. Thoughts & Prayers4. Headache5. Masterpiece6. Slaughterhouse7. Break The Cycle8. Another Life9. Reincarnate10. Soft11. Scoring The End Of The World
Fotogalerie: MOTIONLESS IN WHITE
FEUERSCHWANZ
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Mittelalter und Folk geht auf großen Open Airs wie dem SUMMER BREEZE immer. Der vordere Trakt bis zum ersten Wellenbrecher ist bis zum Bersten gefüllt, als die beiden Show-„Miezen“ Myu und Musch-Musch zum Auftakt die Fahnen schwenken. Der fast schon feierlich gehaltene Einzug trügt jedoch, denn keine Minute später schießen ringsum meterhohe Flammensäulen in die Luft. „SGFRD Dragonslayer“ ist zugegebenermaßen ein mitreißender Startschuss, dem FEUERSCHWANZ mit „Memento Mori“ eine weitere ihrer leicht zugänglichen Hymnen hinterherschieben.
Sänger Ben Metzner greift hier zum Dudelsack, während die Menge mit einem Schlag komplett aus dem Häuschen ist. Die Anhänger:innen der Franken klatschen, singen, tanzen, als würden sie die Botschaft des Stücks an Ort und Stelle in die Tat umsetzen wollen. Besser als der Soundmix an diesem frühen Abend ist folglich nur die Stimmung, was am schmissigen Songmaterial genauso liegen dürfte wie an der sichtbaren Spielfreude der Formation. Geigerin Johanna von der Vögelweide ist das Grinsen wie immer ins Gesicht geschrieben, während zu unserer Rechten ein T-Rex zu „Untot im Drachenboot“ die Hüften kreisen lässt.
FEUERSCHWANZ halten das Energielevel mittels Spielfreude und Effektgewitter hoch
Dass es der Fan im Folgenden nicht mehr lange in seinem aufblasbaren Kostüm aushalten soll, könnte auch an den feurigen Showeinlagen weiter vorne liegen: Erst zücken Myu und Musch-Musch die Flammenwerfer, dann steht plötzlich wieder die ganze Bühne in Brand. Das Energie- und Party-Level halten FEUERSCHWANZ dabei auch im Weiteren hoch, animieren in „Metfest“ zum Trinken oder in „Berzerkermode“ bzw. „Schubsetanz“ zu ein wenig Körperkontakt. Ganz unsere Welt ist das auch 2024 nicht mehr und so manche holprige Ansage („Bastard von Asgard“) oder fragwürdige Coverversion („Dragostea Din Tei“) schreckt uns tendenziell eher ab, doch den grundlegenden Appeal des FEUERSCHWANZschen Konzepts können wir anhand des Gebotenen bestens nachvollziehen.
Fotogalerie: FEUERSCHWANZ
NECROTTED
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All jenen, die vor den fröhlichen Klängen nebenan Reißaus genommen haben, bieten NECROTTED bereitwillig Zuflucht unter dem Zeltdach der Rebel Stage. Ohne Humor geht es bei der Modern Death Metal-Band allerdings ebensowenig: Unsere Spekulationen, ob der maßgeschneiderte Intro-Song aus den Serverzentren einer Künstlichen Intelligenz stammen könnte, bestätigt Sänger Fabian sodann gleich selbst.
Der „Heavy Metal Rock Show“ fügt der Shouter wie gewohnt seine eigene Note hinzu: Von donnerndem Growling bis gellenden Screams reicht die Bandbreite; genug Variation bringen NECROTTED darüber hinaus auch kompositorisch mit. Den walzenden Auftakt von „Sow Sorrow For Victory“ garniert das Quintett mit einem melodisch-aufwühlenden Finale, das folgende „Compulsory Consumption“ wiederum ist hörbar zum Haareschütteln geschrieben.
NECROTTED-Shouter Fabian Fink erklimmt schon früh die Absperrung
Hier wagt Fabian Fink zudem einen kleinen Ausflug in den Fotograben, um sich ein persönliches Bild davon zu machen, was denn in der Mitte den ganzen Staub aufwirbelt. Dass des Rätsels Lösung nicht wirklich überrascht, ist klar – den Pit anheizen kann man aber mit etwas mehr Tempo dennoch. Zumindest, sofern Drummer Markus Braun mitzieht – nachdem auch dessen Zustimmung eingeholt wurde, säbelt „Unity Front“ gepflegt über den Acker und zaubert nicht nur uns ein kleines Lächeln aufs Gesicht.
So manches Mal haben wir NECROTTED in den vergangenen Jahren live erlebt, der Spaß war uns dabei immer gewiss. Das ist auch heute so, weil das Quintett bis zum letzten Stück „Cynic Suicide“ engagiert und publikumsnah zu Werke geht. Ein baldiges Wiedersehen wäre sicherlich nicht nur in unserem Interesse.
Fotogalerie: NECROTTED
CALLEJON
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Was ist denn hier los? So wie es auf dem T-Square gerade zugeht, fragen wir uns ernsthaft, ob CALLEJON möglicherweise auf die falsche Bühne gebucht wurden. Denn das Interesse an der deutschen Metalcore-Band nimmt zur Prime-Time Dimensionen an, die einen Slot auf der Hauptbühne sicherlich gerechtfertigt hätten.
Analog bricht umgehend Partystimmung aus, als „Porn From Spain 3“ locker und bestimmt zugleich das Set einläutet. Der harte Kern in der Mitte eskaliert binnen Sekunden komplett, als Sänger BastiBasti das SUMMER BREEZE mit einer kollektiven Ansage begrüßt: „Willkommen im Pit!“, heißt es im Refrain – möglicherweise auch, um uns zu verstehen zu geben, dass es selbst in den hinteren Reihen keine Ausreden gibt.
CALLEJON geben vor dem Line-up-Umbruch nochmal alles
Wir würden zwar gerne die folgende Cover-Nummer „Palmen aus Plastik“ als solche anführen, werden aber umgehend von einer feiernden Meute überstimmt. Okay, wir haben verstanden. Abseits einiger weniger Zäsuren à la „Mary Shelley“ halten CALLEJON die schnell aufgetürmte Intensität am Limit, egal ob es in „Gottficker“ mal rockiger, in „Dieses Lied macht betroffen“ mit leichtem BULLET FOR MY VALENTINE-Einschlag oder in „Blitzkreuz“ mit Groove und Melodeath-Vibes zur Sache geht.
Als möchten es die Berliner angesichts des bevorstehenden Line-up-Umbruchs – drei Mitglieder werden die Band nach der Festivalsaison verlassen – nochmal wissen, knallen uns CALLEJON eine Performance um die Ohren, die gut und gerne als Bewerbung für die große Stage angesehen werden kann.
Fotogalerie: CALLEJON
AMON AMARTH
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Ihren Platz ganz oben auf dem Billing haben sich AMON AMARTH über viele Jahre hinweg erspielt. Headliner-Format haben die Skandinavier dabei schon seit einer ganzen Weile, was sich nicht zuletzt in ihrer aufwendigen und visuell opulenten Show bemerkbar macht. Selbstverständlich macht das heutige Set da keine Ausnahme, sodass uns schon „Raven’s Flight“ bei ausgesprochen gutem Sound mit dem absoluten Pyro-Overkill begrüßt. Feuer schießt am vorderen Bühnenrand im Sekundentakt Richtung Nachthimmel, doch auch in den hinteren Ebenen des mehrstufigen Sets lodert es gewaltig, während ab und an gar das Dach der opulenten Main Stage in Flammen aufzugehen scheint.
Drummer Jocke Wallgren sitzt mit seinem Drumkit natürlich auch heute wieder auf einem überdimensionalen Wikingerhelm, der links und rechts erst von zwei gigantischen Statuen, später dann von Drachenbooten eingerahmt wird. So wandelbar sich die Bühne im Laufe der anderthalb Stunden zeigt, so wenig flexibel zeigen sich AMON AMARTH in so ziemlich allen anderen Bereichen. Die Show – so spektakulär und atemberaubend sie für Neulinge sein mag -, ist mitsamt ihrer Einlagen und Showeffekte seit vielen, vielen Jahren die gleiche: Spaziert während „Deceiver of the Gods“ der trügerische Gott Loki über die Bühne, liefern sich in „The Way Of Vikings“ zwei Krieger einen einstudierten Schaukampf.
AMON AMARTH bringen das erwartete Spektakel, verlassen sich aber sehr auf ihre Routine
Die Folge sind unweigerliche Abnutzungserscheinungen, wenn wir jede Facette des Sets quasi blind vorhersagen können. Immerhin ist selbst heute noch Frontmann Johan Heggs jugendliche und authentische Freude ansteckend. Der Hühne liebt es augenscheinlich nicht nur, auf der Bühne zu stehen und mit zehntausenden Fans einen Kriegsschrei nach dem anderen abzusetzen, auch die gewaltige Jormundgandr-Replik in „Twilight Of The Thunder God“ bearbeitet er nach wie vor mit Feuereifer, wenn er der aufblasbaren Midgardschlange den Thorshammer entgegenschwingt.
Den Erwartungen entspricht zum Großteil auch die Songauswahl: Gerade das erste Drittel spielen AMON AMARTH in leicht unterschiedlicher Reihenfolge sowieso jedes Mal: „Raven’s Flight“, „Guardians Of Asgaard“, „The Pursuit Of Vikings“, „Deceiver Of The Gods“. Alles Hits, alle schon zigfach live gehört. Wir sind ehrlich: Ein wenig mehr Mut würden wir uns nach so langer Zeit schon wünschen, zumal AMON AMARTH auf einen wirklich reichhaltigen Backkatalog zurückblicken können, der die Live-Pause eines Evergreens ohne mit der Wimper zu zucken kompensieren würde. Das demonstrieren die Skandinavier heute vorzüglich selbst, indem sie tatsächlich doch zwei Raritäten aus dem Ärmel schütteln: Die Wikinger-Ballade „Under The Northern Star“ sowie das marschierende „Tattered Banners And Bloody Flags“ bringen kurzzeitig frischen Wind in die Routine.
Gerudert wird bei AMON AMARTH zwischenzeitlich sogar im Fotograben
Die gute Nachricht: Sofern man sich darauf einlässt, ist selbst ein akribisch durchgetakteter AMON AMARTH-Gig immer noch ein Garant für eine gute Zeit. Im Pit geht es zur Sache, „Heidrun“ eignet sich ähnlich gut zum MItgröhlen wie das sonst etwas platte „Raise Your Horns“ und im eigens dafür geschriebenen „Put Your Backs Into The Oar“ darf sich das SUMMER BREEZE einmal mehr auf den Allerwertesten setzen. Gerudert wird dabei nicht nur vor der Bühne, wo sich sogar die Security der Grabenschlampen das Kreuz aufarbeiten, selbst so mancher Getränkeausschank verwandelt sich kurzerhand in ein provisorisches Drachenboot, wie uns zugespielt wird. Da wartet selbst der durstigste Nordmann gerne ein paar Augenblicke länger.
Eigentlich also alles so wie immer bei AMON AMARTH, die als langjährige Dauergäste natürlich in Dinkelsbühl immer gern gesehen sind und wohl auch in Zukunft noch das eine oder andere Gastspiel hinlegen dürften. Dann aber gerne mit ein paar wirklichen Neuerungern in der Hinterhand.
AMON AMARTH Setlist – ca. 90 Min.
1. Raven’s Flight2. Guardians Of Asgaard3. The Pursuit Of Vikings4. Deceiver Of The Gods5. As Loke Falls6. Tattered Banners And Bloody Flags7. Heidrun8. War Of The Gods9. Put Your Back Into The Oar10. The Way Of Vikings11. Under The Northern Star12. First Kill13. Shield Wall14. Raise Your Horns——————————–15. Crack The Sky16. Twilight Of The Thunder God
Fotogalerie: AMON AMARTH
TENSIDE
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Was tun, wenn man zur gleichen Zeit wie der Headliner ranmuss? Während nicht unweit der Rebel Stage AMON AMARTH den Nachthimmel erleuchten, bringen TENSIDE kurzerhand ihr eigenes Arsenal an Pyrotechnik mit. Irgendwie muss man ja selbst als kleine Band mithalten. Nötig wären die Spezialeffekte hingegen überhaupt nicht, wie wir bald feststellen dürfen. Der moderne Sound der Münchner ist live bekanntlich ein todsicheres Ding, weshalb es vor den Brettern erst in „Deadweight“ und dann in „Cannibals“ ordentlich zur Sache geht. Gesprungen wird auf Wunsch von Sänger Daniel Kuhlemann im groovenden „Iron Will & Golden Heart“, so dass die folgenden „Tenside“-Sprechchöre eigentlich nicht überraschen sollten, doch dem Frontmann dennoch kurz die Sprache verschlagen.
Mit einer solchen Resonanz habe man nicht gerechnet, schon gar nicht, weil eben nebenan ein solch massiver Act aufspielt. Das Feedback jedoch ist heute Abend wohlverdient und zugleich das Ergebnis der letzten Jahre harter Arbeit, in welchen sich die Modern Metal-Band zusehends zum ernstzunehmenden Act gemausert hat. In der jetzigen Nische trifft das Quartett jedenfalls regelmäßig den richtigen Ton, egal ob „Impending Doom“ nach vorne wegzieht oder „Dust Of The Bereaved“ Melodie und Emotionalität vereint.
