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16.05.2026 - WORM: Necropalace
Ein Cover von Andreas Marshall, ein Layout für das man vor 3 Jahren noch gelyncht worden wäre, Drachen, Vampir-Make-Up, Nackte-Vampir-Ladys, Videoclips in VHS-Ästhetik: Oh ja, die 90er sind zurück, dank WORM vielleicht mehr als je zuvor. Und es ist auch nicht so klar, ob „Necropalace“ nun Persiflage oder ein hundertprozentiger Tribut an die extremen, oder nicht ganz so extremen Metal-Bands dieses wilden Jahrzehnts ist. „Necropalace“ ist Kitsch in Vollendung, in wirklich allen Belangen. Sounddesign, Songs, Performance, Ästhetik. Mehr noch: Es fällt mittlerweile schwer, WORM als ernsthafte Band zu kategorisieren.
Vielleicht hilft gegen dieses diffuse Gefühl doch ein wenig Analyse. WORM zeigen sich als spielerisch und kompositorisch sehr ausgereifte Formation, vielleicht schon ein bisschen überreif. Denn Komponist und Bandleader Phantom Slaughter überlässt seit einigen Jahren die Gitarrenarbeit vollumfänglich Wroth Septentrion, der absolut übertrieben selbstverliebt shredded. So entsteht ein Wechselspiel: Gitarrendekadenz versus meterdicke Keyboardwände, die klingen wie auf „Enthrone Darkness Triumphant“. Dazwischen gibt es Tremoloriffs, Blast Beats und ziemlich energetische Shagrath-Vocals, aber eben auch Doom-Death wie aus den Anfangstagen von ANATHEMA. Dennoch: „Necropalace“ hat nicht umsonst das „Palace“ im Namen stehen, der „Mourning Palace“ ist schon im Titelsong immer wieder rauszuhören, wenn auch mit den Songlängen von frühen CRADLE OF FILTH. Allerdings: Catchy sind die Songs nicht gerade.
Im „Necropalace“ geht es bunt zu: WORM shredden ungebremst durch das einstündige Album.
Sich in diesem Gewusel zurechtzufinden ist gar nicht so leicht. WORM scheren sich nicht darum, den Hörenden mundgerechte Stücke zu präsentieren, es geht um das große Ganze, das Erzählen einer epischen Geschichte, wie kitschig sie auch sein mag. Aber keine Sorge: Das Niveau von MYSTIC CIRCLEs „Drachenblut“ unterbieten WORM nicht, dafür sind sie zu eigen. Mit ihren groß angelegten Songs betreten sie die Bühne, und es ist nicht immer klar, wohin die Songs eigentlich wollen. Wenn aber in „Halls Of Weeping“ nach Chören die Leadgitarren voller Delay loslegen und sich plötzlich Greg Mackintosh-Harmonien herausschälen, muss man anerkennen, dass diese Band wohl doch einen Plan hat.
Die derzeit ebenfalls aufsteigenden LAMP OF MURMUUR sind klar die besseren Songwriter, „The Dreaming Prince In Ecstasy“ packte richtig zu, nicht nur wegen der unverschämt catchy Riffs. WORM hingegen bauen riesige Songs, meist über der Zehnminutengrenze und erzeugen so die cineastischere Atmosphäre. Doch während sich LAMP OF MURMUUR etwas mehr in die Gothic-Richtung aufgemacht haben, sind WORM eben im Doom-Death beheimatet und entdecken den Symphonic Black Metal mehr und mehr für sich. Und gerade hier sind sie stark, in der Atmosphäre. Die Gitarrensounds haben oft dieses modrige Feeling der Neunziger, sind nur eben atemberaubend gespielt. Und somit ist Wroth Septentrion als Gitarrist nicht nur ein Gimmick, das Phantom Slaughter unterstützt, sondern prägt durch sein Spiel maßgeblich die musikalische Ästhetik.
Stilistisch können WORM Akzente setzen, „Necropalace“ fasziniert aber vor allem, weil es Kitsch in Vollendung ist.
Kurzum, obwohl WORM genüsslich im Strom der Neunziger-Worshipper mitschwimmen, hat „Necropalace“ etwas sehr Eigenes. Allerdings: WORM haben kaum Momente, die wirklich mitreißen, die wirklich hängen bleiben. Die zweite Hälfte von „Dragon Dreams“ in etwa, wo die Epik schon fast unerträglich wird. Ansonsten wird viel gefiedelt, manchmal an der Grenze zum Post Punk, manchmal zum Prog Metal („Blackheart“) aber wirklich mitreißende Riffs haben sie ebenso wenig im Kreuz wie richtig erhabene symphonische Momente, auch dann nicht, wenn Marty Friedman seine Leads dazuschmeißt, wie im abschließenden „Witchmooon: The Infernal Masquerade“.