Zum Finale freuen sich TENSIDE über eine gewaltige Wall of Death
Dass nach dem eingängigen „Aim For Paradise“ mit dem bewährten Groove-Monster „This Is What We Die For“ das Ende eigentlich viel zu schnell kommt, ist den Gesichtern der Zuschauer:innen deutlich abzulesen. Mitunter deshalb legen sich die Metalheads noch einmal richtig ins Zeug, indem sie Kuhlemanns Bitte Rechnung tragen, für die Wall of Death doch die Sicht auf den Tonmann freizugeben. Der auf den Fuß folgende Tumult lässt selbst uns kurz Innehalten – eine Machtdemonstration, die selbst zur besten Spielzeit nicht immer auf diese Weise zu realisieren ist.
TENSIDE Setlist – ca. 45 Min.
1. Deadweight2. Cannibals3. Iron Will & Golden Heart4. As Above So Below5. Impending Doom6. Pitch & Gold7. Dust Of The Bereaved8. Shadow To Shine9. Aim For Paradise10. This Is What We Die For
Fotogalerie: TENSIDE
CRADLE OF FILTH
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Gedankengänge, die wir nicht erwartet hätten: Irgendwie wirken CRADLE OF FILTH an diesem Freitag auf der T-Stage fast etwas verloren. Nicht, dass den Gothic / Black Metal-Urgesteinen die Erfahrung fehlen würde, doch das eigentlich recht liebevoll gestaltete Setdesign der „Existence Is Futile“-Tour ist für solche Dimensionen augenscheinlich nicht ausgelegt. Was im Herbst 2022 im Münchner Backstage sehr stimmig und eindrucksvoll auf uns wirkte, kann die Atmosphäre der düsteren Musik nun kaum stützen.
Ein Todesurteil ist das keinesfalls, zumal der differenzierte Sound einiges wettmacht. Nichtsdestotrotz fällt es uns heute schwerer als erwartet, in die Klangwelt der Band einzutauchen. Ein wenig mehr Nebel, vielleicht etwas Feuer hätten möglicherweise geholfen, die dramatischen, teils exzentrischen Spitzen von Stücken wie „Saffron’s Curse“ oder „The Principle Of Evil Made Flesh“ auszuschmücken.
CRADLE OF FILTH stellen ihre stilistische Bandbreite zur Schau
Doch wollen wir nicht unfair sein: Möglicherweise sind wir selbst das Problem und heute schlicht nicht zu Einhundertprozent auf den markanten Stil der Briten gepolt. Nüchtern betrachtet ist nämlich alles so, wie es sein sollte: Dani Filth steht sichtlich unter Strom, jauchzt, schreit und keift so unverkennbar wie eh und je, während Keyboarderin Zoë Marie Federoff den eleganten Gegenpart stellt.
Ob catchy wie „She’s A Fire“ oder theatralisch in „Cruelty Brought Thee Orchids” decken CRADLE OF FILTH ihre stilistische Bandbreite recht ausgewogen zur Schau. Möglicherweise agiert die Band dabei einfach zu routiniert und abgebrüht, so dass der Funke letzten Endes nie auf uns überspringen mag. Deshalb schenken wir uns spontan die zweite Hälfte des Sets, obwohl uns dort sicherlich noch der eine oder andere Klassiker erwartet hätte. Kommt vor.
Fotogalerie: CRADLE OF FILTH
LORDI
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Der dritte ehemalige ESC-Teilnehmer des Festivals darf wie schon LORD OF THE LOST am Mittwoch den Prestige-Slot nach dem Headliner bespielen. 70 Minuten LORDI heißt heute zugleich eine Reise in die Vergangenheit, denn die ersten drei Studioalben werden mit jeweils ebenso vielen Stücken bedacht, sodass uns die Finnen ganz nebenbei auf einen kleinen Nostalgie-Trip mitnehmen.
Neben den unvermeidlichen Evergreens „Blood Red Sandman“ und „Devil Is A Loser“, wo Frontmann Mr. Lordi typischerweise seine Flügel ausbreiten darf, kommen auch Schmückstücke aus der zweiten Reihe zum Zug. So setzt Gitarrist Kone im unverkrampften „Get Heavy“ zum Sprint über die große Bühne an, darf in „Wake The Snake“ bald darauf ein paar schmissige Riffs aus dem Ärmel schütteln und schließlich vor dem erwähnten „Devil Is A Loser“ gar ein kleines Solo zum Besten geben.
Frontmann Mr. Lordi ist heute erstaunlich gut bei Stimme
Ergänzt wird das Retro-Set durch ausgewählte Zwischenstopps in der Diskografie: „Dead Again Jayne“ eröffnet den Reigen als Vertreter jüngeren Baujahrs, wohingegen das stampfende „Hug You Hardcore“ und das locker nach vorn rockende „The Riff“ die anderen Gesichter LORDIs hervorkehren. Das Tempo bleibt währenddessen angenehm hoch: In der ersten Hälfte des Sets hält sich der oft redselige Mr. Lordi auffallend kurz, besticht stattdessen durch eine überraschend souveräne Gesangsleistung, die wir in dieser Form gar nicht mehr erwartet haben.
Uns ist der Verzicht auf übermäßigen Dialog ohnehin ganz recht, denn wenn LORDI sich doch mal länger an ihr Publikum wenden, ist es meist in Form derselben „Jaja“-Witze und Floskeln, die wir schon vor fünf Jahren an gleicher Stelle gehört haben. Dasselbe trifft natürlich auch auf die wenigen Show-Effekte zu: die rauchende Kreissäge in „Lucyfer Prime Evil“, die CO2-Kanone in „Who’s Your Daddy?“ – die meisten Requisiten haben die Monster-Rocker schon seit mehreren Album-Zyklen im Dienst.
Den LORDI-Hit “Hard Rock Hallelujah” können alle im Publikum mitschmettern
Eine gute Zeit haben wir an der Seite des Publikums dennoch: Die erstaunlich Gefühlvolle Ballade „It Snows In Hell“ sorgt für einen Augenblick der Andacht, bevor nach einem nonchalanten Geburtstagsgruß an Crew-Mitglied Jarre zu „Would You Love A Monsterman?“ lautstark gesungen werden darf. Die Kirsche auf der Fleischpastete bildet schließlich – wie könnte es anders sein – der ESC-Gewinnersong „Hard Rock Hallelujah“, den natürlich ausnahmslos alle auf dem Areal inbrünstig mitschmettern können und der mit einem kleinen Luftschlangenregen zu Ende geht. Plötzlich sind wir wieder Teenager und das fühlt sich in dieser lauen Sommernacht irgendwie verdammt richtig an.
LORDI Setlist – ca. 70 Min.
1. Dead Again Jayne2. Get Heavy3. My Heaven Is Your Hell4. Hug You Hardcore5. Blood Red Sandman6. Scare Force One7. Lucyfer Prime Evil8. It Snows In Hell9. Wake The Snake10. Who’s Your Daddy?11. The Riff12. Devil Is A Loser13. Would You Love A Monsterman?14. Hard Rock Hallelujah
Fotogalerie: LORDI
MOONSPELL
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Wir bleiben in der Vergangenheit: Wenn wir uns richtig zurückerinnern, dann haben wir den Namen MOONSPELL seinerzeit das erste Mal im Zusammenhang mit dem SUMMER BREEZE gehört. Als das Open Air noch Sampler-CDs veröffentlichte, war es ein Track namens „Finisterra“, der Eindruck hinterließ. Seitdem sind viele Jahre ins Land gezogen und aus verschiedenen Gründen hatte es nie sollen sein mit dem Live-Erlebnis. Bis jetzt, denn selbst die kleine Verspätung zu Beginn kann uns diesmal keinen Strich durch die Rechnung machen.
Spät nachts also die MOONSPELL-Premiere für uns – einen perfekteren Rahmen können wir uns kaum vorstellen, um den düsteren Gothic Metal mit Haut und Haaren genießen zu können. Sänger Fernandos volle Stimme nimmt uns umgehend mit, weil er Stücke wie „Opium“ oder das folgende „Awake!“ mit Gefühl und Leidenschaft wiedergibt. Generell sind der Fronter und seine Truppe ausgesprochen engagiert bei der Sache, was zu dieser gottlosen Uhrzeit doch noch mal für einen letzten Energieschub ausreicht.
MOONSPELL orientieren sich heute vorwiegend an ihren Anfangstagen
Im Verhältnis jedenfalls, denn als sich Fernando für das harte „Night Eternal“ einen Moshpit wünscht, ist das Resultat wohl eher durchwachsen. Das müsse größer gehen, ist er sich sicher, bevor mit „Finisterra“ nochmal eine Schippe Aggression draufgelegt wird – und uns spontan ein Jubelschrei entfährt. Für uns hat der Titel schließlich Symbolcharakter, und ganz besonders in Verbindung mit dem Boden, auf dem wir gerade stehen.
Dass MOONSPELL im Folgenden ihr aktuelles Werk „Hermitage“ (2021) nicht mit einem einzigen Song bedenken, sondern sich vorwiegend ihren Anfangstagen um „Irreligious“ (1995) und „Wolfheart“ (1994) widmen, fällt nicht einmal ansatzweise ins Gewicht. Von Beginn bis Ende verlieren wir uns schnell im Sound der Portugiesen, deren Frühwerk mit „Mephisto“, „Alma Mater“ oder dem Schlusspunkt „Full Moon Madness“ zielstrebig unter die Haut geht und deren Ende uns daher umso schmerzlicher zurück in die Realität befördert.
MOONSPELL Setlist
1. Opium2. Awake!3. Extinct4. Night Eternal5. Finisterra6. Everything Invaded7. Breathe (Until We Are No More)8. Mephisto9. Alma Mater10. Full Moon Madness
Fotogalerie: MOONSPELL
Samstag, 17. August 2024
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Endspurt 2024: Die letzten vier Tage stecken uns an diesem abermals sonnigen Vormittag mittlerweile spürbar in den Knochen, doch beißen wir trotzdem gerne nochmals die Zähne zusammen. Denn auch der Samstag besticht mit einem hochinteressanten Programm, das HEAVEN SHALL BURN mit einer fast exklusiven Festivalshow anführen und von Veteranen wie SUBWAY TO SALLY sowie Durchstartern à la SPIRITBOX flankiert wird. Überdies haben wir den Underground auf dem Schirm: UNPROCESSED waren ja schon auf der Tour mit TESSERACT live eine regelrechte Wucht.
Gemunkelt wird zu alledem über einen Überraschungsauftritt von MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN auf dem Campsite Circus: Gemeinsam mit GUTALAX ist man ohne Vorankündigung auf dem Festivalshirt vertreten und letztere haben noch am Freitag kurzfristig die geplante Surprise Show absagen müssen. Fraglich ist für uns lediglich, ob wir in unserem Zeitplan Raum für etwas Freibeuter-Geplänkel finden, denn ab Mittag sind wir eigentlich durchgehend vor einer der vielen Bühnen im Einsatz.
SAMURAI PIZZA CATS
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Um Punkt zwölf auf der Main Stage ranzumüssen, ist nicht die dankbarste Aufgabe, knallt doch die Sonne gnadenlos auf die Bühne, wo Sänger Sebastian Fischer im Verlauf der 40 Minuten wohl mehrere Liter Wasser verlieren dürfte. Wie sehr die Hitze nicht nur Publikum, sondern auch Band schlaucht, lässt uns der Fronter nach so ziemlich jedem Song wissen. Das bemerkt Fischer zwar irgendwann sogar selbst, doch ausgesprochen werden muss es dennoch: Geteiltes Leid ist schließlich nur halb so schlimm.
Die Zähne zusammenbeißen kann man auf dem SUMMER BREEZE trotzdem ganz gut, anders können wir uns die ungebrochene Party-Stimmung kaum erklären, die nach dem Intro der namengebenden Zeichentrickserie “Samurai Pizza Cats” durchgehend herrscht. Nachdem Fischer nach dem Einmarsch die pinkfarbene Hasenmaske abgelegt hat, springen Band und Publikum zu „Outcast“ wie in Ekstase und schieben in „Falling Down“ einen Circle Pit hinterher. Dass während „The Wolf In Me“ plötzlich eine Rolle Toilettenpapier über die Menge segelt, weckt Erinnerungen ans Vorjahr, wo GUTALAX eine Spur der Verwüstung hinterließen. Nach deren spontanen Absage am Vortag ist es also nur logisch, sich der nun überschüssige Munition an gleicher Stelle zu entledigen.
Mit SAMURAI PIZZA CATS gibt es mittags das komplette Metalcore-Pflichtprogramm
Mit der Wall of Death in “Last Player” und einem abschließenden Ausflug in den Fotograben komplettieren SAMURAI PIZZA CATS bald darauf das Metalcore-Pflichtprogramm, das uns schließlich trotzdem leicht grübelnd zurücklässt: Warum Sebastian Fischer sein wundervolles Pizza-Kostüm für „You’re Hellcome“ überstreift und vor dem abschließenden Überhit „Pizza Homicide“ wieder ablegt, können wir nur auf eine Weise erklären: Es ist wohl heute schlichtweg zu heiß.