Alles in allem ist das von Arthur Rizk recht verwaschen produzierte Album ein Kuriosum, das Spaß macht, und in das man sich auch hineinfuchsen kann, gerade weil der Stilmix doch viel hergibt. WORMs viertes Album hat einige starke, spannende Momente, ist aber absolut überfrachtet. Insgesamt lässt sich „Necropalace“ gut durchhören, weil die Elemente solide ineinanderfließen. Aber auf diese Art werden WORM auch zu den RHAPSODY OF FIRE des Symphonic Black Metals, denn so richtig finster ist das alles nicht. Darf man diesen Fiebertraum gut finden? Klar. Aber ist „Necropalace“ auch ein nachhaltig faszinierendes Album? Zumindest der Rezensent bezweifelt das.
Wertung: 4,5 von 7 Knoblauchknollen
VÖ: 13. Februar 2026
Spielzeit: 62:47
Line-Up:
Phantom Slaughter – Vocals, Keyboards, Songwriting, Lyrics
Wroth Septentrion – Guitars (7-string, 12-string), Keyboards, Timpani, Songwriting
Session Members:
Necreon – Bass
CK – Drums
Marty Friedman – Lead Guitars („Witchmoon: The Infernal Masquerade“)
Label: Century Media Records
WORM „Necropalace“ Tracklist:
1. Gates To The Shadowzone (Intro)
2. Necropalace (Official Video bei Youtube)
3. Halls Of Weeping
4. The Night Has Fangs
5. Dragon Dreams
6. Blackheart (Official Video bei Youtube)
7. Witchmoon: The Infernal Masquerade (Official Video bei Youtube)
Mehr im Netz:
https://wormgloom.bandcamp.com/
https://www.facebook.com/wormgloom
https://www.instagram.com/wormgloom/
Source: Vampster
16.05.2026 - PARADISE LOST :: „Gothic“ 35th Anniversary Edition

Vor 35 Jahren veröffentlichten PARADISE LOST ihr genreprägendes, atmosphärisches Death/Doom Opus „Gothic“. Die Jubiläumsausgabe kommt via Peaceville/Tonpool im remastertem Audio und nur in der CD-Ausgabegibt es eine zusätzliche Live-Aufnahme aus dem Jahr 1991 sowie ein erweitertes Booklet, das die Erinnerungen der Band an jene Zeit enthält.
Paradise Lost wurden 1988 in West Yorkshire, Großbritannien, gegründet, als sich Sänger Nick Holmes und Gitarrist Gregor Mackintosh mit der Idee zusammenschlossen, den Metal über die damals üblichen Stilrichtungen hinaus weiterzuentwickeln. Sie wurden von Bands wie Candlemass, Celtic Frost und Morbid Angel beeinflusst und schufen dadurch eine ganz eigene, einzigartige Atmosphäre. Dies zeigte sich bereits, als ihr Debütalbum „Lost Paradise“ 1990 bei Peaceville Records erschien und Death Metal mit Doom und einigen melodischen Elementen verband, doch erst mit ihrem Nachfolgealbum „Gothic“ konnte sich die Band wirklich einen Namen machen.
„Gothic“ wurde Ende 1990/Anfang 1991 in den renommierten Academy Studios in Yorkshire aufgenommen (die für Klassiker von Bands wie My Dying Bride, Anathema, Cradle of Filth und vielen anderen verantwortlich sind) und begründete mit seiner Veröffentlichung im Jahr 1991 ein ganzes Subgenre: den Gothic Doom Metal. Mit der Einführung von Gregor Mackintoshs höchst charakteristischen und unverwechselbaren Leadgitarrenmelodien schufen Paradise Lost eine düsterere und atmosphärischere Form der dunklen Extreme und etablierten sich als eine der wegweisenden britischen Bands der frühen Neunzigerjahre, die einen großen Einfluss auf eine ganze Generation nachfolgender Größen ausübten.
Source: Amboss-Mag.de
16.05.2026 - BEARTOOTH: neues Album „Pure Ecstasy“ erscheint im August 2026

BEARTOOTH haben ein neues Album in der Pipeline: „Pure Ecstasy“ erscheint am 28. August 2026 via Fearless Records und enthält elf neue Tracks. Das Titelstück stellt die Gruppe nun mit einem Video vor:
Für Caleb Shomo, Frontmann von BEARTOOTH, ist die erste Single ‚Free‘ darüber hinaus ein Einschnitt:
‚Free‘ ist der Beginn eines neuen Kapitels in meiner Musik und meinem Leben. Das emotionale Auf und Ab des Lebens kann manchmal sehr kompliziert sein. An einem einzigen Tag kann man sowohl pure Angst als auch pure Freude erleben. Dieser Song gibt einen Vorgeschmack auf das nächste BEARTOOTH-Album, das wahrscheinlich die ehrlichste Darstellung meiner Seele sein wird, die ich je schaffen werde.“
„Free“ ist die erste neue Veröffentlichung BEARTOOTHs auf dem Label Fearless Records, und natürlich sind Musiker wie Labelboss extrem glücklich über die Zusammenarbeit:
Caleb Shomo: „Fearless hat mich als Künstler auf eine Weise gestärkt, wie ich es noch nie erlebt habe. Sie alle lieben wirklich, was sie tun, und das zeigt sich in ihrer Arbeit. Sie gehen ihrer Arbeit mit Bescheidenheit und einer großen Freude nach. Letztendlich geht es ihnen um die Musik und darum, die beteiligten Menschen zu unterstützen. Ihre Fähigkeit, diese Unterstützung sowohl auf Künstler als auch auf Zuhörer auszuweiten, ist wirklich wunderschön, und ich könnte nicht stolzer sein, einen Vertrag mit Fearless zu unterschreiben.”