SAMURAI PIZZA CATS Setlist
1. Outcast2. The Wolf In Me3. Burn4. Freakshow5. Last6. Fake7. Have A G.O.O.D. Day!8. Welcome To The Fightclub9. Alpha10. You’re Hellcome11. Pizza Homicide
Fotogalerie: SAMURAI PIZZA CATS
NESTOR
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Die Art und Weise, wie Tobias Gustavsson über die Geschichte NESTORs spricht, hat schon etwas Romantisches. Fünf Kindheitsfreunde, die irgendwann typisch spießige Laufbahnen als Beamte oder Schulleiter einschlugen, reformieren während der Pandemie ihre alte Band und reisen plötzlich damit durch die halbe Welt. Diesen Traum vertonen die Schweden später noch voller Zuversicht in „Victorious“ und „Signed In Blood“, zunächst aber startet das Set geradlinig und ohne Schnörkel mit „We Come Alive“.
Der Titel ist Programm, denn den Geist der 80er bringen die Schweden so authentisch und lebhaft nach Dinkelsbühl, dass wir binnen Sekunden der Nostalgie verfallen. Natürlich profitieren Stücke wie “Kids In A Ghost Town“ oder „Teenage Rebel“ enorm von Gustavssons voller und ausgesprochen gefälliger Singstimme, die im Singalong „Caroline“ aber gerne auch das Rampenlicht mit der Anhängerschaft teilt. Zahlenmäßig für ein Main-Stage-Publikum vergleichsweise überschaubar, ist die Freude auf dem Battlefield beispiellos, obschon noch nicht alle so textsicher scheinen, wie es Sänger Gustavsson gerne hätte.
NESTOR verzetteln sich auf dem SUMMER BREEZE mit der Zeit
Als stilistischer Ausreißer dürfen sich NESTOR somit über ein umso engagierteres Publikum freuen, das wie die Band selbst für jede Note zu leben scheint. Vielleicht verliert sich der Frontmann auch deshalb immer wieder in überlangen Ansagen, so dass schließlich sogar die Produktionsleitung den Frontmann einbremsen muss: Die offizielle Spielzeit sei bereits überzogen, heißt es, als die Skandinavier gerade ihre zwei letzten Songs ankündigen wollen. Sichtlich verwirrt müssen sich NESTOR somit ohne ihre Hits verabschieden. Dass Tobias Gustavsson fälschlicherweise von einem einstündigen Set ausgegangen war, ist natürlich eigenes Verschulden – böse sein können wir der sympathischen Truppe aber nicht, zumal sie direkt einen Lösungsvorschlag parat hat: Im Herbst kehre man auf Headline-Tour nach Deutschland zurück, wo man dann mit Sicherheit das volle Programm genießen könne. Deal.
NESTOR Setlist – ca. 40 Min.
1. We Come Alive2. Kids In A Ghost Town3. Teenage Rebel4. Unchain My Heart5. Signed In Blood6. Victorious7. Caroline8. Firesign
Fotogalerie: NESTOR
RISE OF THE NORTHSTAR
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Eine neue Perspektive erhoffen wir uns im direkten Anschluss von RISE OF THE NORTHSTAR. Auf Platte sind wir mit dem Rap-Metal der Franzosen bislang leider nie so recht warm geworden, weshalb wir umso neugieriger den Live-Qualitäten des Quintetts entgegenblicken. Visuell fährt das Quintett mit ihren weißen Overalls jedenfalls eine konsequente Linie, welcher die einzelnen Bandmitgliedern durch die individuelle Kopfbedeckung einen persönlichen Touch verleihen.
Besonderer Blickfang ist allerdings das Drumset Phantoms, welcher unter einer japanischen Kirschblüte Platz nehmen darf. Dass es musikalisch ungleich martialischer zugeht, als es deren rosarote Blätter vermuten lassen, ist natürlich ein harter Kontrast, den RISE OF THE NORTHSTAR mit einer explosiven Bühnenpräsenz regelrecht zu zelebrieren wissen.
RISE OF THE NORTHSTAR stimulieren die rohen, ursprünglichen Instinkte
Zu groovenden Rhythmen und breitwandig bratenden Riffs stimulieren Songs wie „Showdown“ die rohen, ursprünglichen Instinkte: Im Zentrum fliegen sodann Gliedmaßen durch die Luft, wenn nicht gerade das Tempo nach Kardiotraining verlangt. Wer sich dem Circle Pit nicht selbst anschließen will, kann sich entweder vom brachialen Auftreten der Band mitnehmen lassen oder läuft Gefahr, an Ort und Stelle zusammengefaltet zu werden. Wir entscheiden uns derweil während „One Love“ für den vornehmen Rückzug. Denn obwohl wir den Reiz des Crossover-Konzepts live und in Farbe deutlich besser nachvollziehen können, finden wir auch heute nicht den richtigen Zugang zum Genre-Mix des Gespanns.
Fotogalerie: RISE OF THE NORTHSTAR
BEFORE THE DAWN
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Die T-Stage kennt Drummer Tuomas Saukkonen ja schon aus dem letzten Jahr, wo er aber mit WOLFHEART als Sänger und Gitarrist den sicherlich wundervollen Ausblick vom vorderen Bühnenrand aus genießen konnte. Anders als 2023 grüßt nun allerdings strahlend blauer Himmel, was ja eigentlich nicht unbedingt die beste Kulisse für die düsteren, oft melancholischen Texte seines Zweitprojekts darstellt. Glücklicherweise funktioniert der moderne Melodic Death Metal BEFORE THE DAWNs auch bei Sonnenschein, da die eingängigen Arrangements und Melodien griffig ausfallen und Frontmann Paavo Laapotti altes wie neues Material mit Überzeugung darbietet.
Das zurückhaltende Stageacting des Sängers passt auch unter freiem Himmel zum nachdenklichen Inhalt, welcher die Finnen durch alle Schaffensperioden führt. Das aktuelle „Archaic Flame“ bildet zusammen mit „Downhearted“ die Ära Laapotti ab, sodass ausreichend Raum für Klassiker à la „Faithless“, „Unbreakable“ und natürlich „Deadsong“ bleibt, die allesamt unter großem Beifall aufgenommen werden. Zwar sind den Fans an diesem letzten Tag die Strapazen der Woche anzumerken, die Wertschätzung für die vier Musiker – die zweite Gitarre kommt leider vom Band – ist zwischen den Stücken trotzdem nicht zu überhören.
BEFORE THE DAWN Setlist
1. Unbreakable2. My Darkness3. Faithless4. Dying Sun5. Archaic Flame6. Downhearted7. Winter Within8. The Black9. Wrath10. Deadsong
Fotogalerie: BEFORE THE DAWN
ECLIPSE
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Ein spontaner Entschluss führt uns gegen drei Uhr zur Main Stage: Unsere Fotografin möchte sich die Truppe aus der Nähe ansehen, die aus einem unerfindlichen Grund ständig in ihrer Streaming-Rotation landet. Dass die Schweden ECLIPSE bei ihrem Festivaldebüt direkt mit dem Dauerbrenner „Roses On Your Grave“ einsteigen, wirkt in der Folge fast wie eine Fügung des Schicksals. Catchy und geradlinig geht es weiter, wobei zumindest in den Anfangsminuten das Engagement auf der Bühne das des Publikums deutlich in den Schatten stellt. Also ganz gemäß dem Bandnamen, könnte man witzeln, würde sich die Menge nicht doch immer wieder zum eifrigen Mitklatschen animieren lassen. Und das Fazit aus dem Fotograben, bevor es zum nächsten Termin geht? „Sehen völlig anders aus als gedacht.“ Verrückt.
Fotogalerie: ECLIPSE
UNEARTH
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Vorwurfsvolle Blicke kassieren wir von links, als UNEARTH mit „Dawn Of The Militant“ direkt den Vorschlaghammer auspacken. Hatten wir unserer Begleitung im Vorfeld die Metalcore-Veteranen doch ausgerechnet wegen ihrer melodischen Seite schmackhaft gemacht, verfolgen die US-Amerikaner zunächst einen anderen Plan. Mit Thrash-Einschlag geht es von Null auf 100, sodass der Circle Pit früh ins Schwitzen kommt. Brachial knüpft „Incinerate“ an, wo die gedoppelten Lead-Gitarren schließlich in einen massiven Breakdown führen.
Die Strategie geht auf, denn das Eis bricht ein solcher Doppelschlag mit Leichtigkeit: Während sich die Meute vor der Bühne gut beschäftigt zeigt, sehen UNEARTH die Gelegenheit, ihr zweites Gesicht zu präsentieren, um so auch die restlichen Besucher:innen ins Boot zu holen. Die Göteborg-Anleihen von „The Wretched; The Ruinous” schmieren Melodieliebhabern genauso Honig ums Maul wie „My Will Be Done“ oder der Auftakt von „Giles“, so dass sich die skeptischen Gesichtszüge neben uns schlussendlich in Wohlgefallen auflösen.
UNEARTH Setlist
1. Dawn Of The Militant2. Incinerate3. The Wretched; The Ruinous4. Giles5. Endless6. This Lying World7. My Will Be Done8. Black Hearts Now Reign
Fotogalerie: UNEARTH
ORDEN OGAN
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Trotz Tageslicht wird es nun unerwartet schaurig: Das alte Herrenhaus, das den LED-Screen anstelle eines klassischen Backdrops ziert, bringt in Verbindung mit den untoten Fratzen im Rücken der Band eine erstaunlich düstere Atmosphäre auf das Battlefield. Ihre Konzeptgeschichte um das Bandmaskottchen Aleister Vale greifen ORDEN OGAN offenbar auch in ihrer Live-Show auf: Nicht nur für das Intro, auch während bestimmter Momente des Sets darf selbiger mit Zylinder und blutroter Maske die Bretter besteigen, um etwa eine Sichel zu schwingen oder per Dudelsack dem Backing Track ein wenig Authentizität zu verleihen.
Als alter Hase im Geschäft weiß die Power Metal-Band natürlich ganz genau, was auf Open Air Festivals funktioniert: Schon im eröffnenden „F.E.V.E.R.“ schießen gewaltige Flammensäulen in den Himmel, während uns kraftvolle und eingängige Melodien wachrütteln. Die sichtbare Spielfreude ORDEN OGANs überträgt sich dadurch binnen Augenblicken auf die Zuschauerschaft, die jeder Anweisung Sebastian „Seeb“ Levermanns Folge leistet: klatschen, springen, singen – das SUMMER BREEZE beherrscht selbstverständlich alle Disziplinen nahezu perfekt.
ORDEN OGAN wissen genau, wie man das Festivalpublikum zum Mitsingen animiert
Das gemeinsame Singspiel in „Moon Fire“ macht in der Folge aus dem sonst arg einfallslosen Refrain ein kurzweiliges Live-Erlebnis und dank der starken Gitarrenarbeit sogar einen echten Kracher. Die Menge mitzunehmen scheint ohnehin eine große Stärke der Formation: In „Heart Of The Android“ tanzen am linken Rand ein paar Metalheads ausgelassen in den Pfützen, welche die Wasserkanonen hinterlassen haben, wohingegen Frontmann Seeb seine Fans durch gewisse Tricks zum noch lauteren Mitsingen animiert: In „The Order Of Fear“ könne man etwa das letzte Wort auch ganz gut durch „Bier“ ersetzen. Natürlich eine todsichere Sache.
Allein zum Ende des einstündigen Auftritts übertreibt es der Bandkopf etwas mit Ansagen und Übungslektionen: Als wären wir bei POWERWOLF, wird eine einzige Textzeile für „Things We Believe In“ überflüssigerweise bis zum Exitus einstudiert. Dafür beweisen ORDEN OGAN Humor, als sie im Klassiker „Gunman“ ihre angeblich schwächelnden Social-Media-Zahlen aufpolieren wollen: Die Unterstützung der Fans ist ihnen sicher, doch dass man heutzutage das Smartphone beim Filmen für die sozialen Kanäle nicht mehr quer hält, hat Fronter Seeb wohl niemand gesagt. Aber was soll’s, Übung macht den Meister!
ORDEN OGAN Setlist – ca. 60 Minuten
1. F.E.V.E.R.2. Conquest3. Moon Fire4. Come With Me To The Other Side5. Forlorn And Forsaken6. Inferno7. Heart Of The Android8. The Order Of Fear9. Gunman10. We Let The Fire Rain11. The Things We Believe In
Fotogalerie: ORDEN OGAN
SPIRITBOX
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Der Hype um SPIRITBOX und ihre Sängerin Courtney LaPlante ist auch auf dem SUMMER BREEZE deutlich zu spüren. Dichter gedrängt als die Fans im vorderen Drittel stehen nur die Fotograf:innen auf der Empore vor der Bühne. Tatsächlich haben sich die Kanadier innerhalb weniger Jahre vom obskuren Geheimtipp zum potenziellen Main-Event gemausert. Mit der Band, die wir am Vorabend des Lockdowns 2020 als Opener von AFTER THE BURIAL erlebten, hat das perfekt durchgetaktete Programm nur noch wenig gemein.
Bis auf die Sekunde genau gibt der durchlaufende Backing Track die Pausen zwischen den Stücken vor und schmückt auch sonst die Songs durch zahlreiche Synthesizer, zusätzliche Instrumentalspuren und Gesangsharmonien aus. Wenn im Nachhinein die eingefleischten Fans schwärmen, SPIRITBOX klängen live wie auf Platte, dann liegt hierin das Geheimnis. Clean und ehrlicherweise auch etwas steril ist der Sound dadurch, der aber in den harten Tracks wie dem Einstieg „Cellar Door“ oder „Angel Eyes“, das Gitarrist Mike Stringer mittels einiger Bends anreichert, durchaus mit Schmackes aus den Boxen kommt.
SPIRITBOX zeigen sich distanziert und arg routiniert
Dass das Auftreten der Band darüber hinaus mit dem Attribut „routiniert“ noch recht wohlwollend umschrieben ist, trübt die Freude über die Hitsingles „Circle With Me“ oder „Jaded“ etwas. Leblos und arg distanziert zeigen sich SPIRITBOX an diesem Nachmittag: Courtney LaPlante rattert lustlos einstudierte Ansagen herunter und verlässt noch dazu nach jedem Stück kommentarlos die Bühne. Da sich ihre Kollegen für gewöhnlich eher zurückhalten und der Frontfrau das Scheinwerferlicht überlassen, ist eine gesunde Chemie zwischen Formation und Publikum kaum aufzubauen.
Wenigstens Bassist Josh Gilbert (Ex-AS I LAY DYING), dessen stimmliche Qualitäten weiterhin sträflich vernachlässigt werden und dessen unterstützende Vocals heute noch dazu vom Backing Track geschluckt werden, versprüht so etwas wie Ehrgeiz, kann den Karren aber nicht alleine aus dem Dreck ziehen.
Schon nach 45 Minuten ziehen SPIRITBOX recht unrühmlich von dannen
Weil SPIRITBOX zudem nach einer Dreiviertelstunde schon recht unrühmlich von dannen ziehen und somit knapp 15 Minuten Spielzeit ungenutzt bleiben, hinterlassen die Nordamerikaner vielerorts verdutzte und auch enttäuschte Gesichter. Man spiele auf den Sommerfestivals keine „einstündige Headlineshow“, ließ Gitarrist Stringer im Anschluss via der Online-Plattform Reddit verlauten. Nicht der hoffnungsvollste Ausblick auf die im Februar 2025 anstehende Tour, für welche diese blutarme Performance leider nicht gerade Werbung gemacht hat.
SPIRITBOX Setlist – ca. 45 Min.
1. Cellar Door2. Jaded3. Angel Eyes4. The Void5. Rule Of Nines6. Secret Garden7. Rotoscope8. Circle With Me9. Holy Roller10. Hysteria
Fotogalerie: SPIRITBOX
Teil des Steins, Teil der Crew!
Smartphone-Aufnahme: Florian Schaffer
Eigentlich wollten wir nur kurz aufs stille Örtchen, als uns eine ominöse Gestalt auf halbem Weg plötzlich zur Seite nimmt. Ob wir nicht einem Kult beitreten mögen, so ihr Anliegen. Es sei ganz einfach: Man nehme einen Stein vom Festivalgelände und lege ihn etwa eine Handbreit an den äußersten Kiesel des Steinkreises an. Anschließend müsse man dem Steinhaufen im Zentrum nur noch etwas von seinem Getränk opfern, um das Aufnahmeritual abzuschließen. Einem Steinkult beizutreten hatten wir zwar für das diesjährige SUMMER BREEZE OPEN AIR nicht auf der Agenda, können uns der sympathischen Gesellschaft aber kaum entziehen.
Rund zweieinhalb Stunden betreibe man die Gemeinschaft nun schon, lassen uns die sechs Gründer:innen wissen. Rund 20 Mitglieder zählt der Kreis bei unserer Ankunft, knapp zehnmal so viele sind es schließlich, als später der Haupt-Act HEAVEN SHALL BURN in sein Set startet. Das mag absurd klingen, ist aber doch naheliegender als man denkt: Wer Metal liebt, huldigt schließlich oft genug auch dem Rock.
SUBWAY TO SALLY
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So zu beobachten ist das um zehn nach sieben auf der Main Stage, wo SUBWAY TO SALLY als langjährige Gäste des Festivals den Co-Headline-Slot einnehmen dürfen. Rein auf dem Papier vielleicht nicht mehr der zugkräftigste Name des Billings, ist der Folk-Rock der Potsdamer doch stets Garant für eine kurzweilige Zeit. Auch deshalb ist das Battlefield ganz ordentlich besucht, als die harten Riffs von „Henkersbraut“ einen Einstieg nach Maß versprechen.
Alte wie neue Fans sollen heute gleichermaßen auf ihre Kosten kommen, denn neben Material des aktuellen Albums „Himmelsfahrt“ (2023) haben die Sieben auch so manche Perle aus der Vergangenheit im Gepäck. So stehen „Was ihr wollt“ oder „Leinen los“, bei dem die Zuschauer:innen mit ihren Händen ein Meer simulieren, neben der Gothic-Hymne „Eisblumen“ oder der sehnsuchtsvollen Ballade „Minne“.
SUBWAY TO SALLY wirken heute spritzig und spielfreudig
Dem aktuellen Weltgeschehen tragen SUBWAY TO SALLY derweil mit „Falscher Heiland“ Rechnung, nachdem man Arm in Arm schunkelnd zu „Auf dem Hügel“ bereits Geschlossenheit demonstriert hatte. Beeindruckend ist für uns vor allem, wie viel Energie die Formation bei aller Routine selbst nach rund dreieinhalb Dekaden Bandgeschichte noch auf die Bretter bringt. Die grauen Haare mögen auf so manchem Haupt langsam Überhand gewinnen, doch der Spritzigkeit der Musiker:innen kann das offenbar nichts anhaben.
Tatsächlich wirken SUBWAY TO SALLY auf uns lebendiger als bei ihrem letzten Gastspiel 2019, sodass wir uns schnell von bewährten Hits à la „Veitstanz“ oder „Kleid aus Rosen“ anstecken lassen. Untermalt sind diese natürlich wie gewohnt mittels spektakulärer Pyro-Effekte und so manch zusätzlichem optischen Kniff: Schnee- bzw. Schaumkanonen verschaffen in „Eisblumen“ zumindest visuell Abkühlung, während die a cappella vorgetragene Zugabe „Sanctus“ durch die Mönchsroben zusätzliche Authentizität spendiert bekommt. Im fantastischen „Gott spricht“ schließlich zeigt sich Geigerin Ally Storch im weißen Kleid mit goldener Krone, bevor zum Ende hin die fast schon obligatorische Fan-Hymne „Julia und die Räuber“ das SUMMER BREEZE in Partystimmung zurücklässt – nicht nur dem Steinkult weiter hinten sind die eingespielten Rituale wichtig.
SUBWAY TO SALLY Setlist – ca. 80 Minuten
1. Henkersbraut2. Was ihr wollt3. Leinen los4. Alles was das Herz will5. Eisblumen6. Auf dem Hügel7. Minne8. Island9. Falscher Heiland10. Ihr kriegt uns nie11. Sieben12. Tanz auf dem Vulkan13. Kleid aus Rosen———————-14. Sanctus15. Gott spricht16. Veitstanz———————-17. Julia und die Räuber
Fotogalerie: SUBWAY TO SALLY
HEAVEN SHALL BURN
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Eigentlich waren HEAVEN SHALL BURN ja erst vorletztes Jahr zu Gast. Und eigentlich wollten sich die Thüringer dieses Jahr live eher rarmachen. Warum sie also nun doch schon wieder auf der Bühne des SUMMER BREEZE stehen, erklärt Shouter Marcus Bischoff im Laufe des Auftritts: Wenn eines der absoluten Lieblingsfestivals der Band ein solches Angebot unterbreitet, könne man einfach nicht nein sagen. Am Ende ist es eine Win-Win-Win-Situation für alle Beteiligten, denn auch wir bekommen zum Abschluss einen Headliner, der in vielerlei Hinsicht gigantisch ist.
Die Bühnenshow, so explosiv wie spektakulär, setzt im Hintergrund auf visuelle Begleitung, wo etwa Meeresaufnahmen oder zeithistorische Bewegtbilder die in der Regel politisch motivierten Texte untermalen. So auch schon im Intro, das ein Swastika-Symbol auf einem Reichsgebäude demonstrativ in die Luft sprengt, während die einsetzende Urgewalt von „Counterweight“ durch Sparkler- und Streamer-Effekte den Akt in die Wirklichkeit überträgt.
HEAVEN SHALL BURN erklären den Circle Pit zur olympischen Disziplin
Es ist das erste deutliche Statement der Band, die sich noch nie davor gescheut hat, Haltung zu zeigen. Und so schwingt auch diesmal immer eine gewisse Dringlichkeit mit, wenn die dargebotenen Stücke das aktuelle Zeitgeschehen tangieren. Nicht nur „My Heart And The Ocean“, wo roter Flitter zu Boden regnet, auch die Sea-Shepherd-Hymne „Hunters Will Be Hunted“ wirkt angesichts der derzeitigen Proteste aufgrund des festgenommenen Aktivisten Paul Watson noch herzzerreißender, die Verzweiflung in Bischoffs Stimme während der Bridge noch aufwühlender.
Doch nicht nur emotional, auch körperlich ist das Publikum einmal mehr gefordert. Früh wird zu „Übermacht“ im Takt gesprungen, bevor Maik Weichert im Evergreen „Behind A Wall Of Silence“ nicht bloß einen, sondern mehrere Circle Pits fordert: So viele, wie es olympische Ringe gebe, fordert der Gitarrist, um es den Freunden von GOJIRA zu zeigen. Sie mögen bei Olympia spielen, doch gleichzeitig spiele Olympia bei HEAVEN SHALL BURN. Oder eben heute in Dinkelsbühl, denn wenig später rotiert es in gefühlt jeder Ecke des Areals.
Bei HEAVEN SHALL BURN bleibt heute (fast) kein Stein auf dem anderen
Auf den Händen des Publikums gesurft werden darf dann im Melodeath-Hit „Godiva“, nachdem „Voice Of The Voiceless“ standesgemäß im Flammenschein eine stattliche Wall of Death eingefordert hatte – amüsantes Detail am Rande: Als sich die Menge teilt, breiten einige Fans in deren Mitte ein Banner aus, dem eine deutliche Positionierung gegen rechte Ideologien zu entnehmen ist.
HEAVEN SHALL BURN selbst nehmen sich nur einmal die Freiheit, auf aktuelle Entwicklungen hinzuweisen. Man müsse sich gegen die Spaltung der Gesellschaft stellen – so wie am heutigen Abend. Denn dieses Miteinander, so Maik Weichert, sei ebenfalls eine politische Botschaft, die man nach diesem Wochenende zurück in den Alltag mitnehmen möge. Auf den Applaus für diese wichtigen Worte folgt der Endspurt: „Numbing The Pain“, das massive „Endzeit“ und „Tirpitz“ lassen – mit Ausnahme eines rituell genutzten Türmchens nahe des Verbindungsweges – keinen Stein auf dem anderen und uns mit der Frage zurück, was da jetzt noch kommen möge.
Mit Feuer und Explosionen geht es zum Schluss nach “Valhalla”
Nun, HEAVEN SHALL BURN haben ihr letztes Gastspiel noch in bester Erinnerung, wo nach BLIND GUARDIAN eine Gruppe Fans rund 40 Minuten lang deren Klassiker „Valhalla“ intonierten. Solange, bis sich Marcus Bischoff selbst dazu hingerissen sah, das eigene Intro über den Haufen zu werfen, um ebenfalls in den Chor einzustimmen. Klare Sache also, dass heute der Kreis geschlossen wird und der legendäre Song in der brachialen Cover-Fassung den Schlusspunkt setzen muss. Mit Feuer, mit Funken, mit Explosionen und mit zehntausenden Kehlen im Rücken, die jede Textzeile inbrünstig in den Nachthimmel brüllen. „Valhalla! Deliverance!“ Nur vergessen werden wir dieses Finale sicherlich nicht so schnell.
HEAVEN SHALL BURN Setlist
1. Counterweight2. Bring The War Home3. Übermacht4. Behind A Wall Of Silence5. Black Tears6. My Heart And The Ocean7. Voice Of The Voiceless8. Godiva9. Hunters Will Be Hunted10. Combat11. March of Retribution12. Thoughts And Prayers13. Numbing The Pain14. Endzeit15. Tirpitz16. Valhalla
Fotogalerie: HEAVEN SHALL BURN
UNPROCESSED
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Nachdem wir MYRKUR nebenan leider nur noch am Rande mitnehmen konnten, bringen wir uns für UNPROCESSED schon frühzeitig in Stellung. Schon im Februar überzeugte uns die Prog-Metal-Band mit technischer Finesse und engagierter Live-Show – Qualitäten, die auch auf der Open-Air-Bühne eine gute Figur machen dürften. Der für das Quartett so wichtige Sound ist ebenfalls differenziert gemischt, so dass in den hinteren Reihen die Fingerfertigkeit in gleichem Maße genossen werden kann, wie im ungleich aktiveren Zentrum.