Andy Serrao, Präsident von Fearless Records, erklärt: „Fearless Records ist stolz darauf, Beartooth im Team zu haben. Wir haben ihre Entwicklung seit vielen Jahren als Fans verfolgt und freuen uns nun, Partner zu sein. „Free“ ist der perfekte Start in dieses neue Kapitel.“
Für „Pure Ecstasy“ arbeiteten BEARTOOTH mit Produzent Jordan Fish zusammen.
BEARTOOTH „Pure Ecstasy“ Artwork
BEARTOOTH „Pure Ecstasy“ Tracklist
1. Pure Ecstasy (Video bei YouTube)2. Eyes Closed3. Bullshit4. Beautiful Again5. Stadiums6. Free (Video bei YouTube)7. Sorry8. Lose You To Find Me9. You10. For Me By Me11. Made It
BEARTOOTH – Zenith, München – 18.10.2024 – Konzertfotos
Source: Vampster
16.05.2026 - KOMAHAWK: feiern mit neuem Thrash Metal / Hardcore Album „Doomsday For Democracy“ Comeback
Die Thrash Metal / Hardcore-Band KOMAHAWK meldet sich zurück. Nach drei Alben in den 90er-Jahren werden die Deutschen aus Bremen am 12. Juni 2026 via Fuego Records ihr neues Album „Doomsday For Democracy“ veröffentlichen. Vorab gibt es das Lyric-Video „Slayer Saves“ im Stream.
Auch den Track „Blow On The Coals“ kann man sich vorab anhören.
KOMAHAWK Line-Up:
Lars „Diggn“ Groß – Gitarre & Gesang
Halit Sahin – Gitarre
Bernd „Bassbernd“ Janssen
Björn Geene – Schlagzeug
KOMAHAWK „Doomsday For Democracy“ Tracklist
01. The Bleeding
02. Rich & Dead
03. Doomsday For Democracy
04. Slayer Saves (Lyric-Video bei YouTube)
05. Wrong Way Driver
06. Last Trip
07. New World To Kill
08. Blow On The Coals (Video bei YouTube) (Audio bei Bandcamp)
09. Unspoken
10. Hellhole
11. Killing Lifegiver
12. The Hope Dies Last
Source: Vampster
16.05.2026 - KING SATAN: neues Album „Black Magick Abraxas“ erscheint im November 2026
Das Industrial-Projekt KING SATAN kehrt mit neuer Musik zurück. Die Single „Light Of Darkness“ gewährt jetzt einen Höreindruck des kommenden Albums „Black Magick Abraxas“, das am 6. November 2026 via Blood Blast Distribution erscheinen wird.
Auch „Black Magick Rock ’n‘ Roll“ gibt es als Video bei YouTube und enthält ein Gastfeature von Gitarristin Erja Lyytinen. Die Party-Nummer kommentiert Frontmann King Aleister Satan:
„‚Black Magick Rock ’N’ Roll‘ ist unsere Hommage an die Wurzeln unseres Industrial-Party-Metals. Wie jeder Metal lässt sich auch dieser letztlich auf den Rock ’n’ Roll zurückführen – eine Musik, die Grenzen überschritt und ganz unverhohlen zum Tanzen gemacht war. Diesen Geist greifen wir mit unserem elektronischen Groove auf. Um Rock und Metal zu diesem Zweck noch näher zusammenzubringen, haben wir eine der angesehensten Rockgitarristinnen Finnlands, Erja Lyytinen, zur Zusammenarbeit eingeladen, um das Ganze so richtig unter Dach und Fach zu bringen. Boom boom!“
KING SATAN „Black Magick Abraxas“ Tracklist
1. Black Magick Rock ‚N ‚ Roll (feat. Erja Lyytinen) (Video bei YouTube)
2. Light of Darkness (Video bei YouTube)
3. Fire in the Hole
4. Hate Me Baby
5. Abraxas Rising
6. Far Beyond Good and Evil
7. The Devil Made Me Do It
8. Down by the Sins
9. Ride the Lion (CD/LP Bonus)
KING SATAN Line-up 2026
King Aleister Satan: Vocals, keyboards, programming, additional instruments
Hekate „Kate“ Boss: Keyboards, vocals, progamming
EF-13: Guitars
Jerry Rock’n’roll: Bass guitar
Pete Hellraiser: Drums, programming
Source: Vampster