Wobei Sänger und Gitarrist Manuel Gardner Fernandes zunächst noch Starthilfe geben muss: Zu wenig Bewegung im Opener „Hell“ fordern ein paar bestimmte Worte ans Publikum heraus, das für das folgende „Lore“ gleich Besserung gelobt und sich in „Thrash“ gar zum Circle Pit formiert. Der Körpereinsatz passt also, wenngleich dem Engagement der Band selbst wohl niemand das Wasser reichen kann. Vor allem Bassist David John Levy hebt regelmäßig mit beiden Beinen vom Boden ab, wenn er nicht gerade ein paar energische Backing Vocals beisteuert.
UNPROCESSED lassen auf Worte auch Taten sprechen
Nur selten wird der Act ein kleines bisschen zu viel für unseren Geschmack, wenn Gardner Fernandes uns etwa zum wiederholten Male erläutert, uns die „Energie rausquetschen“ zu wollen. „Show don’t tell“, heißt es im Film nicht ohne Grund. Immerhin lassen UNPROCESSED mit der neuen Single „Sacrifice Me“ und dem mitreißenden „Haven“ schließlich auch Taten sprechen, sodass der einzige nennenswerte Kritikpunkt des gelungenen Sets der ununterbrochen auf der Bühne herumturnende Bandfotograf bleibt.
Fotogalerie: UNPROCESSED
CULT OF FIRE
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Es gibt für alles eine richtige Zeit und einen richtigen Ort. Für CULT OF FIRE ist es die T-Stage um 00:20 Uhr. Vor dem ausgeleuchteten Waldstück wirkt das aufwendige Setdesign noch beeindruckender: Zwei goldene Kobras krümmen sich über die Sessel links und rechts, auf denen die beiden maskierten Gitarristen Platz nehmen. In der Mitte zieht ein reich gedeckter Gabentisch die Aufmerksamkeit auf sich; eine Art Altar, über welchem ein gehörnter Priester feierlich einen Kelch ausgießt.
All das haben wir bereits an Ostern auf dem DARK EASTER METAL MEETING erlebt und doch holen uns CULT OF FIRE erst heute richtig ab. Liegt es an der Open-Air-Kulisse, dem noch eindrucksvolleren Szenenbild oder dem wunderbar differenzierten Soundmix? Vielleicht von allem etwas; Fakt ist jedoch, dass wir dem Ritual der Tschechen in Windeseile verfallen.
Zur späten Stunde werden CULT OF FIRE zum fast meditativen Erlebnis
Die Black-Metal-Eruptionen gehen massiv durch Mark und Bein, wohingegen die durchaus präsenten Melodien dem Material eine Leichtigkeit verleihen, die zu dieser späten Stunde geradezu erhebend wirken. Höhepunkt ist für uns sicherlich das Quasi-Intrumental „Kali Ma“, das wir uns entspannt im Schneidersitz anhören und in den entrückten Arrangements tatsächlich etwas Meditatives entdecken. Nach unserem eher durchwachsenen Eindruck im Frühjahr hätten wir mit einer solchen Kehrtwende nicht gerechnet.
Fotogalerie: CULT OF FIRE
INSOMNIUM
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insomnium
Ist es einfach das Adrenalin oder hat Niilo Sevänen etwas zu viel Koffein im Blut? So spät nachts noch derart spritzig die Bühne zu entern nötigt jedenfalls unseren ganzen Respekt ab. Ununterbrochen versucht der Bassist und Shouter um ein Uhr nachts das müde Publikum doch nochmal anzutreiben. Dass dies trotz nach vorn ziehender Songs wie „Valediction“ oder „Lilian“ eher schlecht als recht funktioniert, liegt weniger am Willen denn den Energiereserven der Fans.
Nach fünf heißen Tagen ist zum Festivalabschluss der Tank vielerorts einfach leer, weshalb Fäuste recken und im Takt zu klatschen das höchste der Gefühle bleiben muss. Wir hoffen, der übermotivierte Frontmann nimmt es sportlich, denn ansonsten ist auf dem Platz die Freude über den Auftritt der Finnen deutlich zu spüren. Einzig zu sehen bekommen wir INSOMNIUM während der ersten Hälfte des Gigs oft nur schemenhaft: Die Frontscheinwerfer entdeckt der Lichtmann erst nach einer knappen halben Stunde.
INSOMNIUM versuchen ihr Bestes, dem SUMMER BREEZE die Müdigkeit auszutreiben
Dafür gibt es als Lohn zum Oldie „Mortal Share“ doch noch den gewünschten Circle Pit, wenn auch im Mini-Format. Enthusiastisch fällt natürlich die Reaktion auf den Überhit „While We Sleep“ aus, wo heute die Leadgitarre den größten Teil der Emotionalität schultert. Den vorgezogenen Höhepunkt beschließen INSOMNIUM mit dem ausgedehnten „Heart Like A Grave“ und einem Hauch Melancholie.
Warum uns also die Show der Finnen heute nicht restlos begeistern kann, ist schwer auf den Punkt zu bringen. Vielleicht ist es die Lokalität: Vielleicht wäre die dezent intimere Atmosphäre der T-Stage passender gewesen. Vielleicht hätten wir uns anstatt der getragenen Stücke im zweiten Drittel mehr Biss und Tempo gewünscht. Am Ende des Tages sind das Nebensächlichkeiten, denn ein gelungener Abschied vom diesjährigen SUMMER BREEZE ist diese Stunde Melodic Death Metal allemal.
INSOMNIUM Setlist – ca. 60 Min.
1. Anno 16962. Valediction3. White Christ4. Unsung5. Lilian6. And Bells They Toll7. The Witch Hunter8. Mortal Share9. While We Sleep10. Heart Like A Grave
Fotogalerie: INSOMNIUM
Zum Jubiläum will das ausverkaufte SUMMER BREEZE etwas zurückgeben
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impressionen
Vertrauen bekommt man nicht einfach so geschenkt, man muss es sich verdienen. Folglich ist die diesjährige Bilanz nicht einfach nur guter Wille, sondern das Resultat von Fleiß und harter Arbeit: Dass das SUMMER BREEZE OPEN AIR zur 25. Auflage restlos ausverkauft war, dürfte dabei die schönste Belohnung sein. Und dennoch nutzten die Veranstalter ihr Jubiläum als Gelegenheit, etwas zurückzugeben. Nicht auf die übliche, sondern die typisch persönliche Art. Denn statt eines Luxus-Headliners fürs eigene Ego schnürten die Organisator:innen ein buntes Paket voller bestens gehüteter Überraschungen.
Von der Raritäten-Show DARK TRANQUILLITYs am Dienstag über den groß angekündigten Surprise Act HAMMERFALL am Mittwoch bis hin zu den beliebten Dauergästen MR. HURLEY & DIE PULVERAFFEN, die zwar immer noch nicht die Main, doch dafür die Campsite Stage entern durften: Auch mit dem kurzfristig leider entfallenen GUTALAX-Auftritt zeigte das Festival, wie gut es seine Besucher:innen kennt.
Von der Security bis zum Publikum zeichnet sich das SUMMER BREEZE durch sein respektvolles Miteinander aus
Deren Stimmen schenkt das SUMMER BREEZE auch sonst nicht nur Gehör, sondern nimmt sie durchaus ernst: Natürlich zählen hierzu auch die lange zurückgeforderten Gargoyles, die nun endlich wieder die Main Stage schmücken dürfen. Doch auch abseits des Kerngeschäfts ist der Dialog mit den Fans ein Anliegen, wie die verstärkt vorangetriebenen Initiativen rund um das Open Air belegen. Gelebte Vielfalt und Awareness-Angebote sollen dazu beitragen, das Gelände zu einem sicheren Ort für alle zu machen. Wie wichtig und vor allem notwendig das selbst im Jahr 2024 noch ist, zeigen leider die vielen unschönen Kommentare unter den zugehörigen Social-Media-Beiträgen.
Auf dem Festivalgelände hingegen scheint das Miteinander in aller Regel hervorragend zu funktionieren. Über vier lange Tage trafen wir viele aufgeschlossene Menschen, aufmerksame Crew-Mitglieder, welche in der brütenden Hitze sogar aus Eigeninitiative Trinkwasser aushändigten, und eine wunderbare Bühnensecurity in Form der Grabenschlampen, die freitags im Hawaii-Hemd und sonst in ihrer üblichen Montur die Leute immer mit einem Lächeln im Gesicht heil zu Boden gebracht haben.
Die kostenfreien Wasserstationen des SUMMER BREEZE waren 2024 ein Lebensretter
Kritik aus dem Vorjahr nahm man sich zudem abermals an: Verschwunden war das nervtötende Hau-den-Lukas-Gebimmel auf dem T-Square, wo man seine Fitness stattdessen neben der Rebel Stage anderweitig auf den Prüfstand stellen konnte. Der teils langen Wartezeiten an den Spül-Toiletten und Duschen wurde man mittels eines neuen Chip-Systems Herr – jedenfalls außerhalb der Stoßzeiten. Hier könnte man in manchem Eck des Camping-Areals für kommendes Jahr quantitativ noch etwas aufrüsten, wie uns mehrfach zugetragen wurde. Gleiches gilt wohl für das Infield, wo gerade im Bereich der Main Stage die WC-Anlagen tendenziell knapp bemessen waren.
Kulinarisch durfte man sich hingegen über eine breite Auswahl an Speisen freuen, welche wohl fast alle Geschmäcker zufriedenstellen konnten, die sich mit geläufiger Festivalqualität und -preispolitik arrangieren konnten. Ebenso bewegten sich die Getränkepreise in einem akzeptablen Rahmen, so dass auch wir nebst der kostenfreien Wasserstationen gerne den schnellen Service der Bar nutzten, deren Angebot an alkoholfreiem Bier jedoch gerne auf alle Stände ausgeweitet werden darf.
Für das SUMMER BREEZE OPEN AIR ist der Wohlfühlfaktor der Gäste ein erklärtes Ziel
Gefeilt werden muss für die nächstjährige Auflage somit lediglich am Detail. Denn der programmtechnische Ablauf an den vier Bühnen lief fast reibungslos, während das Drumherum auch durch das gewissenhaft arbeitende „Trasher“-Team stets einen sauberen und ordentlichen Eindruck vermittelte. Für das SUMMER BREEZE ist der Wohlfühlfaktor eben kein Nice-to-have, sondern erklärtes Ziel: Den Dienstagsstau aus dem Vorjahr bekämpfte man mit einem perfekt organisierten Anreisekonzept, der Hitze setzte man die neuen Wasserkanonen entgegen und die erwähnten kleinen Ungereimtheiten an den “Shit’n’Shower”-Stationen hat man sicherlich innerhalb der kommenden Jahre ausgebügelt.
Das behaupten wir nicht einfach so, sondern sprechen viel mehr aus Erfahrung. Gearbeitet hat man in Dinkelsbühl ja schon immer an sich selbst, weshalb wir dem Open Air in dieser Hinsicht das gleiche Wohlwollen zeigen wollen, wie wir es schon am Dienstagmorgen getan haben: Nicht, weil wir unser Vertrauen leichtfertig verschenken, sondern weil sich das SUMMER BREEZE diesen Vorschuss hart und ehrlich erarbeitet hat.
Fotogalerie: Impressionen
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Fotos: Tatjana Braun (https://www.instagram.com/tbraun_photography/)
Source: Vampster
10.09.2024 - STONEMAN: weiterer Song vom neuen Dark Rock / Neue Deutsche Härte Album “NEU !”

Die Dark Rock / Neue Deutsche Härte-Band STONEMAN hat am 6. September 2024 ihr erstes neues Album seit sechs Jahren herausgebracht. Erschienen ist “NEU !” via Massacre Records auf CD, Vinyl sowie digital. Zum Release teilte die Gruppe den Clip “Wahnsinn” bei YouTube.
Mit “Heimatdiebe” gibt es überdies den Opener als Video-Clip. Mit der Single “Ferrari Pferd” steht eine weitere Hörprobe als Clip bei YouTube bereit. Sänger Mikki Chixx lässt wissen:
“Ferrari Pferd ist eine ur-typischer STONEMAN Song, welcher wieder menschliche Abgründe ans Tageslicht bringt und sich mit der Gier der Menschheit befasst. Sozialkritisch eben in gewohnter STONEMAN Manier.”
Das Artwork der Platte gestaltete Chiara Cerami, für das Mastering von “NEU !” zeichnet Dan Suter verantwortlich.
STONEMAN “NEU !” Tracklist
Heimatdiebe (Video bei YouTube)
Korrekt
Helene
Ferrari Pferd (Video bei YouTube)
Wahnsinn (Video bei YouTube)
Halloween
Sex
Keine Zeit
Puppentanz
Neu !
Heute Nacht
STONEMAN Tourdaten 2024
05.09.2024 DE München – Backstage
06.09.2023 DE Oberhausen – Kulttempel
07.09.2023 DE Hannover – Lux
08.09.2023 DE Deutzen – NCN Festival
02.11.2024 DE Magdeburg – Factory Support von OST+FRONT
03.11.2024 DE Augsburg – Spectrum Support von OST+FRONT
STONEMAN Line-up 2024
Mikki Chixx – Gesang
Dom – Gitarre
Maehna – Bass
Rico H – Drums
Source: Vampster
10.09.2024 - Fostermother - Echo Manor 27,99 €
Connecticut-based stoner and doom metal merchants CURSE THE SON announce the release of their fifth album "Delirium" on Ripple Music this September 6th, and present the debut single with a groovy cover of Witchfinder General's "R.I.P.".
Source: Prophecy
10.09.2024 - ROLO TOMASSI: zweiter Song vom Livealbum “Live At The Electric Ballroom”

Am 27. September 2024 erscheint ein Livealbum von ROLO TOMASSI: “Live At The Electric Ballroom” besteht aus 15 Songs, die bei der Headliner-Show am 15. Februar 2023 in London aufgenommen wurden. Mit “To Resist Forgetting” gibt es nun die zweite Hörprobe der Platte.
Einen ersten Einblick ermöglicht darüber hinaus der Mitschnitt von “Aftermath” bei YouTube.
Sänger/Keyboarder James Spence erklärt, was den Song besonders macht:
“Seit seiner Veröffentlichung ist dieser Song ein Publikumsliebling, er bietet die seltene Gelegenheit zum Mitsingen. Er ist ein Ausreißer in unserem Material, aber im Kontext eines kompletten Sets fühlt er sich wie ein erhabener Moment an. In unserer Band ging es schon immer um starke Kontraste, und dies ist ein perfektes Beispiel dafür.”
ROLO TOMASSI “Live At The Electric Ballroom” Tracklist
Almost Always
Cloaked
To Resist Forgetting (Video bei YouTube)
Labyrinthine
Rituals
Prelude III (Phantoms)
Opalescent
Unseen And Unknown
Stage Knives
Aftermath (Video bei YouTube)
A Flood Of Light
Mutual Ruin
Contretemps
Prescience
Drip
Source: Vampster
10.09.2024 - RAGNARÖK FESTIVAL 2025: Termin, Tickets und neue Bands – mit WORMWOOD, WORMWITCH, IN THE WOODS…

Das RAGNARÖK FESTIVAL geht auch 2025 wieder in eine neue Runde: Stattfinden wird das Event vom 24. bis 26. April 2025 in der Stadthalle in Lichtenfels. Tickets gibt es derzeit zum Frühbucherpreis von 129,-€ über die offizielle Festivalhomepage.
Als zweiten Headliner bestätigte das Indoor-Event jüngst KORPIKLAANI, die an der Seite von BEHEMOTH das Billing anführen werden.
Auftreten werden beim 20. Jubiläum des Festivals außerdem die neu bestätigten WORMWOOD, WORMWITCH sowie IN THE WOODS…, an der Seite von BATUSHKA, OBSCURITY, OCEANS, BLACK MESSIAH, TRYGLAV, ANTRISCH, ELLENDE, MÅNEGARM, SUIDAKRA, DARK OATH und GROZA bestätigt wurden. Außerdem spielen GRIMA und ULTAR. Beide Formationen hätten schon 2024 auftreten sollen, mussten ihre Teilnahme jedoch kurzfristig absagen. Weitere Informationen und Bands sollen in Kürze folgen.
Übersicht: RAGNARÖK FESTIVAL 2025 Lineup, Billing & Bands
(Stand: 10.09.2024)
ANTRISCH
BATUSHKA
BEHEMOTH (Headliner)
BLACK MESSIAH
DARK OATH
ELLENDE
GRIMA
GROZA
IN THE WOODS…
KORPIKLAANI (Headliner)
OBSCURITY
OCEANS
MÅNEGARM
SUIDAKRA
ULTAR
TRYGLAV
WORMWITCH
WORMWOOD
Source: Vampster
10.09.2024 - LIVLØS: neues Album “The Crescent King” am 4. Oktober 2024, dritte Single “Orbit Weaver”
Melodic Death Metal aus Dänemark: LIVLØS haben mit “The Crescent King” ihr drittes Studioalbum angekündigt. Nun gibt es auch einen Clip zu “Orbit Weaver” bei YouTube.
Das vorherige Video zu “Endless Majesty” ist auch bei YouTube zu sehen. Die Band verrät, wo die Live-Aufnahmen aus dem Clip entstanden:
“Die Riffs von ‘Endless Majesty’, dem Abschlusstrack des Albums, werden dich nierderwalzen. Der Song feierte seine Premiere auf dem letztjährigen Copenhell-Festival. Taucht ein in einen unserer absoluten Favoriten!”
Einen ersten Höreindruck kann man sich seit Juni mit dem Musikvideo “Usurpers” bei YouTube verschaffen. Regie beim animierten Clip führte Simon Gorm Eskildsen. Zum Stück selbst hat die Gruppe Folgendes zu sagen:
“Während wir dem Sound, der uns in den letzten zehn Jahren definiert hat, treu bleiben, wollten wir mit dem neuen Album auch neue Wege gehen. Dieser Track verkörpert diese Erweiterung ganz besonders. Wir haben ein animiertes Video in dem uns bekannten und beliebten Old-School-Stil erstellt, das die konzeptionelle Geschichte, die sich im Laufe dieser zehn Tracks entfaltet, auf den Punkt bringt. Spielt es jetzt, spielt es laut – foul usurpers all!”
“The Crescent King” erscheint am 4. Oktober 2024 über das bandeigene Label Noctum Productions auf CD, Vinyl sowie digital und wurde von Jacob Bredahl produziert. Das Mastering übernahm Brad Boatright und das Artwork stammt von Eliran Kantor.
LIVLØS “The Crescent King” Tracklist
01. Solstice
02. Orbit Weaver (Video bei YouTube)
03. The Crescent King
04. Maelstrom
05. Usurpers (Video bei YouTube)
06. Scourge of the Stars
07. Harvest
08. Solace
09. Throne of Cosm
10. Endless Majesty (Video bei YouTube)
LIVLØS Line-up 2024
Niklas Lykke Frederiksen – vocals
Franz Aleksander Posch – guitar
Kenneth Søe Breinbjerg – guitar
Benjamin Andreassen – bass
Thomas Dannemand Jensen – drums
Source: Vampster
10.09.2024 - JINJER: neuer Song “Rogue”

Nach der Veröffentlichung ihres Live-Albums “Live In Los Angeles” (2024) haben JINJER nun eine brandneue Single geteilt: “Rogue” bei YouTube.
Auch den vorherigen Track “Someone’s Daughter” gibt es als Musikvideo bei YouTube zu sehen. Den Hintergrund des Songs erklärt Sängerin Tatiana Shmayluk:
‘Someone’s Daughter’ ist ein künstlerischer Versuch, die innere Welt von Frauen zu beleuchten, die in verschiedenen Szenarien und unter verschiedenen Umständen einen Weg wählen mussten, der historisch gesehen von Männern eingeschlagen wurde. In einer Welt, in der Frauen oft unterschätzt und übersehen werden, sind sie immer noch mächtige Heldinnen, die mit Stärke und Widerstandsfähigkeit durch Schwierigkeiten navigieren, indem sie ganz sie selbst sind und angesichts der Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen, Grenzen überschreiten.
‘Someone’s Daughter’ feiert den Übergang von der Naivität zur Weisheit, von der Schwäche zur Stärke, von der unerschütterlichen Entschlossenheit und der Furchtlosigkeit, mit der unsere Mütter, Schwestern, Töchter und Ehefrauen durch die Widrigkeiten gehen und für Veränderungen zum Besseren kämpfen. Diese Frauen werden oft vergessen, aber sie haben sich Respekt verdient. Meinen haben sie sich verdient, das ist sicher!”
Zuletzt teilten JINJER in Zusammenarbeit mit Audiotree eine Live-Session aus dem Studio. Neben Interview-Ausschnitten umfasst das Video auch die Aufführung der drei Songs “Vortex”, “Wallflower” sowie “Dead Hands Feel No Pain” vom noch aktuellen Werk “Wallflowers” (2021). Aufgenommen wurde diese am 31. August 2023 im namengebenden Audiotree Studio in Chicago.
Im November sind JINJER im Vorprogramm von SEPULTURA live zu sehen:SEPULTURA, JINJER, OBITUARY, JESUS PIECE – Tourdaten 2024 bei vampster.
Fotogalerie: JINJER – Zenith, München – 08.02.2023
Source: Vampster
10.09.2024 - Orkus! book tip: Where are your limits?

JENNY RUBUS: “Redric – The other side of fear” How did 17-year-old Lynx get herself into this mess? When she tries to help the outsider Redric, she is not only confronted with his mother’s alcohol addiction and a dark family secret, but also has to face her worst fears. A gripping thriller that will push […]
Source: Orkus
10.09.2024 - BLUE HERON: Video-Clip vom neuen Desert / Stoner Rock Album “Everything Fades” aus Albuquerque

Die Desert / Stoner Rock-Band BLUE HERON hat nach “Dinosaur” mit “Swansong” einen weiteren Video-Clip ihres kommenden Albums “Everything Fades” veröffentlicht. Es ist nach “Ephemeral” (2022) das zweite Album der US-Amerikaner aus Albuquerque und ist am 27. September 2024 via Blues Funeral Recordings erschienen. Vorab gab es nach dem Titeltrack auch schon einen Video-Clip zu “We Breathe Darkness“.
“Die meisten Texte unserer neuen Platte handeln von der Sterblichkeit und dem Vergehen der Zeit. In ‘We Breathe Darkness’ geht es um einen Geist, der im Jenseits gefangen ist, es aber noch nicht akzeptiert hat und sich wünscht, noch eine Chance zu bekommen, zu leben. Das ist eher wörtlich gemeint als metaphorisch, aber es geht darum, im Moment zu leben und zu erkennen, was man hat, solange man es hat”, sagt Sänger Jadd Shickler.
BLUE HERON Line-Up:
Mike Chavez – Guitars
Ricardo Sanchez – Drums
Steve Schmidlapp – Bass
Jadd Shickler – Vocals
BLUE HERON “Everything Fades” Tracklist
1. Null Geodesic
2. Everything Fades (Audio bei Bandcamp)
3. Swansong (Video bei YouTube)
4. We Breathe Darkness (Video bei YouTube)
5. Dinosaur (Video bei YouTube)
6. Trepidation
7. Clearmountain
8. Bellwether
9. Flight of the Heron
Source: Vampster
10.09.2024 - LEILA ABDUL-RAUF: Opener vom neuen Ambient /Industrial Album “Calls From A Seething Edge” als Video-Clip
LEILA ABDUL-RAUF hat mit “Summon” den Opener ihres kommenden Ambient /Industrial-Albums “Calls From A Seething Edge” als Video-Clip veröffentlicht.
“Ich stellte mir die gesamte Menschheit vor, wie sie auf einer scharfkantigen Klinge von unbestimmter Länge entlangläuft, auf deren einer Seite die „sichere“ konkrete Welt des Bekannten liegt und auf der anderen Seite ein Reich des Todes, der Unendlichkeit und des spirituellen Unbekannten, das weiter brodelt und uns zuwinkt. Klanglich macht „Summon“ dort weiter, wo “Phantasiai” aufgehört hat, und wirkt fast wie eine Blaupause für das gesamte Album, indem es eine neue kreative Richtung aufzeigt und den Hörer auf das vorbereitet, was noch kommen wird”, sagt die Künstlerin.
“Calls From A Seething Edge” ist das fünfte Solo-Album der Musikerin, die auch im Line-Up von VASTUM, IONOPHORE und CARDINAL WYRM steht.
Seit ihrem Album “Phantasiai” (2021) hat die Künstlerin eine Welt erlebt, die sich durch das Auftreten von Pandemien, anhaltende globale Konflikte, das Wiederaufleben des Faschismus und ökologische Zerstörung verändert hat. Das neue Album “Calls From A Seething Edge” ist eine kraftvolle, konzeptionelle Reflexion dieser immensen globalen und persönlichen Umwälzungen, ein Album, das die Frage aufwirft, ob eine Alternative zu unseren zerstörerischen Arbeitsweisen auf Massenebene möglich ist oder ob sie ein unausweichlicher Teil der menschlichen Existenz sind.
Das Album wurde von Sammy Fielding gemixt und von Frederic Arbour gemastert. Das Cover-Artwork stammt von Terrance McLarnan. Release-Termin ist der 11. Oktober 2024 via Cyclic Law und Syrup Moose. Vorab gibt es mit “Crimes Of The Soul” einen Video-Clip.
“Musikalisch ist es der synthielastigste und rhythmisch treibendste Track auf dem Album. Im Gegensatz zu meinen früheren Arbeiten, die meist nach innen gerichtet waren, richten sich diese Texte nach außen und konfrontieren die dunkelsten Seiten der Menschheit – ihre Fähigkeit, ständig Völkermord zu begehen, zu leugnen und zu wiederholen, um wirtschaftliche und geopolitische Macht und Kontrolle zu erhalten. Der Song wirft die Fragen auf: Ist dieses Maß an Gewalt ein natürlicher Instinkt oder erlernt, und was bedeutet es, wenn die Menschen die Fähigkeit haben, es zu überwinden? Und wenn wir diese Fähigkeit haben, wird es uns als Spezies noch lange genug geben, um uns weiterzuentwickeln, wenn man bedenkt, dass wir uns wahrscheinlich an einem Punkt befinden, an dem es kein Zurück mehr in die ökologische Katastrophe gibt?”, fragt sich die Leila Abdul-Rauf.
LEILA ABDUL-RAUF “Calls From A Seething Edge” Tracklist
1. Summon (Video bei Everything is Noise)
2. Mukhalafat
3. Depths Of Us
4. Failure To Fire
5. The Light That Left You
6. Crimes Of The Soul (Video bei YouTube)
7. The Summoned
Source: Vampster
10.09.2024 - The Slashes Carve Out a Melody of Intrigue and Deception With New Single “Espionage”

In a stealthy move straight out of the cloak-and-dagger handbook, The Slashes have expanded their repertoire with their brand new single, “Espionage.” This track cuts through the noise with the precision of a finely honed blade, weaving together the dark, atmospheric allure of post-punk with the raw, gritty edge of garage rock and 80s pop. The Slashes, true to their name, carve deep into the heart of intrigue and deception, crafting a sound that feels both familiar and freshly dangerous—a perfect blend of shadowy melodies and razor-sharp intensity.
From the first moment, the spiraling guitar reverb pulls you in, echoing through a haze of nostalgia yet landing firmly in the present. At its core, “Espionage” features a memorable and catchy guitar melody that snakes through the song, intertwining with the deep, resonant bassline. This melody is instantly addictive, hooking listeners with its crisp, chiming clarity, a melodic hook that lingers long after the track has ended. The fuzzed-out bass hums with a gritty, almost tactile presence while the drums splash and rattle with an urgency that feels timelessly novel. There’s a momentum here, a propulsion driven by the tightly wound interplay of bass and drums—a rhythm section that doesn’t merely scaffold the song but commands its own attention.
At the heart of “Espionage” lies Esteban Rene’s vocal delivery—deep, resonant, and imbued with a sense of gravitas that recalls the melancholic cool of Sad Lovers and Giants. His voice weaves through the mix, a thread of dark allure that ties the track’s disparate elements into a cohesive whole. Thematically, the song plays with ideas of secrecy and intrigue, but it’s in the music where these concepts truly come to life. Every note feels deliberate, every beat calculated to evoke a sense of unease, of something hidden just beneath the surface.
This is post-punk at its most compelling—less an imitation, more a reinterpretation that nods to the genre’s origins while carving out new space for expression. “Espionage” isn’t just one of The Slashes’ best songs; it’s a statement piece, asserting its presence in a saturated landscape while refusing to be ignored.
Listen to “Espionage” below:
espionage by The Slashes
With their debut album in 2015, The Slashes established themselves as a force within Southern California’s music scene, earning critical acclaim and a Best Rock nomination at the San Diego Music Awards. “Espionage” takes their sound to new heights, blending eras and influences into something that feels both timeless and urgent.
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Source: Post-Punk.com
10.09.2024 - TRIBULATION: neues Album “Sub Rosa in Aeternum” – Video zu “Hungry Waters”

TRIBULATION haben Details zum Nachfolder ihres letzten Studioalbums “Where The Gloom Becomes Sound” bekannt gegeben: Die neue Platte heißt “Sub Rosa in Æternum” und erscheint am 1. November 2024 via Century Media Records. Einen Vorgeschmack gewährt das Musikvideo “Hungry Waters” bei YouTube.
Mit einem Video zu “Tainted Skies” haben die Schweden außerdem eine weitere Single geteilt. TRIBULATION-Gitarrist Adam Zaars beschreibt den Song so:
„Das Alte und das Neue. ‘Tainted Skies’ ist ein ziemlich geradliniger Tribulation-Song, geschrieben von Joseph. Er gibt unserem Sound seinen eigenen Dreh und nimmt uns mit durch düstere Tiefen und schattige Himmel, vom Tod zu neuem Leben.“
Bereits im Juni stellten TRIBULATION ein Video zu “Saturn Coming Down” vor – und deuteten damit eine musikalische Neuausrichtung an:
“Der Song ‘Saturn Coming Down’ schleicht sich an dich heran, dann geht er dir unter die Haut. Er deutet an, welche neuen musikalischen Gebiete wir erkundet haben – wir waren an Orte, an die wir uns bislang nicht gewagt haben. Und er ist eine Ode an einen sehr alten Titanen, der ständig hinter unserem Rücken lauert.”
TRIBULATION “Sub Rosa In Aeternum” Tracklist
The Unrelenting Choir
Tainted Skies (Video bei YouTube)
Saturn Coming Down (Video bei YouTube)
Hungry Waters (Video bei YouTube)
Drink the Love of God
Murder in Red
Time & the Vivid Ore
Reaping Song
Poison Pages
Bonus Track: I takt med otiden (CD Mediabook Deluxe LPs)
Tribulation Line-up 2024:
Johannes Andersson (Vocals/Bass)
Adam Zaars (Guitar)
Joseph Tholl (Guitar)
Oscar Leander (Drums)
Source: Vampster
10.09.2024 - SIGN OF THE JACKAL: kündigen neues Heavy Metal Album “Heavy Metal Survivors” an
Die Heavy Metal-Band SIGN OF THE JACKAL hat mit “Heavy Metal Survivors” ein neues Album angekündigt. Es ist nach “Mark of the Beast” (2013) und “Breaking the Spell” (2018) das dritte Album der Italiener und wird am 22. November 2024 via Dying Victims Productions erscheinen. Vorab gibt es die Eröffnungstracks “Eulogy of the Surivors / Breaking the Spell” zu hören.
SIGN OF THE JACKAL Line-up:
Laura “Demons Queen”: Lead Vocals
Bob “Harlock666”: Lead and Rhythm Guitars
Dave L. “Dröz”: Rhythm and Lead Guitars
Frederick “Triple F”: Bass Guitar
Corra “Hellblazer”: Drums
SIGN OF THE JACKAL “Heavy Metal Survivors” Tracklist
1. Eulogy of the Survivors (Audio bei YouTube)
2. Breaking the Spell (Audio bei YouTube)
3. Buio Omega
4. Pedal to the Metal
5. Phantasm
6. Slaves of Hell
7. Nightmare City
8. Watch Out
9. Shocker
10. (You Better) Run for Tomorrow
Source: Vampster
10.09.2024 - AND ALSO THE TREES IN THE NURSERY
AND ALSO THE TREES IN THE NURSERY
bands of brothers to play special co-headlining London show @ 229 on 20th September!
and also the trees – IN THE NURSERY
co-headlining London show @ 229
Friday 20th September 2024
show starts 7.30pm
tickets available HERE
LIMITED INDUSTRY GUEST LIST AVAILABLE ON REQUEST
and also the trees
Founded in 1979 during the original post-punk era by singer Simon Jones and his guitarist brother Justin, and also the trees are renowned for their captivating live performances, a unique style of mandolin-like electric guitar, evocative lyrics and dark jazz rhythms. The group have been a continuous presence on the post-punk, alternative rock and Gothic scenes worldwide, releasing fifteen studio albums and touring frequently throughout mainland Europe, North America and Japan.
They are currently promoting their new album, ‘Mother-of-pearl Moon’, which has received some of the best reviews of their career, with the London show taking place ahead of the resumption of a European tour with the following remaining dates:
25.10.24 LIÈGE (BE) Centre Culturel De Chênée 26.10.24 AMSTERDAM (NL) Cinetol 28.10.24 OBERHAUSEN (DE) Kulttempel 29.10.24 HANNOVER (DE) Lux 30.10.24 HAMBURG (DE) Marias Ballroom 31.10.24 COPENHAGEN (DK) Lygten Station 02.11.24 BERLIN (DE) Privatclub 03.11.24 LEIPZIG (DE) Moritzbastei 12.11.24 FREIBURG (DE) Cafe Atlantik 13.11.24 DIJON (FR) Théâtre Des Feuillants 14.11.24 MARSEILLE (FR) Artplexe Canebiere 15.11.24 TOULOUSE (FR) Église Du Gésu 16.11.24 LYON (FR) Le Périscope
Mother-of-pearl Moon
“A journey into a wild west landscape with the ghost of Johnny Cash and the spirit of Nick Cave. They’re something special”
BLITZED
“Sweeping soundscapes with an eerie western feel. Each track is less a song than it is poetry set to music”
DEVOLUTION
“Lush and filmic… a very carefully crafted work of love”
OUTSIDELEFT
includes: ‘This Path Through The Meadow’ VIDEO ‘Valdrada’ VIDEO
Official Site
IN THE NURSERY
In The Nursery were formed in Sheffield in 1981 by identical twin brothers Klive and Nigel Humberstone. Quickly outgrowing initial post-punk inspired influences, their first decade saw them develop into a neo-classical darkwave outfit with a highly cinematic sound, facets that have continued to serve them well to the present day. Consistently issuing high quality studio albums that include their current showpiece ‘HUMBERSTONE’ (2022), the duo are also in demand producers of new soundtracks for classic silent films and TV documentaries.
2024 sees ITN busier than ever, with current projects that include music for the Blu-ray edition of the forthcoming BFI restoration of ‘Watership Down’ (their father was an animator on the 1978 film), an adaptation of their existing music for ‘The Fall Of The House Of Usher’ for its DVD release, an expanded reissue of their soundtrack for the 1993 US film ‘An Ambush Of Ghosts’ and scoring a new short film entitled ‘Abandoned Feedback’. This rare London show will be their first in the capital for seven years and will see ITN perform material from throughout their career.
HUMBERSTONE
“The densely atmospheric aura of the album feels almost timeless”
VIVE LE ROCK
“Bold and beautiful, it’s a family album of impressive ambition”
ELECTRONIC SOUND
“A rich, evocative and emotive body of work”
LOUDER THAN WAR
includes: ‘Ektachrome (The Animator)’ VIDEO ‘Suvla Bay (The Cavalryman)’ VIDEO
Official Site
Source: ElectroWelt.com
10.09.2024 - News: Strange Boutique to release iconic 1991 debut for the first time on vinyl via The Circle Music

1991 saw the release of The Loved One, the debut studio album from Washington, DC goth/rock and post-punk group Strange Boutique – this November will see The Circle Music giving the iconic underground record the vinyl treatment for the first time ever. Mastered for vinyl by George Emmanuel [..]
Source: RE:GEN Mag
10.09.2024 - Dero Goi - 1984 ab 9,98 €
DERO GOI kehrt mit einem Paukenschlag zurück! Der ehemalige OOMPH!-Frontmann liefert mit "1984" ein bis zum Rand mit Synthie-Hits vollgepacktes Doppelalbum ab. Das Debüt seiner Solo-Karriere ist zugleich sowohl in musikalischer als auch lyrischer Hinsicht ein starkes Statement zu seiner künftigen Ausrichtung als Künstler. "1984" bietet eine faszinierende Verschmelzung von feinen Retro-Synth-Sounds, EBM und Synth-Wave mit zeitgenössischen elektronischen Elementen, die sogar mit einer Prise seines früheren Lebens als Rock- und Metal-Musiker gewürzt ist. DERO GOI, der schon immer als herausragender Songwriter gefeiert wurde, hat sein musikalisches Handwerk noch weiter verfeinert. Die Songs dieses umfangreichen Werks werden ihre Hörer zum Tanzen und Mitsingen bringen und sich als Ohrwürmer in den Köpfen festsetzen, wo sie noch jahrelang feiern. DERO GOI bleibt dabei seinem unbeugsamen Willen treu, als nonkonformistischer Künstler zu arbeiten. Sein Coming-out als wiedergeborener Christ, der jeder organisierten Religion nach wie vor kritisch gegenübersteht, und seine libertäre politische Einstellung haben ein breites Spektrum von Reaktionen hervorgerufen. Dazu gehören leider auch massive Hindernisse bei der Suche nach einem Label und einem Booking-Agenten. Zudem musste der Künstler erleben, dass bereits bestätigte Konzerte nur aufgrund seiner Meinung wieder abgesagt wurden. Das wirft die unbequeme Frage auf: Wie tolerant ist eigentlich eine Szene, die sich rühmt, für jede Gesellschaftsschicht und jeden Lebensstil offen zu sein, wenn diese Werte einer kritischen Probe unterzogen werden? Natürlich haben auch Worte Konsequenzen und jede Freiheit hat ihre Grenzen, aber was ist mit einem Künstler, der fest auf dem Boden der Verfassung seines Landes steht und keine Gesetze bricht? Beinhaltet Freiheit nicht auch das Recht auf Widerspruch gegen den Zeitgeist? Dass DERO GOI bei Themen eine andere Meinung vertritt, ist kein Verbrechen. Bevor der Musiker, der am 16. April 1970 als Stephan Musiol in Wolfsburg geboren wurde, im Jahr 1989 OOMPH! gründete, spielte er bereits im Alter von 15 Jahren in einer Band mit seinem Freund Thomas Döppner (alias OOMH!-Gitarrist und Mitbegründer Crap), als beide noch Gymnasiasten waren. Seine musikalischen Einflüsse zeigen einen offenen Geist für stilistische Vielfalt. DERO GOI zählt unter anderem D.A.F., NITZER EBB, FRONT 242, THE CURE, FAITH NO MORE, KILLING JOKE, EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN, AC/DC, DEPECHE MODE, EXTRABREIT, KRAFTWERK, THE BEATLES, ELVIS PRESLEY und ABBA zu seinen musikalischen Vorbildern. DERO GOI hat mit seinem neuen Werk einen Weg eingeschlagen, der elektronischer ist als die meisten seiner bisherigen Songs. "1984" ist das Zeugnis eines Künstlers, der sich einer breiten Palette diverser Einflüsse bedient, der aber zugleich auch seine weithin respektierte Fähigkeit, äußerst eingängige Melodien zu schreiben, noch weiterentwickelt hat. Was auch immer die Hörer von diesem massiven Beitrag zur elektronischen Szene halten werden, DERO GOI wird sich als Sänger und Künstler nie den Mund verbieten lassen. Liebt oder hasst "1984" – aber was auf diesem Album zu hören ist, wird immer zu 100% DERO GOI bleiben!
Tracklist CD:
01. The First Stone
02. Whistleblower
03. (What If God Was) One Of Us
04. Being Alive
05. Resurrected
06. Nah Nah Nah
07. The Great Reset
08. 322
09. Shitstorm
10. Clickbait
11. Saturday
12. A Long Way Out
13. It Is Finished
14. Game Boy
15. 1984
16. Under The Bridge
Tracklist Artbook und LP:
01. The First Stone
02. Whistleblower
03. Resurrected
04. Clickbait
05. Learning Deutsch
06. Being Alive
07. It Is Finished
08. The Great Reset
09. The Devil Is A Liar
10. 322
11. Shitstorm
12. 1984
13. (What If God Was) One Of Us
14. Saturday
15. Nah Nah Nah
16. Friendly Fascism
17. Under The Bridge
18. Trance
19. Unmasked
20. Archangels
21. Game Boy
22. JC
23. A Long Way Out
Source: Prophecy
09.09.2024 - EMASCULATOR: Video-Clip von neuer Brutal Death Metal EP “The Disfigured and the Divine”

Die Brutal Death Metal-Band EMASCULATOR hat einen Labeldeal bei New Standard Elite unterschrieben. Im Zuge dessen wird die internationale Band aus den USA und Tschechien ihr neue EP “The Disfigured and the Divine” veröffentlichen, welche am 25. September 2024 erscheinen wird. Nach “In Resplendent Terror” gibt es mit dem Video zu “Eradication of the Asuras” – der Song handelt von der Hindu-Göttin Durga – nun eine zweite Vorab-Single. Zuvor hat das Quartett mit “Depraved Disfigurement” (2022) ein Demo veröffentlicht.
EMASCULATOR sind Sängerin Mallika Sundaramurthy (NIDOROUS, UNFATHOMABLE RUINATION, Ex-ABNORMALITY), Bassistin Morgehenna (POONTICKLER), Gitarristin Teresa Wallace (CARTILAGE, MULDROTHA, FEAST) und Drummerin Cierra White (HARBOURED, OAK, ASH & THORN).
“The Disfigured and the Divine” – von Josh Welshman gemixt und gemastert – befasst sich mit Themen wie der Göttin in Mythologie und Legende, Weiblichkeit und Mutterschaft, Überwindung von Hindernissen, Gerechtigkeit, Spiritualität, die menschliche Erfahrung und das Hineinwachsen in die Macht. Der Titel symbolisiert den Zustand des Göttlich-Weiblichen, wie wir ihn in der modernen Welt erleben: stark kontrolliert, oft angegriffen, unterdrückt, aber allgegenwärtig, stark, wichtig, heftig und schön.
Das Cover-Artwork stammt von Sängerin Mallika Sundaramurthy und stellt die Hindu-Göttin Chhinnamasta dar.
“Man sieht sie, wie sie das ultimative Opfer für andere bringt”, sagt Sundaramurthy über das Konzept ihres Kunstwerks. “Sie hat sich selbst den Kopf abgeschlagen und ernährt ihre Anhänger mit ihrer Lebenskraft, ihrem eigenen Blut. Indem sie gibt, empfängt sie auch Nahrung. Sie hat den Tod überwunden und wird ihren Kopf bald wieder an seinen Platz zurückbringen. Sie steht auf einem Liebespaar, was bedeutet, dass sie über dem Zyklus Leben – Schöpfung – Tod steht. Sie kann auch als Mutterfigur interpretiert werden, die sich für ihre Kinder aufopfert, so wie Mütter sich für ihre Kinder bei der Geburt aufopfern und sogar ihr Leben riskieren.”
EMASCULATOR “The Disfigured and the Divine” Tracklist
1) Ecstasy in Disseverment (of Self)
2) In Resplendent Terror (Audio bei YouTube)
3) Thesmophoric Rites
4) The Unassailable
5) Eradication of the Asuras (Video bei YouTube)
6) Age of the Goddess
7) Supreme Void of Acephalous Being
Source: Vampster
09.09.2024 - INNO: arbeiten mit neuer Sängerin Tiziana De Amicis an einem zweiten Gothic / Doom Metal Album
Die Gothic / Doom Metal-Band INNO hat mit Tiziana De Amicis eine neue Sängerin. Die Italienerin ersetzt Elisabetta Marchetti (ONE-EYED JACKS, Ex-RITI OCCULTI). Auch Gitarrist Riccardo Gioggi (INKFALL) ist nicht mehr Teil der Band. Als Quartett arbeitet die 2018 gegründete Band aus Rom an einem Nachfolger ihres 2020er-Debütalbums “The Rain Under“.
INNO Line-Up:
Marco Mastrobuono – Bass
Cristiano Trionfera – Guitar
Giuseppe Orlando – Drums
Tiziana De Amicis – Vocals
Source: Vampster
09.09.2024 - BATUSHKA: ändern ihren Bandnamen in PATRIARKH

BATUSHKA sind künftig unter dem Namen PATRIARKH aktiv: Anfang 2025 soll ein neues Album erscheinen, im Herbst ist die Band mit VLTIMAS und GOD DETHRONED auf Tour.
Mit der Umbenennung geht der Rechtsstreit um den Bandnamen zu Ende: BATUSHKA wurden ursprünglich 2015 von Krzysztof Drabikowski gegründet und veröffentlichte das Debutalbum “Litourgiya” mit Bartłomiej „Варфоломей“ Krysiuk als Sänger. Drei Jahre später löste sich die Band auf und beide Parteien beschlossen, unter dem Namen BATUSHKA weiterzumachen, bis ein Rechtsstreit dazu führte, dass Krysiuk jetzt seine Band in PATRIARKH umbenannt hat.
PATRIARKH zum Namenswechsel:
„Pilgrims, Fans und Freunde,
in den letzten Wochen haben wir die Nachricht bei unseren Shows in der ganzen Welt schon verbreitet. Jetzt ist die Zeit gekommen, auf die wir uns in den letzten Wochen vorbereitet haben – eine neue Ära bricht an!
In den letzten zwei Jahren haben wir auf Hochtouren an neuer Musik, einem neuen Album und einer neuen Performance gearbeitet, was uns viele Opfer gekostet hat. Zusammen mit der neuen Musik haben wir beschlossen, das nächste Kapitel der Band unter neuem Namen aufzuschlagen. Es ist uns dabei wichtig, dass die volle Aufmerksamkeit unserer neuen Musik und allem was wir damit ausdrücken wollen, gelegt wird – und nicht auf rechtliche oder persönliche Streitigkeiten, die uns wie ein Krebsgeschwür geplagt haben.
Jetzt, da wir sehen, wie wichtig es für einige Menschen ist, unsere harte Arbeit zu diskreditieren und die Aufmerksamkeit von dem abzulenken, was wirklich wichtig ist – nämlich unserer Musik – haben wir beschlossen, die Streitigkeiten zu beenden. Wir wollen uns von all dem komplett distanzieren, den Namen der Band ein für alle Mal ändern und ein neues Kapitel, sowohl für uns persönlich, als auch für die Band aufschlagen.
Wir sind stolz darauf, wie viele treue Fans wir auf der ganzen Welt haben und wir verdanken euch sehr viel. Es ist an der Zeit alle negativen Emotionen, Streitigkeiten und Dramen zusammen mit dem alten Namen Batushka zu begraben.
Kurz nach dem Jahreswechsel wird PATRIARKH gemeinsam mit unserem neuen Album geboren werden. Der Patriarch wird seine Herrschaft antreten und seinen Propheten in die Welt senden!
Freut euch auf den Segen des neuen Patriarchen und der neuen Großen Orthodoxie!“
exBATUSHKA / PATRIARKH
VLTIMAS, GOD DETHRONED, PATRIARKH:
Epic Prophecy For Europe 2024
26.09.24 RO – Bukarest / Metal Gates Warm-Up
27.09.24 BU – Sofia / Mixtape5
28.09.24 AT – Wien / Szene Wien
30.09.24 AT – Graz / Explosiv
01.10.24 CZ – Ostrava / Barrak
02.10.24 SVK – Kosice / Colloseum
03.10.24 HU – Budapest / A38
04.10.24 IT – Venedig / Revolver
05.10.24 IT – Rom / Traffic
06.10.24 IT – Mailand / Slaughter
08.10.24 DE – Leipzig / Hellraiser
09.10.24 CH – Luzern / Schuur
10.10.24 DE – Mannheim /MS Connexion
11.10.24 BE – Ronse / Garage Rock Fest
12.10.24 UK – Manchester / Academy3
13.10.24 UK – Bristol / Thekla
14.10.24 IE – Dublin / Academy
15.10.24 IE – Belfast / Limelight 2
17.10.24 UK – Glasgow / Slay
18.10.24 UK – Sheffield / Corporation
19.10.24 UK – Birmingham – Castle And Falcon
20.10.24 UK – London / Underworld
21.10.24 UK – Milton Keynes – Craufurd Arms
22.10.24 NL – Eindhoven / Dynamo
23.10.24 NL – Zwolle / Hedon
24.10.24 DE – Herford / Kulturwerk
25.10.24 NL – Ulft /Dru
26.10.24 DE – Bochum / Turock Fest
Source: Vampster
09.09.2024 - NACHTMYSTIUM: neue Single vom kommenden Album “Blight Privilege”

Mit “A Slow Decay” bei YouTube stellt Blake Judd einen weiteren Song des kommenden NACHTMYSTIUM-Albums vor.
„’A Slow Decay’ beschäftigt sich mit dem Zerfall der Gesellschaft, den man überall beobachten kann“, sagt Blake Judd. „Es spielt keine Rolle, auf welcher Seite du stehst. Es wird mit uns allen gespielt.“
“Blight Privilege”, so der Titel des neuen Albums, soll am 1. November 2024 via Lupus Lounge erscheinen.
Als erste Single teilte NACHTMYSIUM ein Video zu “Predator Phoenix”.
“Die Pandemie und die Unruhen im Jahr 2020 haben mir die Augen geöffnet. Ich dachte mir, als Person, die gecancelt wurde und nichts zu verlieren hat, kann ich ohne Furcht und voller Überzeugung auf bestimmte Dinge zeigen. Das war der Ausgangspunkt für diesen Track.”
Laut Label ist “Blight Privilege” das erste NACHTMYSTUM-Album, das Blake Judd nüchtern und ohne Drogen aufgenommen hat.
NACHTMYSTIUM ‘Predator Phoenix’ Tracklist
1. Survivors Remorse
2. Predator Phoenix (Video bei YouTube)
3. A Slow Decay (Visualizer bei YouTube)
4. Conquistador
5. Blind Spot
6. The Arduous March
7. Blight Privilege
NACHTMYSTIUM Line-up 2024
Blake Judd – vocals, guitars, keyboards, all compositions, lyrics
Gastbeiträge
Matt Thomas – console steel guitar, additional guitar solos
Ken Sorceron – bass guitar
Francesco Miatto – drums
Andrew Marksuzewski – about half of the lyrics
Source: Vampster
09.09.2024 - ASHED WINTER: neues Tribal Death Groove Metal Album “Papa Legba” aus Frankreich

Mit “Papa Legba” wird am 21. September 2024 das neue Album der Tribal Death Groove Metal-Band ASHED WINTER erscheinen. Es ist das erste Album der Franzosen, die 2020 mit der EP “The Prophecy” debütierten. Vorab gibt es einen Video-Clip zum Titeltrack.
ASHED WINTER Line-Up
Grégory Barbéro Bass
Nicolas Jullien – Guitars (lead)
Lana Perrard – Guitars (rhythm)
Marie Testi – Vocals
Vincent Cucco – Drums
ASHED WINTER “Papa Legba” Tracklist
01. Ro’y Pytuna
02. Papa Legba (Video bei YouTube)
03. Running Away
04. Illusion Of Knowledge
05. We Won’t Fall
06. The Wounded Man
Source: Vampster